
IFLYTEK AI Translation Earbuds: Live-Übersetzung im Kopfhörer
Übersetzer am Ohr.
Die iFLYTEK AI Translation Earbuds sind auf Live-Übersetzunggetrimmt. Ideal für Vielreisende, Business-Nutzer und alle, die Sprachbarrieren überwinden möchten. Unser Praxistest klärt, wie gut die KI-Kopfhörer übersetzen und wie sie im Vergleich mit Bordmitteln aktueller Smartphones abschneiden.Marc Zander Veröffentlicht am 🇺🇸
Für wen sind die iFLYTEK AI Translation Earbuds geeignet?
Betrachten wir die Qualität der Übersetzung, so kann ich in den von mir genutzten Sprachen von nur wenigen Fehlern berichten. Die aufgetretenen Fehler basierten zudem allesamt auf der falsch verstandenen Aussprache der Quelle. Daher sind die vielen inkludierten Akzente, darunter auch Englisch mit deutschem Akzent, angebracht. Das hilft, kann jedoch in vielen Fällen das Nachfragen beim Gegenüber aufgrund eines missverständlichen Satzes nicht abstellen. Vor allem in Meetings mit mehreren Personen ist das jedoch hinderlich. Beim gezielten Übersetzen von Sprache einer oder zweier Personen lässt sich das einfacher bewerkstelligen. In einigen Fällen kann man sich die echte Bedeutung auch im Kontext zusammenreimen. Fazit: Die iFLYTEK AI Translation Earbuds konzentrieren sich auf das Übersetzen von vielen Sprachen per Text und Sprache und machen ihre Sache gut.
Sicher gibt es Verbesserungspotenzial: Wenn schon KI im Gadget steckt, warum hat man nicht direkt eine Möglichkeit integriert, die aufgezeichneten Transkripte per Prompt nach den eigenen Bedürfnissen zu bearbeiten? Man kann entweder die Audiodatei oder das Transkript im Original, in der Übersetzung oder beides als Datei per AirDrop oder über andere Apps weiterleiten, was zusätzliche Schritte und weitere Apps notwendig macht.
Viele werden sich fragen, ob reine KI-Übersetzungs-Kopfhörer heute überhaupt noch notwendig sind, da man mit Airpods und Co. ebenfalls Übersetzungsfunktionen bekommt. Hier muss man abwägen, ob die weniger verfügbaren Sprachen und die Nutzung mehrerer Apps für einen kein Hindernis darstellen. Mit einer größeren Auswahl an Apps kann man prinzipiell alle Funktionen der iFLYTEK-Kopfhörer abbilden. Bei den KI-Kopfhörern bekommt man alles in einem mit Konzentration auf nur eine Funktion: übersetzen. Dafür zahlt man jedoch erneut Geld und hat ein weiteres Gadget in der Tasche.
Pro
Contra
Wo und für welchen Preis sind die iFLYTEK AI Translation Buds erhältlich?
Die Übersetzungskopfhörer von iFLYTEK sind im Online-Shop des Herstellers erhältlich, Portokosten werden nicht fällig, allerdings führt die Shopseite derzeit zu einem 404-Fehler. Bei AliExpress gibt es die KI-Buds für 386,70 Euro mit kostenlosem Versand. Auf Amazon sind die iFLYTEK AI Translation Earbuds für 349 US-Dollar zu haben, eine Lieferung nach Deutschland ist aktuell nicht möglich.

Inhaltsverzeichnis
- Für wen sind die iFLYTEK AI Translation Earbuds geeignet?
- Für wen sind die iFLYTEK AI Translation Earbuds geeignet?
- Technische Spezifikationen der KI-Kopfhörer von iFLYTEK
- Auspacken und Einrichten der iFLYTEK AI Translation Earbuds
- Die Funktionen der iFLYTEK KI-Übersetzer-Buds
- iFLYTEK AI Translation Earbuds vs. Smartphone-Bordmittel
Für wen sind die iFLYTEK AI Translation Earbuds geeignet?
Für jene, die ein dediziertes Gadget für den Zweck der Übersetzung nutzen möchten, das eine Vielzahl an Sprachen und Akzente bietet und einfach zu nutzen ist. Englisch oder Spanisch sind zur Bedienung der App empfehlenswert. Wer mit dem Rucksack durch Asien reist, dürfte sich über die vielen Möglichkeiten des Geräts freuen, darunter auch die Offline-Übersetzungsfunktionen. Wer geschäftlich viel in anderen Ländern ist, kann bei Meetings sein Gegenüber bitten, den linken Bud zu nutzen, wodurch beide Teilnehmer Übersetzungen in der eigenen Sprache bekommen, ohne ständig aufs Smartphone-Display schauen zu müssen. Live-Videos zu untertiteln, sollte kein Kaufgrund sein, ebenso wenig die Text-Übersetzungsfunktion. Video-Meetings lassen sich mittlerweile mit Bordmitteln übersetzen (etwa bei Teams), sodass auch diese Funktion eher selten zum Einsatz kommen dürfte.
Technische Spezifikationen der KI-Kopfhörer von iFLYTEK
| Audio: | LHDC-Audiocodierung und -decodierung |
| Schallabstrahlung: | Knochenleitung und Luftschallübertragung |
| Verbindung: | Bluetooth 5.0 und höher |
| Steuerung: | via App, Sprache und Touch an den Earbuds |
| Weitere Features: | Aktive ANC‑Geräuschunterdrückung, staub- und spritzwassergeschützt nach IP55 |
| Material: | Ohrklemme mit Titandraht, |
| Akku: | Batterie je Bud 100mAh, Case 800 mAh ,bis zu 6 Std.Übersetzung / 12 Std. Musikwiedergabe |
| Größe & Gewicht: | 52,35 × 0,82 × 1,9 mm, 11,5 Gramm (je Earbud) |
Auspacken und Einrichten der iFLYTEK AI Translation Earbuds
Die Verpackung entspricht der moderneren Technik-Gadgets und beschränkt sich auf das Wesentliche: Es gibt die Kopfhörer, die bereits im als Ladeschale nutzbaren Transport-Case stecken, eine kurze Anleitung in fünf Sprachen (Englisch, Spanisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch) und ein sehr kurzes Ladekabel (ca. 13 cm Länge). Zur Nutzung ist zwingend die App Bavvo erforderlich, die in Deutschland lediglich über die Testflight-Umgebung für iPhone und iPad erhältlich ist (im deutschen Google Play Store ist die App nicht verfügbar). Das Koppeln der Kopfhörer über Bluetooth ist schnell und einfach erledigt. Die möglichen Einstellungen beschränken sich auf wenige Funktionen, die jedoch ausreichend sind. Um Musik zu hören, sind die Earbuds okay, kommen jedoch vom Klang nicht an andere Buds heran. Sie eignen sich eher für Hörbücher und das Nebenbeihören von Musik statt für den echten Musikgenuss.
Wenn man das Gadget auch offline (etwa in abgelegenen Gebieten oder bei schlechtem Empfang) nutzen möchte, kann man auf einige downloadbare Sprachpakete (jeweils rund 540 MB groß) zurückgreifen. Die meisten übersetzen Chinesisch in eine andere Sprache (darunter auch Deutsch). Zusätzlich lässt sich Englisch offline wahlweise in Französisch, Japanisch, Koreanisch, Russisch oder Spanisch übersetzen.
Da die Earbuds jeweils 100 mAh Batteriekapazität haben und das Case 800 mAh bereitstellen kann, lassen sich die Kopfhörer jeweils bis zu viermal darüber aufladen, bevor der Akku des Case selbst wieder an den Ladestecker muss. Bei rund sechs Stunden Laufzeit für Übersetzungen, kommt man insgesamt sehr gut über einen bis zwei Tage damit aus. In der Bavvo-App wird direkt der aktuelle Ladestand der Buds und der Transportschale angezeigt.

Die Funktionen der iFLYTEK KI-Übersetzer-Buds
Zunächst probierte ich die "Face-to-Face-Übersetzung": Selbstverständlich gibt es eine Verzögerung nach dem Beenden der Sätze, bis die KI diese transkribiert, übersetzt und per Text und Sprache ausgegeben hat, doch insgesamt war der Test sehr erfolgreich. Wenn beide Seiten wissen, worauf sie sich einlassen, sind Pausen zwischen den Sätzen nicht unangenehm, sondern sorgen vielmehr dafür, dass man sich mehr konzentriert. Das komplette Transkript kann nach Abschluss des Gesprächs gespeichert werden. Und da jeder der beiden Gesprächspartner einen der Earbuds bekommt, benötigt man auch keine zusätzliche Hardware oder Software. Hier ist es aus hygienischer Sicht gut gelöst, dass die Earbuds nur außen am Ohr anliegen. Es gab sehr minimale Fehler: Einmal wurde eine Frage als Antwort ausgegeben (aus "Möchtest Du ein Eis?" wurde "Ich möchte ein Eis!", was leider den Sinn verfremdet hat), doch aufgrund des direkten Dialogs ließ sich das schnell richtigstellen. Ein cleveres Feature ist die Nutzung des Smartphones im horizontalen Modus: Dadurch wird das Transkript beider Teilnehmer übersichtlicher dargestellt.
Die Funktion "Simultaneous Translation" ist eigentlich für Live-Meetings gedacht. In Ermangelung eines solchen Termins habe ich ein Video unserer Notebookcheck-Reviews auf Englisch laufen lassen und die Übersetzung mit dem Original verglichen. Abgesehen von der Tatsache, dass die Übersetzung erst nach rund 30 Sekunden startete und dann die ersten Sätze ausließ, war sie ziemlich brauchbar. Es gab wenige Verständnisschwierigkeiten seitens der Kopfhörer, der Großteil stimmte mit dem Gesagten überein und wurde korrekt übersetzt. Das gespeicherte Transkript lässt sich auf Chinesisch oder Englisch von der KI zusammenfassen. Bedauerlicherweise gibt es keine Möglichkeit, selbst einen Prompt für eine weitere Bearbeitung einzugeben.
Die "Anruf-Übersetzungsfunktion" lässt sich für eingehende Anrufe und Sprachcalls anderer Apps aktivieren. Ich habe es mit Google Meet probiert und es war sehr gut. Erneut gab es wenige falsche Übersetzungen, die zumeist auf der Aussprache beruhten. Schönes Detail: Man kann über einen Button wählen, ob man die originale Stimme und die Übersetzung hören möchte, oder nur die Übersetzung.


"Immersive Translation" kann Video-Podcasts, Live-Streams und andere Videos mit Untertiteln in Echtzeit versehen (sofern die Video-Plattform dies erlaubt). Ich habe mir hier ein Interview auf Französisch übersetzen lassen, was von den Sätzen her Sinn ergab. Das kleine, über dem Youtube-Video eingeblendete Fenster mit dem erkannten und parallel auf Deutsch übersetzten Text war jedoch sehr klein, wodurch das Mitlesen erschwert wurde. Die Funktion hat jedoch geleistet, was sie sollte, und die Möglichkeit, das Fenster mit dem übersetzten Text zu verschieben, bietet Möglichkeiten, es auf die Bedürfnisse des jeweiligen Videos abzustimmen. Bei dieser Funktion gibt es jedoch keine Möglichkeit, die Übersetzung auch über die Kopfhörer zu hören, man muss mitlesen.
"Online Interpretation" ist eine ähnliche Funktion, nur für Video-Meetings gedacht. Getestet habe ich mit Discord und Google Meet und beides war in Ordnung. Die Zeitverzögerung hielt sich akustisch in Grenzen, doch bevor das Transkript vervollständigt wurde, dauerte es ein wenig länger. Erneut gab es ein paar Missverständnisse, was wieder auf die Aussprache des Gegenübers zurückzuführen sein dürfte. So erkannten die Earbuds statt "vous" das Wort "veux", was den Satz falsch übersetzte. Solange man hier noch ein wenig die Sprache spricht und es einem selbst auffällt, ist das verschmerzbar. Während eines Meetings mit mehreren Personen wird man jedoch nicht ständig nachfragen können, wenn einem etwas merkwürdig übersetzt vorkommt. Beim Nutzen dieser Funktion kann man entscheiden, ob man die Bavvo-App im Vordergrund hat und das Bild des Meetings klein darübergelegt ist, oder ein Fenster der Bavvo-App sich über die geöffnete Meeting-App legt.
Als Bonus gibt es in der App eine "Text-Übersetzungsfunktion", die vergleichbar mit der von Deepl und anderen ist, sowie einen KI-Assistenten namens Fayla, der ähnlich wie Siri oder Gemini agiert und relativ umfassende Antworten auf Fragen gibt. Beide funktionieren einwandfrei und machen, was sie sollen, sind jedoch eher ein Bonus-Feature, das keinen Kaufgrund darstellen dürfte.
iFLYTEK AI Translation Earbuds vs. Smartphone-Bordmittel
Ob Samsung Bixby, Apple Siri oder Google Gemini: Mittlerweile haben alle KI-Assistenten dazugelernt und bieten direkt Live-Übersetzungsfunktionen im Smartphone an. Dort beschränkt sich das jedoch in der Regel auf ein Transkript der Sätze mit anschließender Ausgabe in der gewünschten Zielsprache. Das fühlt sich im Vergleich zu den KI-Buds von iFLYTEK rückständig an. Mit den Kopfhörern hat man mehr das Gefühl, in der Zukunft angekommen zu sein.
Funktionen wie bei den Apple Airpods, bei denen das Gegenüber ins iPhone spricht und die Pods die Übersetzung wiedergeben, kommen den Translation Earbuds deutlich näher, bieten jedoch bisher nicht so viele verfügbare Sprachen. Vorteil: Wer bereits ein iPhone 15 und neuer samt Airpods besitzt, bekommt schon einige der Funktionen der iFLYTEK AI Translation Earbuds. Apps für Video-Meetings bieten mittlerweile ebenfalls Untertitel an und lassen sich (etwa bei Teams) relativ einfach nutzen.
Vorteil der KI-Kopfhörer von iFLYTEK ist die Konzentration auf das eine: Live-Übersetzung in mehreren Facetten in nur einer App. Statt für viele Funktionen mehrere Apps zu nutzen, die meist jede für sich ein weiteres Benutzerkonto voraussetzen, wird hier alles auf einmal geboten. Allerdings mit zusätzlichen Kosten für das Gerät und ein weiteres Case im Gepäck.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.
















