Die KI wurde von dem Princeton Plasma Physics Laboratory (PPPL) in Zusammenarbeit mit dem Commonwealth Fusion Systems (CFS) und dem Oak Ridge National Laboratory entwickelt.
Was sind magnetische Schatten?
In einem Fusionsreaktor wird, wie Science Direct erklärt, Plasma, ein extrem heißes Gas, durch starke Magnetfelder in einem torusförmigen Gefäß, dem sogenannten Tokamak, eingeschlossen. Die Temperaturen im Plasma können über 100 Millionen Grad Celsius erreichen. Bestimmte Bereiche des Reaktors, die sogenannten magnetischen Schatten, sind durch andere Bauteile vor dieser Hitze geschützt. Diese Zonen sind entscheidend, um empfindliche Komponenten vor Schäden zu bewahren.
Der Beitrag von KI zur Fusionsforschung
Die KI HEAT-ML wurde laut PPPL speziell für den Divertor – das Abgassystem – des im Bau befindlichen SPARC-Reaktors trainiert. SPARC ist ein kompaktes, hochmagnetisches Tokamak, das von CFS entwickelt wird und 2027 erstmals Nettoenergie erzeugen soll.
Michael Churchill, Leiter des Digital Engineering am PPPL, erklärt:
„This research shows that you can take an existing code and create an AI surrogate that will speed up your ability to get useful answers.“
Energiepolitische Bedeutung
Die beschleunigte Entwicklung von Kernfusionsreaktoren durch KI könnte laut Innovation News Network langfristig die Energieversorgung verändern. Kernfusion bietet das Potenzial für eine nahezu unbegrenzte und saubere Energiequelle. Fortschritte in der KI-gestützten Reaktorkonstruktion könnten die technologische Reife schneller erreichen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.
Fazit
Die Integration von KI in die Fusionsforschung stellt einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung dar. Obwohl die Technologie noch in der Entwicklungsphase ist, zeigt sie vielversprechende Ansätze, um Effizienz und Sicherheit von Kernfusionsreaktoren zu erhöhen. Mit weiteren Fortschritten könnte Kernfusion in den kommenden Jahrzehnten eine tragende Säule der globalen Energieversorgung werden.













