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Wear OS-Smartwatches endlich konkurrenzfähig? Neue Chips am Horizont

Erste Hinweise deuten auf bessere Smartwatch-SoCs für die nächste Wear OS-Smartwatch-Generation.
Erste Hinweise deuten auf bessere Smartwatch-SoCs für die nächste Wear OS-Smartwatch-Generation.
Es ist kein Geheimnis, dass die Wear OS-Plattform seit Jahren unter anderem an konkurrenzfähigen Chips krankt, insbesondere im Vergleich zur Apple Watch-Konkurrenz. Einmal mehr nährt sich die Hoffnung auf Besserung der Situation durch erste Hinweise auf neue Qualcomm Snapdragon Wear-SoCs.

Mit 28 nm-Fertigung, Cortex-A7-Kernen und fehlendem 64 bit-Support kann man heutzutage nur wenige Katzen hinter dem Ofen hervorlocken und dennoch liefern uns Qualcomms Smartwatch-Partner seit Jahren nicht mehr als das wenn es um das Thema Smartwatches geht. Den Anfang machte der Snapdragon Wear 2100 im Jahr 2016, spät aber doch gefolgt vom Snapdragon Wear 2500 und dem Snapdragon Wear 3100 im Vorjahr doch substanziell hat sich in diesen drei Jahren sehr wenig geändert.

Nicht nur Apple legt vor, was moderne Smartwatches können sollen, auch Hersteller aus dem Android Ökosystem setzen angesichts der tristen Situation rund um die Wear OS-Landschaft zunehmend auf Alternativen und das liegt nicht nur aber auch an den fehlenden Chips seitens Qualcomm, die das Smartwatch-Feld viel zu lange sträflich vernachlässigt haben. Einmal mehr tauchen nun aber Hinweise auf Verbesserungen auf und zwar in Form zweier Testplattformen namens WTP2700 und WTP429W.

Goldgräber Roland Quandt hat mal wieder als erster darüber berichtet, dass Qualcomm offenbar an neuen Snapdragon Wear-Chips arbeitet, die vielleicht endlich die Fesseln der Vergangenheit ablegen und auf eine modernere Architektur setzen könnten. Konkret vermutet Roland, dass die neuen Chips erstmals auf Basis des Snapdragon 429 und seinen Cortex-A53-Kernen nicht nur 64 bit-Unterstützung bieten, sondern mit einer auf 12 nm-geschrumpften Fertigung auch weniger Energie benötigen werden. 

Auch Features wie LTE, Bluetooth 5.0 oder EMMC 5.1-Speicher sollen damit dann zum Repertoire gehören. Unter welchem Namen die neuen Chips letztlich vermarktet werden, ist aktuell noch schwer absehbar. Snapdragon 429 Wear oder Snapdragon 2700 Wear wären auf Basis der internen Bezeichnungen natürlich naheliegend aber nicht zwingend. Da es sich noch um recht frühe EVT (Equipment Verification)-Tests handelt, könnte es auch durchaus noch dauern, bis Qualcomm die fertige Hardware offiziell ankündigt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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Autor: Alexander Fagot, 10.07.2019 (Update: 10.07.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.