Notebookcheck Logo

WhatsApp: Eltern steuern Teenager-Konten, die Chats bleiben privat

Jugendliche schaut auf ihr Smartphone, im Hintergrund sitzen unscharf zwei Erwachsene
ⓘ Pavel Danilyuk / Pexels
Eltern sollen per PIN steuern, wer ihr Kind in WhatsApp-Gruppen holt. Die Chats selbst bleiben verschlüsselt. (Symbolbild)
WhatsApp führt Kontrolloptionen für Eltern von Teenagern zwischen 13 und 17 Jahren ein. Per PIN legen Eltern fest, wer ihr Kind in Gruppen holen darf, wer Profilbild und Status sieht und wie streng Meta AI antwortet. Nachrichten und Anrufe bleiben verschlüsselt, mitlesen kann niemand. WhatsApp schaltet die Funktion schrittweise frei, einen Termin für Deutschland nennt der Messenger nicht.

WhatsApp gibt Eltern mehr Einfluss auf die Konten ihrer Kinder. Am 30. September hat der Messenger im WhatsApp-Blog Kontrolloptionen für Teenager vorgestellt, die Eltern und Kind gemeinsam einrichten. Gedacht sind sie für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren, der Elternteil muss mindestens 18 sein. Beide müssen der Verknüpfung ihrer Konten zustimmen, heimlich lässt sich die Aufsicht also nicht einschalten. Für Kinder unter 13 gibt es schon länger eigene, von Eltern verwaltete Konten.

Gruppen, Status und Profilbild unter Aufsicht

Eltern legen fest, wer das Profilbild des Teenagers sieht und wer ihn zu Gruppen hinzufügen darf. Will das Kind eine dieser Einstellungen lockern, braucht es die Freigabe über eine PIN, die nur der Elternteil kennt. Dazu kommen Benachrichtigungen, wenn der Teenager einer Gruppe beitritt oder sie verlässt. Laut TechCrunch meldet WhatsApp außerdem, sobald eine Gruppe auf 30, 100 oder 250 Mitglieder wächst. Auch bei Kanälen und Statusmeldungen reden Eltern mit, also welche Kanäle das Kind nutzt, wessen Status es sieht und wer seinen eigenen Status zu sehen bekommt.

Meta AI bekommt eine strengere Stufe

Neu ist der Schalter für Meta AI. Eltern wählen zwischen der Standardeinstellung „Ab 13 Jahren“ und der strengeren Option „Eingeschränkte Inhalte“. Was die zweite Stufe genau abschaltet, beschreibt WhatsApp im Blog nicht. TechCrunch nennt den Inkognito-Chat mit der KI und die Nachrichten-Zusammenfassungen, beides Funktionen, die auf Metas Private Processing laufen. Wer Meta AI für sein Kind möglichst eng halten will, sollte diese Stufe wählen.

Was Eltern nicht sehen

Die Grenze ist klar gezogen. Nachrichten und Anrufe des Teenagers bleiben Ende-zu-Ende-verschlüsselt, und zwar auch bei aktiver Kontrolle. Weder die Eltern noch WhatsApp können sie lesen oder hören. Die Aufsicht greift also bei Kontakten, Gruppen und Sichtbarkeit, nicht beim Inhalt. Wie Apple das Thema auf dem iPhone angeht, zeigt unser Magazin zum neuen Kinderschutz in iOS 27.

Wann die Funktion in Deutschland ankommt, sagt WhatsApp nicht. Im Hilfebereich steht, die Kontrolloptionen würden nach und nach eingeführt und seien in der eigenen Region möglicherweise noch nicht verfügbar. Nötig ist in jedem Fall die neueste App-Version für Android oder iPhone. Beim Jugendschutz steht Meta ohnehin unter Druck, im August hatte ein US-Gericht Instagram und Facebook für Jugendliche bereits feste Grenzen gesetzt.

In der Beta testet WhatsApp parallel eine Einstellung für einzelne Chats. Laut WABetaInfo heißt der bisherige Erweiterte Chat-Datenschutz dort künftig „Eingeschränkter Chat“. In so einem Chat lassen sich weder Medien automatisch speichern noch der Verlauf exportieren, Meta AI ist darin gesperrt, und die Unterhaltung läuft nur auf dem Hauptgerät. Das steckt bisher nur in der Android-Beta 2.26.39.11, einen Termin für die normale App gibt es nicht.

Google LogoAls bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mail Logo
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-10 > WhatsApp: Eltern steuern Teenager-Konten, die Chats bleiben privat
Autor: Steffen Zahn,  3.10.2026 (Update:  3.10.2026)