Windows 11 24H2: Am 13. Oktober kommt das letzte Update

Am Dienstag verteilt Microsoft wie an jedem zweiten Dienstag im Monat neue Sicherheitsupdates. Für einen Teil der Windows-11-Rechner ist es das letzte Mal. Windows 11 in Version 24H2 erreicht bei Home und Pro am 13. Oktober 2026 das Ende des Supports, laut Microsofts Produktlebenszyklus gilt das auch für Pro Education, Pro for Workstations und SE. Danach gibt es für diese Version keine monatlichen Sicherheitsupdates mehr. Der Rechner läuft weiter, wird aber mit jedem Monat angreifbarer.
Was am 13. Oktober endet
Auf seiner Statusseite zu 24H2 zählt Microsoft auf, was wegfällt. Betroffene Geräte erhalten keine Korrekturen für bekannte Probleme mehr, keine Zeitzonen-Updates, keinen technischen Support und keine monatlichen Sicherheits- und Vorschau-Updates. Der Oktober-Patchday ist damit das letzte reguläre Update für 24H2. Firmenrechner haben mehr Zeit, für Enterprise und Education läuft dieselbe Version noch bis Oktober 2027.
Die Nachfolger halten deutlich länger. Version 25H2 bekommt bei Home und Pro bis Oktober 2027 Updates, das seit dem 29. September verteilte Windows 11 26H2 sogar bis Oktober 2028. Wer jetzt wechselt, hat also zwei Jahre Ruhe.
So siehst du, welche Version läuft
Die Version steht in den Einstellungen. Ein Rechtsklick auf Start öffnet das Menü mit den Einstellungen, dort geht es über System ganz nach unten zu Info. Schneller geht es über das Ausführen-Fenster, das die Windows-Taste zusammen mit R öffnet. Dort führt der Befehl ms-settings:about direkt auf dieselbe Seite. Im Abschnitt Windows-Spezifikation nennt Windows die Edition und die Version. Steht dort 25H2 oder 26H2, ist nichts zu tun. Bei 24H2 lohnt der Blick in Windows Update, am besten noch vor dem Patchday. Wer länger gar keine Updates installiert hat, sollte das ohnehin nachholen. Microsoft tauscht 2027 die Zertifikate von Windows Update aus, und veraltete PCs bekommen danach überhaupt keine Updates mehr.
Der Wechsel ist keine Neuinstallation
Die Versionen 24H2, 25H2 und 26H2 teilen sich dieselbe technische Basis. Neue Funktionen kommen über die monatlichen Updates ohnehin schon auf den Rechner, das Upgrade schaltet sie nur frei und braucht in den meisten Fällen einen einzigen Neustart. Eine Neuinstallation ist dafür nicht nötig.
Bei Privatrechnern, die keine IT-Abteilung verwaltet, nimmt Microsoft die Entscheidung ohnehin ab. Laut Statusseite bekommen solche Geräte 25H2 automatisch, die Verteilung hatte Microsoft schon im April auf alle nicht verwalteten PCs ausgeweitet. Den Zeitpunkt des Neustarts kannst du über die Nutzungszeit steuern, das Update selbst lässt sich in Windows Update über „Updates pausieren“ um bis zu 35 Tage verschieben. Wer die Pause verlängern will, wählt ein neues Enddatum, das wiederum höchstens 35 Tage in der Zukunft liegt. Nach dem 13. Oktober bedeutet jeder Tag Pause allerdings einen Tag ohne Sicherheitsupdates.
Wer gleich auf 26H2 springen will, aktiviert in Windows Update die Option, die neuesten Updates zu erhalten, sobald sie verfügbar sind. Microsoft bietet 26H2 Rechnern mit 24H2 und 25H2 an, bei denen diese Option eingeschaltet ist, und verteilt es gestaffelt über die kommenden Monate.
Was der letzte Patch noch mitbringt
Das Oktober-Update ist für 24H2, 25H2 und 26H2 identisch und bringt neben den Sicherheitskorrekturen ein paar Neuerungen. Die Copilot-Taste lässt sich laut Windows Central auf die rechte Strg-Taste oder die Kontextmenü-Taste umlegen, der Schalter steht unter Bluetooth und Geräte bei der Tastatur. Der Datei-Explorer zeigt PDFs in der Vorschau automatisch an, für Touchpads kommen zwei neue Optionen zum Scrollen am Rand dazu. Microsoft schaltet solche Funktionen schrittweise frei, sie erscheinen also nicht auf allen Rechnern am selben Tag. Für 24H2 ist danach Schluss, alle späteren Neuerungen und Korrekturen gibt es nur noch für die neueren Versionen.
Wenn Windows Update nichts anbietet
Bleibt das Angebot aus, steckt oft eine Schutzsperre dahinter, von Microsoft Safeguard Hold genannt. Damit hält Microsoft Rechner zurück, auf denen ein bekanntes Problem mit Treibern, Programmen oder Hardware droht. Windows Update meldet dann, das Upgrade sei unterwegs und gerade nichts zu tun, und über den Link für weitere Informationen lässt sich nachlesen, welches Problem den eigenen PC betrifft. Die Sperre fällt weg, sobald das Problem gelöst ist. Wie lange das dauert, sagt Microsoft nicht. Öffentlich macht der Hersteller solche Sperren nur, wenn sie breit greifen, Probleme mit Software oder Treibern anderer Anbieter nennt er bloß in bestimmten Fällen.
Für Rechner, denen Windows Update die neue Version nicht von selbst anbietet, nennt Microsoft den Update-Assistenten als manuellen Weg. Bei einer aktiven Sperre ist das ein Risiko, denn damit holt man sich genau das Problem auf den Rechner, vor dem die Sperre schützen soll. Ganz ohne Haken ist auch 25H2 nicht. Auf der Statusseite führt Microsoft derzeit einen bestätigten Fehler, durch den Programme abstürzen können, die Dolby-Digital-Ton über Windows dekodieren. Betroffen sind vor allem ältere Anwendungen, eine Lösung steht noch aus.
Schul-Laptops mit Windows 11 SE bleiben stehen
Am härtesten trifft der Termin günstige Schul-Laptops mit Windows 11 SE, das Microsoft 2021 als Antwort auf Chromebooks gestartet hatte. Für diese abgespeckte Bildungsausgabe veröffentlicht Microsoft nach 24H2 kein Funktionsupdate mehr und beendet den Support im Oktober 2026 ganz, also Updates, technische Hilfe und Sicherheitskorrekturen. Die Geräte funktionieren weiter. Microsoft empfiehlt trotzdem den Umstieg auf ein Gerät, das eine andere Edition von Windows 11 unterstützt, einen kostenlosen Weg dorthin nennt der Hersteller nicht. Nutzt ein Kind so ein Gerät aus einem Schulpaket, lohnt die Nachfrage bei der Schule.
Für alle anderen reicht ein kurzer Blick in die Einstellungen, möglichst vor Dienstag. Wer dort 24H2 liest, stößt den Wechsel am besten selbst an, statt auf die automatische Verteilung zu warten. Für Windows 10 gelten übrigens andere Fristen, die wir in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst haben.
Quelle(n)
Microsoft Learn: Lebenszyklus von Windows 11 Home und Pro
Microsoft Learn: Lebenszyklus von Windows 11 Enterprise und Education
Microsoft Release Health: Status von Windows 11, Version 24H2
Microsoft Release Health: Status von Windows 11, Version 25H2
Microsoft Learn: Windows 11 SE, Übersicht und Supportende
Microsoft Support: Welche Windows-Version wird ausgeführt?
Microsoft Support: Updates in Windows anhalten
Microsoft Support: Schutzsperren auf dem eigenen Gerät prüfen (KB5006965)
Microsoft Support: Windows-Funktionsupdates und Update-Assistent
Windows Central: Die Neuerungen im Oktober-Update vom 13. Oktober
TechRepublic: Microsoft beendet den Support für Windows 11 SE







