Xiaomi 17 Ultra: Fototour durch China

Wir waren mit dem Xiaomi 17 Ultra in China, genauer gesagt in Peking und Chongqing. Dort hatten wir ausgiebig die Gelegenheit, die Kamera des Smartphones zu testen. Bevor wir auf die Bilder eingehen, stellen wir Ihnen das 17 Ultra nochmal genauer vor.
Das Xiaomi 17 Ultra im Überblick
Das Xiaomi 17 Ultra gehört zu den technisch ambitioniertesten Smartphones des Jahres 2026 und legt den Fokus klar auf die Kamera. Herzstück ist ein großes Leica-Kamerasystem mit einem 1-Zoll-Hauptsensor und variabler Teleoptik. Die Hauptkamera nutzt einen 50-MPix-Light-Fusion-1050L-Sensor mit besonders großer Sensorfläche, optischer Bildstabilisierung und einer lichtstarken f/1.67-Blende. Dadurch soll das Smartphone vor allem bei Nachtaufnahmen und hohem Dynamikumfang deutlich bessere Ergebnisse liefern als typische Smartphone-Kameras. Xiaomi setzt dabei erneut auf die Zusammenarbeit mit Leica und bietet unterschiedliche Leica-Farbprofile sowie professionelle Fotofunktionen.
Besonders außergewöhnlich ist die Telekamera. Xiaomi verbaut einen 200-MPix-Sensor mit mechanischem optischem Zoom zwischen 75 und 100 Millimetern Brennweite. Statt digitaler Zwischenstufen bewegt sich die Optik physisch, ähnlich wie bei einer klassischen Kamera. Dadurch soll die Bildqualität auch beim Zoomen deutlich höher bleiben als bei herkömmlichen Periskopkameras. Ergänzt wird das System durch eine 50-MPix-Ultraweitwinkelkamera sowie eine 50-Megapixel-Frontkamera mit Autofokus. Videoaufnahmen unterstützt das Gerät bis 8K, außerdem sind Dolby Vision und professionelles Log-Recording möglich.
Abseits der Kamera setzt das Xiaomi 17 Ultra auf ein 6,9 Zoll großes LTPO-OLED-Display mit bis zu 3.500 cd/m² Helligkeit und adaptiver Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hz. Im Inneren arbeitet Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5 zusammen mit 16 GB RAM und bis zu 1 TB Speicher. Dazu kommen ein 6.000-mAh-Akku, 90-Watt-Schnellladen, 50-Watt-Wireless-Charging, IP68-Zertifizierung sowie moderne Standards wie Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0.
Der 1-Zoll-Sensor ist eine Wucht
Xiaomi setzt wie schon beim 15 Ultra auf einen großen 1-Zoll-Sensor, was eine besonders hohe Lichtempfindlichkeit verspricht. Es handelt sich aber nicht mehr um einen Sensor aus dem Hause Sony, sondern von OmniVision.
Die Ergebnisse wissen zu überzeugen und das Xiaomi 17 Ultra liefert tolle Fotos. Wir haben den Lichtwert, insbesondere bei Nacht, meistens um -0,3 EV (Exposure Value) und gelegentlich auch um -0,6 EV nach unten korrigiert. Insbesondere bei Nacht sind die Fotos sonst gerne mal zu stark aufgehellt.
Das Xiaomi-Smartphone kann übrigens auch Fotos mit 28 und 35 mm mittels Crop im Hauptsensor machen, das klappt bei Tageslicht problemlos, im Dunkeln fällt jedoch auf, dass die Farben bei 35 mm von den anderen beiden Stufen abweichen.
Zoomen – Bei Tageslicht gute Ergebnisse bis 200 mm
Der Zoom-Sensor des Xiaomi 17 Ultra (hier bei Amazon kaufen) liefert nicht nur 200 MPix, sondern ist auch vergleichsweise groß, wenn auch wesentlich kleiner als der Hauptsensor. Er besitzt eine stufenlose Brennweite zwischen 75 und 100 mm. Das ist zwar kein riesiger Spielraum, aber da das Modul so schon viel Raum fordert (wir berichten), sehen wir das als schöne Beigabe, die uns etwas mehr Flexibilität erlaubt.
Auch der Zoom liefert, trotz des zum Teil trüben Wetters, gute Ergebnisse – da gibt es schlechtere Hauptsensoren in anderen Smartphones. Auch der Sensor-Crop, der dann eine nahezu verlustfreie Vergrößerung bis 200 mm bietet, ermöglicht gute Aufnahmen, was das 17 Ultra bereits im Vergleich mit dem Vivo X300 Pro gezeigt hat.
Der 200-MPix-Modus kann sehr scharfe Fotos mit vielen Details erzeugen, dafür ist jedoch ein wenig Geduld und ein ruhiges Händchen notwendig.
Ultraweitwinkel - Nicht so souverän wie der Rest
Der Ultraweitwinkel des Xiaomi 17 Ultra ist der schwächste unter guten Sensoren. Er löst auch mit 50 MPix auf, ist aber sehr klein. Das ist insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen zu spüren, hier drohen helle Flächen auszubrennen und dunklere Bereich zu überstrahlen. In Low-Light-Situationen lassen die Details sichtbar nach und Farben wirken etwas blass.










































































