Xiaomi etabliert sich als ernstzunehmender E-Auto-Hersteller – und hinkt seinem Jahresziel dennoch hinterher

Ja, Xiaomi kann mittlerweile nicht nur Smartphones, Computer und Büro, Tablets, Wearables, Audio, Mikromobilität, Körperpflege, Haushaltsreinigung, Fernseher und Heimkino, Raumklima, Küchengeräte, Smart Home, Sicherheitstechnik, Netzwerk und Konnektivität, Stromversorgung und Ladegeräte, Fitness und Gesundheit, Haustierprodukte, Alltag und Lifestyle, Werkzeuge – sondern seit 2021 auch Elektroautos.
Allerdings hat man sich beim großen Unternehmen ein ambitioniertes Jahresziel für 2026 gesetzt: Insgesamt möchte man in diesem Jahr 550.000 Fahrzeuge ausliefern. Von Januar bis Oktober steht man jetzt aber erst bei 336.000 Stück, was nur etwas 61 Prozent des Gesamtziels entspricht.
Dabei lief der Oktober besser als jeder andere Monat zuvor: 50.000 Fahrzeuge in einem Monat hatte Xiaomi bis dato noch nie erreicht. Das ist positiv. Doch um das Jahresziel noch erreichen zu können, müsste der Konzern in den verbleibenden zwei Monaten November und Dezember jeweils 107.000 Modelle ausliefern, also mehr als doppelt so viel wie im bisherigen Rekordmonat Oktober – das scheint wenig realistisch.
Womöglich hat Xiaomi im Vorfeld den Konkurrenzdruck unterschätzt, gerade im Herkunftsland China extrem hart umkämpft, starke Marken wie Byd, Xpeng, NIO und Co geben kaum freiwillig Marktanteile ab. Und so wird das Unternehmen in diesem Jahr wohl weniger Fahrzeuge verkaufen als geplant. Wie sich das auf den Börsenkurs auswirkt, bleibt abzuwarten. Ein Verkauf in Europa ist für 2027 geplant, hier könnte Xiaomi einen Vorteil durch sein umfängliches Ökosystem aus den verschiedenen Produktkategorien haben.





