Barcelona: Großes E-Paper-Display informiert über Fahrplanänderungen

Am Bahnhof Montcada i Reixac – Manresa am Rande von Barcelona informiert die Bahngesellschaft Renfe mittlerweile mit einem E-Paper-Display die Fahrgäste der Rodalies-Regionalzüge über Fahrplanänderungen und Ersatzverkehre. Das Display ist recht groß, auch wenn wir es nicht ausmessen konnten. Wir würden das 4:3-Display auf etwa 40 Zoll in der Diagonale einschätzen.
Renfe setzt aber nicht nur auf E-Paper. Schon eine Weile setzt man auf sehr lichtstarke und robuste Outdoor-LED-Displays (Matrix-Anzeigen) für die Zugzielanzeigen, die oft aktualisiert werden müssen. Bei gutem Wetter sind sowohl die LED-Anzeigen als auch die E-Paper-Anzeigen gut zu lesen. Letztere verlassen sich abends aber auf die Bahnhofsbeleuchtung.
Nachdem wir an einer Bushaltestelle des Flughafen Köln/Bonn ein ähnlich großes E-Paper-Display gesehen haben, ist es das erste dieser Größe, das uns in einem Bahnhofsumfeld begegnete. E-Paper-Displays sind mittlerweile sehr oft anzutreffen, da sie energiesparend sind und oft auf das Verlegen einer Stromleitung verzichtet werden kann. Doch das sind vergleichsweise kleine Displays.
Das Renfe Display für den Rodalies de Catalunya ist hingegen groß genug für klassische Informationskästen und die dort zu findenden Aushänge. Die Displays können in Echtzeit aktualisiert werden und es braucht kein Personal für den Austausch der Informationen.
Auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig konnten wir sogar eine Aktualisierung beobachten. Auch die Auflösung gefiel uns sehr gut. Kleine Schrift war klar lesbar und der Platz ausreichend, um den kompletten Streckenverlauf als Perlenschnur darzustellen. Es gibt keine technisch notwendigen Einschränkungen für die Anzeige.
Doch allgemein sind die E-Paper-Displays von Renfe sogar Berlins modernen digitalen Diggi-Haltestellen von ST Mobility überlegen, auf die die BVG setzt. Aufgrund von Problemen mit der Auflösung der verbauten LC-Displays können Linienverläufe nicht vollständig dargestellt werden. Es gelingt nicht einen DIN A4-Papierfahrplan auf einem 32-Zoll-Display darzustellen. Zudem verkürzt die BVG die Fahrpläne teils bis ins Unleserliche, wie wir ausführlich dargelegt haben. Ohne Smartphone geht es nicht.
Für die festen Fahrpläne setzt Renfe an der Haltestelle übrigens weiter auf ausgehangene Papierfahrpläne.

Quelle(n)
Eigene Recherchen





