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Airval: Frankfurts gummibereifter People Mover mit Führungsschiene im Fahrgastbetrieb

Siemens' Airval-System zwischen Terminal 2 und 3 am Flughafen Frankfurt.
ⓘ Andreas Sebayang
Siemens' Airval-System zwischen Terminal 2 und 3 am Flughafen Frankfurt.
In Frankfurt am Main ist nun der neue Airval-People-Mover von Siemens Mobility als Sky Line in Betrieb. Nach einer Metro-Variante ist es erst das zweite System der Neoval-Familie. Die Fahrzeuge werden über eine Führungsschiene gesteuert und beschleunigen recht stark.

Am Flughafen Frankfurt ist seit dieser Woche der neue Sky Line genannte People Mover von Siemens Mobility im Betrieb, der einige Besonderheiten aufweist. Es ist ein Fahrzeug der Airval-Familie (Teil von Neoval), das sich speziell für den Betrieb an Flughäfen eignet. Wie viele People Mover fährt auch die neue Sky Line auf Gummireifen. Ein Gleis gibt es bei den Bahnen aber trotzdem. Zusammen mit Lohr Industries hat sich Siemens Mobility vor über 20 Jahren entschieden, das Translohr-System auch für Metro- und Flughafensysteme weiterzuentwickeln.

Die Schiene des Translohr-Systems sorgt dafür, dass die Fahrzeuge auf ihrem Weg gesteuert werden. Im Straßenbetrieb ist die Technik in Verruf geraten. Denn die damit gesteuerten Busse erzeugten aufgrund ihrer präzisen Fahrt schnell Spurrillen auf dem weichen Straßenbelag. Busse sind für den Straßenverkehr manchmal ein Problem. An oft frequentierten Bushaltestellen wird deswegen oft eine Betonfahrbahn installiert, damit die Kräfte besser abgefangen werden.

Deswegen wird der People Mover in Frankfurt am Main keine Probleme mit der Fahrbahn haben, denn die besteht auch am Flughafen aus Beton-Elementen. Der Flughafen verspricht sich durch die Führungsschiene zudem geringere Wartungskosten im Vergleich zu der bestehenden alten Sky Line. Diese wird übrigens weiterfahren. Man kann in Frankfurt also zwei unterschiedliche People Mover im Fahrgastbetrieb ausprobieren.

Das neue System ist deutlich leistungsfähiger. So kann der Airval mit 80 km/h fahren. Er wird am Flughafen aber nur mit Tempo 70 fahren. Typisch für solche Systeme sind zudem starke Beschleunigungen, schließlich ist es gewissermaßen ein Bus, und enge Kurvenradien. Das System fährt automatisch nach GoA-Level 4 (Grade of Automation), wie auch der alte People Mover.

Derzeit kann das System nur zwischen Terminal 1 und 2 öffentlich gefahren werden. Im folgenden Mitfahr-Video ist die gesamte Strecke zu sehen, die erst mit der Eröffnung des Terminal 3 für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird.

Quelle(n)

Flughafen Frankgfurt / Eigene Recherchen 

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Autor: Andreas Sebayang, 26.02.2026 (Update: 26.02.2026)