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Xpeng will fliegende Autos ab 2027 in Serie bauen – schon über 7.000 Bestellungen

Xpeng will den Land Aircraft Carrier 2027 in Serie produzieren.
ⓘ Aridge
Xpeng will den Land Aircraft Carrier 2027 in Serie produzieren.
Xpeng plant, ab 2027 ein zweigeteiltes „fliegendes Auto“-System aus Trägerfahrzeug und eVTOL in Serie zu bauen – laut Unternehmen liegen bereits über 7.000 Bestellungen vor. Ob der ambitionierte Zeitplan aufgeht, hängt jedoch entscheidend von der Zulassung durch Chinas Luftfahrtbehörden ab.

Der chinesische Tesla-Konkurrent Xpeng scheint sich vom reinen Elektroautohersteller zu einem breiter aufgestellten Mobilitätsunternehmen entwickeln zu wollen. Dazu will man 2027 in größerem Umfang „fliegende Autos“ produzieren und ausliefern, so Xpeng-Präsident Brian Gu im Interview mit Reuters. Gemeint ist allerdings kein klassisches Auto, das selbst abhebt, sondern ein zweiteiliges System aus elektrischem Trägerfahrzeug und separat transportiertem eVTOL-Fluggerät mit Platz für zwei Personen. Das Gefährt heißt Land Aircraft Carrier und wurde zuletzt auf der CES 2025 gezeigt: 

Der Land Aircraft Carrier stammt von der Submarke Xpeng AeroHT, die international inzwischen auch als „Aridge“ auftritt. Erste Auslieferungen könnten laut Xpeng-Präsident Brian Gu bereits Ende 2026 starten. Die Nachfrage scheint zumindest auf dem Papier vorhanden zu sein. Xpeng hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 7.000 Bestellungen erhalten, der Großteil davon stammt aus China. Dennoch bleibt die Serienfertigung an eine zentrale Bedingung geknüpft: Die chinesischen Luftfahrtbehörden müssen das Fluggerät noch freigeben. Da das eVTOL von Regulierungsbehörden nicht als Auto, sondern als Flugzeug behandelt wird, dürfte es dabei in erster Linie um Sicherheitsnachweise gehen.

Sollte das Land Aircraft Carrier tatsächlich freigegeben werden, erscheint die Wahrscheinlichkeit für eine internationale Verfügbarkeit gar nicht so gering. Xpeng ist in rund 60 Ländern außerhalb Chinas aktiv und erwirtschaftet bereits 15 Prozent seines Umsatzes in Auslandsmärkten. Innerhalb von fünf bis zehn Jahren will man laut Brian Gu mehr als die Hälfte des Umsatzes außerhalb von China erzielen. Angesichts der aktuellen Zusammenarbeit mit Volkswagen dürfte der chinesische E-Autobauer dabei auch den deutschen Markt im Blick haben. Bevor das fliegende Auto in andere Märkte kommt, müsste sich Xpeng aber zunächst mit weiteren Luftfahrtbehörden auseinandersetzen.

Auf Reddit reagiert man bislang überwiegend skeptisch. Viele Nutzer äußern Sicherheitsbedenken, zweifeln an der Alltagstauglichkeit des Fluggeräts und scherzen darüber, wie sich riskantes Fahrverhalten künftig in die Luft verlagern könnte. Einzelne Stimmen sehen darin zwar einen frühen Schritt einer langfristig spannenden Technologie, die Mehrheit bewertet Xpengs Zeitplan aber eher als ambitionierte Zukunftsvision.

Quelle(n)

Reuters

Bildquelle: Aridge

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Xpeng will fliegende Autos ab 2027 in Serie bauen – schon über 7.000 Bestellungen
Autor: Marius Müller, 24.04.2026 (Update: 24.04.2026)