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IFA 2018 | ZTE Axon 9 Pro offiziell: Neues Flaggschiff, neues Glück? (Hands-On)

Die Chinesen sind mit dem Axon 9 Pro zurück, welches auf der IFA 2018 das Licht der Welt erblickt.
Die Chinesen sind mit dem Axon 9 Pro zurück, welches auf der IFA 2018 das Licht der Welt erblickt.
Wer kennt es nicht, das Axon 7, den OnePlus-Konkurrenten, der mit günstigem Preis und attraktivem Featureset 2016 auf den Markt kam? Nach 2 Jahren hat sich der gerade etwas durchgebeutelte chinesische Konzern doch noch aufgerafft, den Nachfolger Axon 9 Pro auf die Reise zu schicken. Alles gut, oder?

Einen kleinen Vorgeschmack auf das Axon 9 Pro konnte man ja schon vorab erhaschen, nun ist das Design offiziell: Auch ZTE setzt bei seinem neuesten Flaggschiff namens Axon 9 Pro auf eine Notch an der Oberseite und das leider allgegenwärtige Kinn an der Unterseite, die Rückseite gibt sich abgesehen vom dort integrierten Fingerabdrucksensor auch ein wenig iPhone-like - von daher also kein Preis für innovatives Smartphone-Design. 

Immerhin will ZTE aber das Featureset entsprechend attraktiv gestaltet haben und tatsächlich fällt auf den ersten Blick nichts Negatives auf. Mit Snapdragon 845, 6 GB RAM, 128 GB Speicher und 6,21 Zoll Full-HD+-Display mit 2.248 x 1.080 Pixel Auflösung und AMOLED-Panel liefert ZTE pflichtbewusst die Eckdaten für ein Flaggschiff des Jahres 2018 ab. Es gibt allerdings auch ein paar Besonderheiten, die nicht alle Konkurrenten bieten. Da wäre einmal Quick Charge 4+ zu nennen, die bereits lange veröffentlichte schnellere Ladetechnologie hat sich industrieweit ja immer noch nicht durchgesetzt - Gratulation an ZTE für dieses Detail.


Insbesondere in Bezug auf Displayqualität und Videowiedergabe will ZTE zudem Fleißaufgaben geleistet haben. Ein spezieller Videoprozessor soll in Verbindung mit der Axon Vision-Technologie für bessere Grafikdarstellung und korrekte Farben sorgen, HDR-Wiedergabe ist da selbstverständlich. Dazu kommt eine optimierte Bewegungsdarstellung in Videos und Filmen. Wie gut das in der Praxis wirklich sichtbar ist, werden wohl die Tests zeigen. In punkto Kamera setzt ZTE auf eine Dual-Cam aus 12 Megapixel-Sensor mit F/1.75 Blende, OIS und 1,4 um großen Pixeln sowie 20 Megapixel Sensor mit 130 Grad Weitwinkel-Optik, also kein Zoom wie bei Samsung und Co. sondern eher die Richtung, die LG bei seinen Smartphones bisher gegangen ist. Die Frontkamera bietet 20 Megapixel.


Das nach IP68 staub- und wasserdichte Glasgehäuse des Axon 9 Pro liefert weiters Stereolautsprecher, Gesichtserkennung (allerdings ohne 3D-Sensoren) sowie offensichtlich ein Worldmodem, wobei zu den unterstützten LTE-Bändern noch keine Informationen vorliegen. ZTE spricht allerdings von weltweitem Roaming, was auf ein entsprechend vielseitiges Modem hoffen lässt. Das 7,9 mm dünne Gehäuse integriert einen 4.000 mAh Akku, der via USB-C oder kabellos mittels Qi-Ladepad geladen wird. Wie die Konkurrenz setzt auch ZTE stark auf künstliche Intelligenz, beispielsweise bei der Kamera sowie der Langzeitoptimierung der Performance, was ja schon Huawei vorgemacht hat. Ein kleines Spezialfeature am Schluss: ZTE spricht von einer integrierten Übersetzung in 29 Sprachen in Echtzeit. Was es damit auf sich hat, ist derzeit noch unklar. ZTE wird das Axon 9 Pro leider noch mit Android 8.1 Oreo ab September in den Handel bringen, als Verkaufspreis sind 649 Euro vorgesehen.

Quelle(n)

ZTE direkt von der IFA

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Autor: Alexander Fagot, 30.08.2018 (Update: 30.08.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.