Heute ist der letzte Tag der CES 2026, der größten Elektronikmesse der Welt, die jedes Jahr in Las Vegas stattfindet. Auch in diesem Jahr brachte die CES spannende Neuerungen, von dutzenden Laptops auf Basis von Intel Panther Lake über einen Saugroboter, der durch zwei Beine auch Treppen steigen kann, bis hin zu neuartigen Akkus auf Zellulose-Basis.
Die Reparatur-Experten von iFixit haben das Messegelände erkundet, um nicht etwa die besten, sondern die schlechtesten Produkte auszuzeichnen, die in diesem Jahr vorgestellt wurden. In mehreren Kategorien zeigt iFixit, dass neue Features häufig auch mit Risiken verbunden sind, ob für die eigene Privatsphäre, für den Geldbeutel oder auch für die Umwelt.
Schlimmste Umweltsünde: Lollipop Star
Der Lava Lollipop Star kombiniert den Geschmack eines Lollis mit einem Vibrations-Modul – beißt man auf den Lollipop, sollen die Vibrationen Musik erzeugen, der Kopf dient als Resonanzkörper. Der Haken? Ist der Lollipop aufgebraucht, ist dieser für die Mülltonne bestimmt, es gibt keine Möglichkeit, die Batterie zu tauschen, sodass es sich dabei um ein Einwegprodukt handelt, das nur wenige Minuten Spaß verspricht. Aus diesem Grund verleiht iFixit dem Lollipop Star den "Worst of Show"-Award für die schlimmste Umweltauswirkung.
Worst Enshittification: Bosch eBike Lock
"Enshittification" bedeutet für iFixit, ein Produkt durch neue Features schlechter zu machen. Dieser Preis geht an Bosch für das sogenannte eBike Lock. Diese Funktion soll Bosch E-Bikes weniger attraktiv für Fahrraddiebe machen, da der Motor nicht funktioniert, solange dieser nicht per Smartphone-App entriegelt wurde.
Allerdings bringt das eBike Lock auch Parts Pairing mit sich, sodass keine Ersatzteile mehr verwendet werden können, wenn diese nicht von Bosch gekauft und für das exakte Fahrrad freigegeben wurden – das erinnert an das Apple iPhone, und schränkt die Ersatzteil-Verfügbarkeit auch bei E-Bikes drastisch ein.
Schlimmster Datenschutz: Amazon Ring Überwachungs-System
Das schlimmste Datenschutz-Vergehen wittert iFixit bei Amazon, denn neue Ring Smart-Home-Kameras und die Ring Videotürklingel sammeln mehr persönliche Daten als je zuvor, von einer ständig aktiven Gesichtserkennung, über Rings mobile Überwachungs-Stationen, die öffentliche Bereiche rund um die Uhr im Blick behalten können, bis hin zum App Store, der diese Daten sogar an Drittanbieter schickt. Amazon will Kunden vermitteln, dass mehr Überwachung immer auch mehr Sicherheit bedeutet, und erhält dafür einen "Worst in Show"-Award.
Schlimmste Cyber-Sicherheit: Merach Ultra Laufband
Im Jahr 2026 besitzen selbst Laufbänder mehrere Sensoren, Internetzugang und eine künstliche Intelligenz, und können somit persönliche Informationen sammeln, inklusive potenziell sensibler Daten zur Fitness und Gesundheit. Dass der Preis für die schlechteste Cyber-Sicherheit an das chinesische Unternehmen Merach geht, liegt vor allem daran, dass der Konzern in den eigenen Privatsphäre-Richtlinien explizit angibt, dass der Schutz der gesammelten Daten nicht sichergestellt werden kann.
Worst in Show geht an ...
Sowohl der Preis für die schlechteste Reparierbarkeit als auch der "Gesamtsieg" gehen an den neuesten smarten Kühlschrank von Samsung, der den Türgriff durch einen Motor und eine künstliche Intelligenz ersetzt, die auf ein Codewort wie zum Beispiel "Sesam öffne dich" reagiert. iFixit hat Bedenken, dass der Kühlschrank dadurch noch komplexer wird – nachdem Samsung schon mit Defekten beim Kompressor, beim Touchscreen und beim Eiswürfel-Mechanismus zu kämpfen hat, könnte ein derartiger Mechanismus zu noch mehr Defekten führen.














