Test Lenovo ThinkPad X120e Notebook

Allen Ngo (übersetzt von Martina Osztovits), 04.07.2011

Ultraportables, preisgünstiges ThinkPad. Das ThinkPad X120e von 2011 gilt als Upgrade des X100e vom vorigen Jahr. Es ist eines der billigsten Thinkpads überhaupt und zudem Lenovo's erstes Notebook mit AMD Fusion E-350 APU und integrierter Radeon 6310 Grafik. Dieser Testbericht zeigt auf, wie sehr der neue Fusion Prozessor das 11.6-Zoll große ThinkPad verbessern kann.

In seiner Eigenschaft als Mitglied der ThinkPad X-Serie, lässt das X120e einige Merkmale teurerer ThinkPads vermissen, beispielsweise das ThinkLight der X200s und X301 Modelle. Ausgeglichen werden diese Mankos durch den Budget-freundlichen Preis. Zudem hat sich, dank Zwei-Kern AMD Fusion APU, verglichen mit dem X100e die Leistung verbessert.

Trotz anfänglich widersprüchlicher Aussagen von Lenovo war das Thinkpad X120e zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Tests nicht in Deutschland verfügbar.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Wer das ThinkPad X100e kennt, sollte wissen, was er sich vom Gehäuse des X120e erwarten kann. Obwohl das Gehäuse überwiegend aus Plastik gefertigt ist, ist die durchwegs matte Hülle überraschend fest, wodurch die Konstruktion angemessen dick und schwer wirkt. Auch wenn sie nicht so robust wie die Konstruktion aus einer Magnesiumlegierung  in teureren ThinkPads sein mag, rangiert das X120e dennoch im oberen Bereich gleich großer Netbooks. Einzig in der Mitte gibt der Displaydeckel etwas nach. Weiters erweisen sich die Scharniere, welche den Bildschirm mit der Basiseinheit verbinden, als robust. Trotzdem vibriert der Monitorteil leicht, wenn der Laptop auf Bus- oder Autofahrten eingesetzt wird.

Auf einen Transportverschluss musste aufgrund der Anordnung der beiden Touchpad-Tasten entlang der Mitte der Vorderkante verzichtet werden und man sollte beim Öffnen des Displaydeckels Vorsicht walten lassen. Wie schon beim X100e  Bericht erwähnt, könnte der Benutzer versehentlich versuchen den Bildschirm über den Spalt zwischen Touchpad-Tasten und Basiseinhalt anstatt zwischen den Touchpad-Tasten und dem Bildschirmdeckel anzuheben.

Die Hauptschwachstelle bei der Gehäusegestaltung liegt allerdings in dem vorstehenden 6-Zellen Akku an der Rückseite. Das kleinere Übel ist, dass der Akku die Größe des Laptops beträchtlich vergrößert, das größere, dass der Bildschirm nicht mehr gänzlich auf 180 Grad geöffnet werden kann, sondern nur etwa 10 Grad weniger, denn dann sitzt Außenseite des Deckels auf dem Akku auf. Modelle mit kleinerem 3-Zellen Akku weisen dieses Problem nicht auf.

Mit 1.5kg und 2.54cm Höhe, erweist sich der Laptop als ziemlich kompakt, aber auch als etwas dicker als erwartet. Die gesamte Verarbeitungsqualität wiegt den zusätzlichen Umfang aber mehr als auf.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Neben allen physikalischen Anschlüssen des X100e, bietet das ThinkPad X120e sogar mehr. An der Rückseite finden sich ein VGA-Ausgang auf der einen Seite und ein Stromanschluss auf der anderen. Wie bei vielen anderen Laptops auch, ist das VGA Kabel nicht verschraubbar.

Die rechte Seite beherbergt einen 4-in-1 Kartenleser (SD/MMC/MS/MSpro) einen Powered-USB-2.0-Port in der Nähe der Vorderkante und einen weiteren im hintersten Bereich. Seltsamerweise hat Lenovo den Kensington Lock Slot im X120e nun von ursprünglich rechts nach links verlegt.

Entlang der linken Seite finden sich die meisten Anschlüsse. Hier hat man Zugang zu dem Kombi-Audio-Port, RJ45 LAN-Anschluss, 1x USB 2.0 und - neu - zu einem HDMI-out. Linkshänders werden enttäuscht sein, dass alle vier Ports weit vorne platziert wurden, während die rechte Seite dagegen etwas nackt aussieht. Der Platz auf der Arbeitsfläche kann also für Benutzung einer Linkshändermaus eingeschränkt sein.

Vorderseite: Status LEDs
Vorderseite: Status LEDs
Linke Seite: Kensington Lock, Lüfter, 1x USB 2.0, RJ45 (LAN), 1x HDMI, Kombi-Audio
Linke Seite: Kensington Lock, Lüfter, 1x USB 2.0, RJ45 (LAN), 1x HDMI, Kombi-Audio
Rückseite: Stromanschluss, Akku, VGA
Rückseite: Stromanschluss, Akku, VGA
Rechte Seite: 4-in-1 Kartenleser, 2x USB 2.0
Rechte Seite: 4-in-1 Kartenleser, 2x USB 2.0
WWAN Erweiterung und SIM Slot
WWAN Erweiterung und SIM Slot

Die eingebauten Wireless-Module umfassen eine Broadcom Bluetooth 2.1 +EDR II und eine Realtek RTL8188CE 1x1 11b/g/n Wireless LAN PCI Express Half Mini Card, also ähnliche Komponenten wie das X100e. Die bereits zuvor erwähnte Gigabit Ethernet Schnittstelle erlaubt Verbindungen mit Ethernet Netzwerken. Zwischen WWAN Erweiterungsslot (Antennen und Verkabelung vorbereitet) und dem RealTek WLAN Chip befindet sich gut zugänglich ein SIM-Karten-Slot. Wie in den meisten Netbooks müssen die Benutzer ohne eingebautem optischen Laufwerk ihr Auslangen finden.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

Bei der Tastatur handelt es sich um eine typische ThinkPad Kost ohne Beleuchtung, allerdings für die kleinere Oberfläche adaptiert. Sie misst etwa 27cm in der Breite und 11cm in der Tiefe. Zu beachten ist, dass sich die FN Taste anstatt wie üblich die Ctrl-Taste im linken vorderen Eck befinden. Einerseits kann dies für Manche ein Ärgernis darstellen kann, andererseits kann die Belegung im BIOS vertauscht werden. Davon abgesehen, ist die Isolations-Tastatur überraschend leise, komfortabel und spricht ziemlich gut an.

Das einzige erwähnenswerte Problem des Tastaturlayouts sind die kleinen Pfeiltasten. Wer größere Finger hat, kann leicht versehentlich sowohl die Pfeil-Auf- als auch die Pfeil-Ab-Taste gleichzeitig erwischen. Zudem sind die benachbarten Bild-Auf- und Bild-Ab-Tasten etwas tiefer in den Rahmen eingelassen, sodass das taktile Feedback bei deren Betätigung etwas schwächer ausfällt. Außerdem gibt es keine eigene Taste für Scroll-Lock und keine LED für den Status der Feststelltaste. Ansonsten hat die Tastatur die samtige Haptik, den unverwechselbaren ThinkPad Stil und die Einfachheit in der Handhabung bewahrt.

Touchpad

Der bekannte Trackpoint sticht zwischen den G, H und B Tasten aufgrund der kleineren Abmessung der gesamten Tastatur noch mehr hervor als sonst. Das UltraNav Touchpad verdient ähnlich großes Lob wie die Tastatur. Mit Abmessungen von 7.5 cm Breite und 3.4 cm Tiefe könnte es aber gerne etwas größer sein, vor allem, weil es auch Multi-Touch-Gesten unterstützt. Sowohl Touchpad als auch Trackpoint verwenden die  benachbarten Tasten. Die mittlere Taste implementiert dabei vertikales Scrollen in Dokumenten und Webseiten. Unseren Erwartungen entsprechend weisen sowohl das Touchpad als auch der Trackpoint eine ausgezeichnete Präzision und Reaktionsfreudigkeit auf.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad
Pfeiltasten
Pfeiltasten

Display

Wie wir testen - Display

Das ThinkPad X120e nutzt einen 11.6-Zoll (26cm x 14cm) großen, matten Bildschirm mit einer nativen Auflösung von 1366x768 Pixeln. Diese Auflösung findet sich häufig bei 14-Zoll und sogar in preisgünstigen 15-Zoll Notebooks. Daher sollten alle, die sich bei der üblichen 720p Auflösung wohlfühlen, mit dem Bildschirm des X120e wie zu Hause fühlen. Allerdings werden Schriften und Details mit den Standardeinstellungen schon sehr fein dargestellt.

Unser X-rite i1Display 2 misst eine maximale Helligkeit von 194,8cd/m2 im oberen mittleren Bildsegment. Die Durchschnittshelligkeit von 185,1 cd/m2 ist niedriger als beim X100e. Wir wünschten, dass der Bildschirm des X120e heller wäre und eine Helligkeit über 200cd/m2 aufweisen würde. Andererseits scheint er eine bessere Ausleuchtung und einen besseren Kontrast aufzuweisen. Diese könnte als fairer Tausch für die insgesamt niedrigere Helligkeit gelten, bedeutet aber auch, dass die Helligkeit für einen komfortablen Außeneinsatz hoch aufgedreht werden sollte. Subjektiv wirken die Farben gut und das Bild scharf.

190.7
cd/m²
194.8
cd/m²
176.1
cd/m²
189.1
cd/m²
190.7
cd/m²
175.9
cd/m²
190.9
cd/m²
181.7
cd/m²
176
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
X-rite i1Display 2
Maximal: 194.8 cd/m²
Durchschnitt: 185.1 cd/m²
Ausleuchtung: 90 %
Helligkeit Akku: 145.7 cd/m²
Schwarzwert: 0.8 cd/m²
Kontrast: 238:1

Der vom Netbook gebotene Farbraum eignet sich nicht für einen professionellen Einsatz, da AdobeRGB und sRGB nur unzureichend abgedeckt werden. Aber professionelle Bildbearbeiter würden ohnehin nicht an einem unter 12-Zoll großen Bildschirm arbeiten wollen. Bezüglich Farbabdeckung entspricht das 120e in etwa dem 10.1-Zoll großen Samsung NF310 Netbook. Mit größeren und teureren Laptops wie dem 15.5-zölligen Sony Vaio VPC-EB3Z1E kann es aber nicht mithalten.

X120e vs. sRGB
X120e vs. AdobeRGB
X120e vs. Samsung NF310
X120e vs. Sony VPCEB3Z1E
Eingebaute WebCam
Eingebaute WebCam

Am matten Bildschirm zerstreuen sich, wie erwartet, die meisten Spiegelungen, daher ist ein Außeneinsatz im allgemeinen nicht so problematisch. Die oberhalb des Bildschirms eingebaute 0.3MP Webcam kommt mit schwacher Beleuchtung besser zurecht als der Durchschnitt.

Die Blickwinkelstabilität ähnelt jener im X100e, d.h. sie ist Notebook-typisch. In horizontaler Richtung ist sie gut, aber vertikal erweist sie sich, besonders beim Blick von unten, als weniger akzeptabel. Die Farben verändern sich praktisch unmittelbar, wenn man Videos aus einem geringfügig veränderten Winkel betrachtet.

DPC Latency Checker
DPC Latency Checker

Das Herz des ThinkPad X120e ist die neue AMD Fusion E-350 APU. Diese Zwei-Kern-CPU stellt definitiv eine Verbesserung zum Ein-Kern-Athlon Neo MV40 dar. Sie kann 1080p Videos abspielen und verspricht eine Verlustleistung (TDP) von nur 18 Watt (ink. GPU). Im Testgerät läuft der Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1.6GHz und 1024KB  L2-Cache.

Der Fusion Prozessor integriert außerdem eine Radeon 6310 GPU mit 80 unified Shadern. Ihre Leistung übertrifft jene der integrierten Radeon HD 3200 im X100e bei weitem. GPU-Z zeigt, dass die Radeon 6310 GPU mit 200MHz (Core) und 533MHz (Memory) niedriger taktet und standardmäßig DirectX 11 unterstützt. Doch unter Last kann der Kerntakt laut HWinfo auf 492,3MHz ansteigen. Wie die meisten integrierten Grafiklösungen, gibt es auch hier kein eigenes VRAM, womit die Radeon GPU je nach Bedarf den Hauptspeicher mitbenutzen muss.

Zwei Gigabyte PC3-10700 DDR3 SDRAM mit 1333MHz werden in einem einzigen Modul zur Verfügung gestellt. Die AMD A50M Hauptplatine kann maximal zwei Module unterstützen und ist nach Lösen von drei Schrauben an der Unterseite des X120e leicht zugänglich. Das Testgerät ist mit zwei Modulen ausgestattet und bieten eine Gesamtkapazität von 4 GB.

Auch ohne Solid-State Laufwerk sind die Bootzeiten gut. Ein Kaltstart ist mit den Standardeinstellungen nach 40 Sekunden beendet.

Der DPC Latency Checker zeigt wiederholt Latenz-Spitzen beim X120e und als Problemverursacher konnte das Lenovo Power Management Tool ausfindig gemacht werden. Wenn man es deaktiviert, verschwinden auch die Latenzspitzen, doch auch ein BIOS und Power Management Treiber Upgrade kann dieses Problem lösen. Ignoriert man es, so kann die Tonwiedergabe beim hören von Audiostreams stottern.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo GPUZ
Systeminfo HDTune
System information Lenovo ThinkPad X120e

In den CPU-orientierten Benchmarks beweist die Fusion E-350 APU eine starke Verbesserung gegenüber der Athlon Neo MV-40 CPU im X100e. Das X120e erreicht ein Ergebnis von 9,88 GIPS im Dhrystone und von 7,5 GFLOPS im Whetstone Benchmark. Zudem kann das Netbook WPrime 32m in etwa 72,1 Sekunden und WPrime 1024m in ca. 2257 Sekunden beenden. SuperPi kann 1 Million Stellen von Pi in 112 Sekunden bzw. 32 Millionen Stellen in 2458 Sekunden berechnen.

Der PCMark Vantage Test gibt eine Gesamt-Score von 2600 Punkten aus. Das ist mehr als ausreichend für heftige Textverarbeitungaufgaben und gemäßigtes Internet-Surfen mit Flash und Videos.

3.8
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
3.8
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
5.7
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
4.2
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
5.6
Primäre Festplatte
Datentransferrate
6.1
PC Mark
PCMark Vantage2600 Punkte
PCMark 71101 Punkte
Hilfe

Verglichen mit konkurrierenden Netbooks wie dem Acer Aspire One D255 und dem Samsung NF310 erreicht das X120e einen 57 Prozent und 64 Prozent höheren PCMark Vantage Gesamtscore. Zudem ist das Cinebench R10 Single 32-Bit Ergebnis des X120e mehr als doppelt so hoch als jenes der erwähnten Acer und Samsung Testgeräte, welche 509 bzw. 517 Punkte erreichten. Sowohl das Aspire One D255 als auch das NF310 sind mit einer 1.5GHz Intel Atom N550 CPU ausgestattet.

Das X120e übertrifft ebenso Netbooks mit Intel Atom N455 CPU, welche mit einer höheren Taktrate betrieben wird. In dem Mulit-Core Benchmark von Cinebench R10 32-Bit konnte der N455 getaktet mit 1.7 GHz 840 Punkte erreichen (Acer Aspire One 533-13DRR), mit einer Taktrate von 1.7 GHz waren es 888 Punkte (Asus Eee PC 1016P). Die 1.6GHz Fusion E-350 APU konnte hier 1997 Punkte erreichen.

Das 15.6-Zoll große Acer Aspire 5253 ist auch mit dem gleichen E-350 Prozesoor ausgestattet wie das X120e. Wie erwartet sind die 3DMark und CineBench Ergebnisse der beiden sehr ähnlich. Damit bietet das 11.6-Zoll große ThinkPad in etwa ähnliche Leistung wie das größere 15.6-zöllige, preisgünstige Aspire 5253.

Die Grafik-Benchmarks fallen für das X120e, umso mehr bedenkt man, dass es sich um ein Netbook handelt, ebenso gut aus. Die Ergebnisse übersteigen jene von Intels GMA 4500M HD. Dennoch quält sich das Netbook mit 3D-intensiven Spielen. Einige Spiele werden einigermaßen spielbar sein, jedoch müssen dazu die Grafikeinstellungen nahezu bis zum Minimum zurückgeschraubt werden. Weitere Informationen über die Grafikleistung entnehmen sie bitte unserer Spieleliste bzw. unserer Benchmarkliste mobiler Grafikkarten.

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
1044
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
1887
Cinebench R10 Shading 32Bit
1931
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
1140 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
2200 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
1938 Points
Hilfe
3D Mark
3DMark 2001SE8357 Punkte
3DMark 035728 Punkte
3DMark 06
 1280x768
2250 Punkte
3DMark Vantage672 Punkte
Hilfe
Easy HDD access

Im getesteten X120e ist eine ST320LT0 00-9VL142 SATA Festplatte von Seagate mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 5400 U/min verbaut. HD Tune  gab eine Durchschnittstransferrate von 85.3 MB/Sekunde aus. Dies stellt eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zu den 61.5 MB/Sekunden, welche wir zuvor für das X100e ermittelt hatten, dar. Von der Gesamtkapazität sind etwa 10 GB für die Lenovo_Recovery Partition reserviert.

320 GB - 5400 rpm
Minimale Transferrate: 35.2 MB/s
Maximale Transferrate: 107 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 85.3 MB/s
Zugriffszeit: 17.6 ms
Burst-Rate: 72.7 MB/s

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Das Betriebsgeräusch des X120e reicht von nahezu vollständig leise bis zu deutlich hörbar. Auch unter leichter Belastung schaltet sich der Lüfter nie vollständig ab. Während einfachen Textverarbeitungsaufgaben ist das Netbook nicht hörbar, außer man ist nur wenige Zentimeter vom Lüfterauslass entfernt. Nur unter Last ist das Lüftergeräusch in einer typischen Arbeitsdistanz hörbar, aber niemals so laut, dass es ein Videovergnügen vereiteln würde. Insgesamt sollte die Geräuschentwicklung kein Problem darstellen, wobei der Lüfter das Gehäuse außerordentlich gut kühl halten kann.

Temperatur

Beim X100e konnten wir feststellen, dass der Lüfter zu Lasten von leicht erhöhten Idle- und Lasttemperaturen leise arbeitete. Die Fusion APU Serie ist jedoch bezüglich Wärmeentwicklung optimiert, was man anhand der eindrucksvollen Temperaturdaten sehen kann.

Im Idle-Betrieb mit maximalen Energiesparoptionen, blieben sowohl an der Ober- als auch an der Unterseite die Oberflächentemperaturen vergleichsweise kühl und überschritten nirgends 30 Grad Celsius. Die Temperaturen nach einem mehr als einstündigen Stesstest mit FurMark und Prime95 sind noch eindrucksvoller. Es wurde gerade einmal ein Spitzenwert von nur 33,2 Grad Celsius erreicht, und das Netbook fühlte sich etwas warm an, aber nie unangenehm beim Einsatz auf den Oberschenkeln. Auch an der Unterseite blieb die Temperatur niedrig. Somit gab es keine Stellen, die sich unangenehm wärmer anfühlten als andere. Während der Messungen betrug die Umgebungstemperatur 21,2 Grad Celsius.

Auf ein mögliches Throttling wurde durch einen über zweistündiges Ausführen von Prime95 getestet. Während dieses Tests betrug die Umgebungstemperatur 27 Grad Celsius. Die Taktrate der GPU blieb dabei durchwegs konstant. Dagegen schwankten jene der CPU, zwischen 1,6GHz und 1,3GHz. Zudem steigt die Temperatur des Prozessors ziemlich hoch, auf 90 Grad Celsius, an. Wir konnten beobachten, dass das Netbook automatisch in den Schlafmodus fiel, sobald die Kerntemperaturen 92 Grad Celsius erreichten. Nichtsdestotrotz trat die Leistungsdrosselung erst unter unrealistischen Bedingungen auf (Volllast für viele Stunden). Daher braucht der Benutzer keine Leistungseinbußen bei alltäglichen Anwendungen befürchten. Der unmittelbar im Anschluss and den Stresstest ermittelte 3DMark06 CPU Wert betrug 951 Punkte, war also etwas niedriger als der ursprüngliche getestete Wert von 1033.

Max. Last
 31.8 °C31.2 °C29.6 °C 
 32.2 °C31.4 °C29.4 °C 
 31 °C31.4 °C28.8 °C 
Maximal: 32.2 °C
Durchschnitt: 30.8 °C
32.8 °C32.6 °C33.2 °C
32.6 °C32.4 °C32.6 °C
31.2 °C32.8 °C31.6 °C
Maximal: 33.2 °C
Durchschnitt: 32.4 °C
Netzteil (max.)  41.2 °C | Raumtemperatur 21.2 °C | FLUKE 62 Mini IR Thermometer

Lautsprecher

Lenovo entschloss sich, die beiden Stereolautsprecher an der nach unten abgeschrägten Vorderkante zu platzieren. Zwar ist dies eine etwas merkwürdige Entscheidung, doch die Idee dahinter ist, dass der Klang in einem bestimmten Winkel auf die Tischplatte trifft, bevor er den Benutzer erreicht.

Die Klangqualität ist, vor allem für einen Laptop unter 12-Zoll, ziemlich gut. Im Gegensatz zu vielen anderen kleinen Lautsprechern, leiden die verbauten nicht unter einem extrem schwachen Bass oder blechernem Klang. Sogar bei maximaler Lautstärke bleibt die Balance noch akzeptabel, obwohl für eine für eine gefälligere Qualität dennoch auf externe Lautsprecherlösungen zurückgreifen werden sollte. Wie weiter oben erwähnt, können diverse Kopfhörer- und Lautsprecheroptionen an die 3.5mm Kombi-Audo-Buchse an der linken Seitenkante angeschlossen werden.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Maximale Laufzeit - Reader's Test
Reader's Test
Minimale Laufzeit - Classic Test
Classic Test

Das Testmodell war mit einem 6-Zellen Akku, welcher 10.8V bei 5.2Ah liefert, ausgestattet. Laut BatteryEater Reader’s Test kann das X120e eindrucksvolle 591 Minuten lang ohne Netz betrieben werden. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber den 326 Minuten vom X100e. Diese Werte wurde unter Einschalten des Energiesparprofiles, Ausschalten der WiFi-Funktionalität und Reduzieren der Bildschirmhelligkeit auf das Minimum ermittelt.

Die vom BatteryEater Classic Test aufgezeichnete minimale Akkulaufzeit betrug etwa 157 Minuten, ermittelt bei voller Helligkeit, allen WiFi-Modulen an, und Höchstleistungsprofil.
Weiters wurde ein mehr praxisorientierter Akkutest bei einer Helligkeit von 13/15 und typischen Web-Surf Bedingungen ausgeführt. Hier beobachteten wir eine Laufzeit von 338 Minuten bis zur Warnung, dass der Akku nur noch zu 5% geladen ist.

Laut installiertem Lenovo Power Manager, beläuft sich der Stromverbrauch bei Idle und niedrigsten Energieeinstellungen auf nur 6 Watt. Unter Last, bei maximaler Helligkeit, ist der Energieverbrauch mit 27 Watt immer noch akzeptabel, bedenkt man, dass eine 6310 GPU verbaut ist.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
9h 51min
Surfen über WLAN
5h 38min
Last (volle Helligkeit)
2h 37min
Warning: No power consumption data found

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Mit dem ThinkPad X120e konnte Lenovo einige Aspekte, in welchen das X100e schwächelte, verbessern: Hardwaremäßig, gleichmäßigere Ausleuchtung des kontrastreicheren Bildschirms, und Erweiterung der bereits großzügigen Schnittstellenausstattung um einen HDMI-Port. Linkshänder könnte allerdings die Konzentration einer großen Anzahl von Schnittstellen an der linken Seitenkante missfallen.

Leistungsmäßig, brilliert das X120e verglichen mit dem X100e. Berücksichtigt man den Leistungszuwachs, die deutlich verbesserte Akkulaufzeit und die niedrigeren Oberflächentemperaturen, so vermag der Benutzer unmittelbar von der AMD Fusion Technologie im X120e profitieren. Während der Einsatz fernab einer Steckdose während eines ganzen Arbeitstages beim X100e nicht empfehlenswert erschien, so hält das X120e wenigstens eine Stunde länger durch als sein älterer Bruder. In Verbindung mit dem robustem Gehäuse und der ThinkPad Anmutung stellt das relativ preiswerte X120e ein würdiges Upgrade des X100e dar. Für Geschäftskunden und Reisende lohnt sich definitiv eine nähere Betrachtung.

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Im Test: Lenovo ThinkPad X120e-05962RU
Im Test:  Lenovo ThinkPad X120e

Datenblatt

Lenovo ThinkPad X120e

:: Prozessor
:: Mainboard
AMD A50M
:: Speicher
4096 MB, PC3-10700 DDR3 SDRAM at 1333MHz
:: Grafikkarte
AMD Radeon HD 6310 - Shared 1959 MB, Kerntakt: 200 MHz, Speichertakt: 533 MHz, 8.850.0.0
:: Bildschirm
11.6 Zoll 16:9, 1366x768 Pixel, spiegelnd: nein
:: Festplatte
320 GB - 5400 rpm, 320 GB 5400 U/Min Seagate ST320LT0 00-9VL142
:: Soundkarte
Conexant Cx20582 @ ATI SB750 - High Definition Audio Controller
:: Anschlüsse
3 USB 2.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: combo 3.5mm audio socket, Card Reader: 4-in-1 Card Reader (SD/MMC/MS/MS Pro),
:: Netzwerkverbindungen
Realtek PCIe GBE Family Controller (10/100/1000MBit), Thinkpad 1x1 11b/g/n Wireless LAN PCI Express Half Mini Card Adapter (b g n ), Bluetooth 2.1 w/ EDRII Bluetooth
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 30 x 280 x 210
:: Gewicht
1.5 kg Netzteil: 0.34 kg
:: Akku
57 Wh Lithium-Ion, 10.8V; 5.2Ah
:: Preis
580 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Professional 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: Silicon Motion 0.3MP, 12 Monate Garantie

 

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Links

  • Herstellerinformationen zum Testgerät

Price Comparison

Pro

+Klein und stabil
+Bessere Rechen und Grafikleistung
+Verbesserter matter Bildschirm
+Umfangreiche Kommunikations- und Schnittstellenausstattung
+Zufriedenstellende Akkulaufzeit
+Temperaturen auch unter Last niedrig
 

Contra

-Überstehender 6-Zellen Akku
-Etwas reduzierte Bildschirmhelligkeit
-Pfeiltasten etwas zu dicht gedrängt
-Kratzempfindliche Oberflächen

Shortcut

Was uns gefällt

Mit dem HDMI Port die insgesamt bessere Netbook-Leistung, welche zum größten Teil der Ausstattung mit AMD Fusion E-350 APU und integriertem Radeon 6310 Grafikchip zuzuschreiben ist.

Was wir vermissen

Einen helleren Bildschirm für einen angenehmeren Außeneinsatz und einen schlankeren 6-Zellen Akku.

Was uns verblüfft

Dass sich das X120e, unter Beibehaltung des attraktiven Preises, wesentlich gegenüber dem X100e verbessern konnte.

Die Konkurrenz

Gegenwärtig ist da HP dm1z ein weiteres 11,6-Zoll Netbook mit AMD Fusion C-350 CPU mit ähnlichen Preis, allerdings mit glänzendem Bildschirm. Fujitsu LifeBook A530, Lenovo IdeaPad G560, Acer Aspire One D255, Samsung NF310, Acer Aspire One 533, Asus Eee PC 1016P, Acer Aspire 5253.

Rating

Lenovo ThinkPad X120e
23.06.2011 v2
Allen Ngo

Gehäuse
85%
Tastatur
86%
Pointing Device
88%
Konnektivität
74%
Gewicht
91%
Akkulaufzeit
92%
Display
77%
Leistung Spiele
64%
Leistung Anwendungen
70%
Temperatur
90%
Lautstärke
95%
Auf- / Abwertung
85%
Durchschnitt
83%
86%
Subnotebook *
gewichteter Durchschnitt

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Autor: Allen Ngo (Update: 11.02.2014)