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Anonymous: Schlag gegen das Dark Web

Anonymous: Schlag gegen das Dark Web
Am vergangenen Freitag standen Besucher von rund 10.000 Tor-basierter Websiten vor verschlossenen Türen. Eine der Gruppe Anonymous nahestender Hacker hatte die Seiten außer Kraft gesetzt.

Statt der Startseite der anvisierten Websites, begrüßte die User eine Nachricht an den Hoster der Website: „Hallo Freedom Hosting II, ihr wurdet gehackt.“ Freeedom Hosting 2 ist für das Hosting von ca. 20 Prozent aller Dark-Web-Sites verantwortlich. Der Website „Motherboard“ verriet der Hacker in einer Email, dass das sein erster Hack überhaupt war. Eigentlich wollte er Anfangs nur ein wenig durch die Sites stöbern, so der Hacker weiter. Als ihm aber auffiel, dass mehr als die Hälfte des Speicherplatzes bei Freedom Hosting II aus Kinderpornographie bestand,  entschied er sich für den Schritt die Websites zu schließen. Freedom Hosting I wurde 2013 in einer Polizeiaktion genau deswegen geschlossen.

Zwar wurden die Kinderpronographie-Seiten gehackt, aber mit ihnen auch zahlreiche Hacker und Bitcoin-Sites, erzählt der Hacker reumütig. Trotzdem sei er sicher, das Richtige getan zu haben. Die Sicherheitsbehörden wird der Hack kaum freuen: Es ist bisher nur mit von Ihnen eingeschleuster Malware möglich die IPs im Tor-Netzwerk Personen zuzuordnen, durch den Hack sind diese mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu nutzen.

Dies ist nicht der erste Fall von Selbstjustiz in diesem Bereich. 2014 wurden Kinderpornographie-Links von einem Tor-Wiki von Hackern gelöscht.

Die Nachricht, die der Hacker hinterließ

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Autor: Christian Zed,  6.02.2017 (Update:  9.02.2017)