Notebookcheck

Apple: Aufbau eigener Server um von Amazon unabhängig zu werden

Um in Zukunft unabhängiger von Amazons AWS-Service zu sein, investiert Apple aktuell massiv in eigene Server. Das könnte sich langfristig auch finanziell für den Konzern mit dem Apfel-Logo lohnen.

Seit Apple seine iCloud im Jahr 2011 gestartet hat, setzt der Konzern auf Dienste wie AWS von Amazon, um die Daten seiner Nutzer zu speichern. Allerdings kostet dies einiges an Geld. So musste Apple im Jahr 2017 ganze 775 Millionen Dollar an Amazon für die Nutzung seiner Server überweisen. Um diese Kosten zu reduzieren, ist Apple aktuell damit beschäftigt, eigene Rechen- und Datenzentren aufzubauen. Vorbild für das Manöver könnte der amerikanische Cloud-Anbieter 'Dropbox' sein, der mit dem Wechsel auf eigene Server mehrere Millionen Dollar sparen konnte.

Diese Anstrengungen hat bereits dazu geführt, dass Apple schon letztes Jahr nur noch 370 Millionen Dollar an Amazon überweisen musste. Bisher dürfte sich das allerdings für Apple finanziell kaum rechnen, da alleine dieses Jahr 4,5 Milliarden US-Dollar für den Aufbau der Server ausgegeben werden sollen, während der Aufbau eines Datenzentrums in Dänemark in letzter Zeit ins Stocken geraten ist. Trotz der Investitionen dürfte es also noch einige Jahre dauern, bis Apple wirklich von externen Dienstleistern abhängig ist. Dies zeigt sich auch dadurch, dass Apple CNBC zufolge erst kürzlich einen Vertrag mit Amazon im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar unterschrieben hat, um auch in den nächsten 5 Jahren die Infrastruktur des Konzerns weiternutzen zu können.

Quelle(n)

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2019-04 > Apple: Aufbau eigener Server um von Amazon unabhängig zu werden
Autor: Cornelius Wolff, 29.04.2019 (Update: 29.04.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Seit ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.