Eine Spülmaschine einzuräumen, mag auf den ersten Blick wie eine simple Aufgabe erscheinen, doch sind es oft die vermeintlich einfachsten Alltagsaufgaben im Haushalt, die humanoide Roboter nur schwer ausführen können. Was für uns Menschen selbstverständlich ist, etwa mit besonders weichen oder fragilen Objekten zu hantieren, ist für die hochkomplexen bionischen Hände eines Roboters häufig eine Herausforderung.
Das Falten eines Hemdes, das Beziehen einer Matratze oder das Einsetzen von Blumen in eine Vase kann bereits äußerst anspruchsvoll sein. Aber auch das Greifen von empfindlichen Gegenständen, ohne diese zu zerdrücken, oder das Falten von Wäsche, ohne sie zu zerknittern, bringt aktuelle KI-Roboter oftmals an ihre Grenzen. Ein Beispiel ist der neue Haushaltsroboter 1X Neo: Er kann zwar einen Pullover falten, dabei fällt jedoch häufig ein Ärmel heraus.
Einblick in Chinas Trainingszentrum für humanoide Roboter
In Chinas größtem Trainingszentrum für humanoide Roboter im Pekinger Stadtbezirk Shijingshan lernen die intelligenten Helfer alltagsrelevante Fähigkeiten wie das Falten von Handtüchern, das Greifen von Medikamentenschachteln und das Verstauen von Besen. Mi Sutong von CGTN Digital gibt einen Einblick in das Zentrum, versucht sich selbst als „Datensammlerin” und zeigt, wie Roboter „zur Schule gehen”, um lebenspraktische Fähigkeiten zu erlernen.
Täglich werden in dem Zentrum mehr als 10.000 Trajektoriendatenpunkte der Humanoiden erfasst und in KI-Modelle für den realen Einsatz eingespeist. Die Roboter führen mithilfe ihrer menschlichen Coaches eine Aufgabe aus, beispielsweise das Falten eines Handtuchs. Hierzu nutzen die Coaches Tele-Operation mittels Controllern und VR-Equipment, um die Bewegungen der Roboter präzise zu steuern.
Dabei wird jede Bewegung der Gelenke und Finger als Zahlencode präzise gespeichert. Die KI nutzt diese riesigen Datensätze, um Muster zu erkennen und zu lernen, wie eine Aufgabe effizient und fehlerfrei ausgeführt werden kann. Schließlich wird das KI-Modell so trainiert, dass es die Bewegung selbst generieren kann. Die gesammelten Daten bilden die Grundlage für die autonome, praktische Intelligenz der Roboter. Wer sich ein genaueres Bild des Trainingszentrums verschaffen möchte, schaut sich am besten das unten aufgeführte Video an:





















