Notebookcheck

C-Force CF015C Portabler Monitor im Test

Allen Ngo, 👁 Allen Ngo, Andrea Grüblinger (übersetzt von Finn D. Boerne), 20.08.2019

Mobil, aber nicht allzu mobil. Der 15,6-Zoll-4K-UHD-Monitor CF015C ist schick und leicht. Leider benötigt er zum Betrieb ein klobiges externes Hub und mehrere Kabel.

Die Firma C-Force bietet auf Kickstarter eine ganze Reihe an portablen 15,6-Zoll-Bildschirmen mit unterschiedlichen Auflösungen und Features an - siehe Grafik unten. Die Bildschirme sind mobil einsetzbar und können überall dort verwendet werden, wo man mehr Bildschirmfläche benötigt - egal ob in der Arbeit, daheim oder im Café.

Unser Testgerät ist das Vorserienmodell des CF015C mit 4K-UHD-Display, dessen angepeilter Verkaufspreis bei 199 US-Dollar liegt. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Kickstarter-Präsenz des Unternehmens.

Weitere Monitore im Test: 

(Quelle: C-Force)
(Quelle: C-Force)
C-Force CF015C
Prozessor
Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 3840 x 2160 Pixel 282 PPI, spiegelnd: nein
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 6 x 356 x 226
Sonstiges
6 Monate Garantie
Gewicht
700 g
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Das Aluminiumgehäuse ist überraschend robust, insbesondere im Vergleich mit dem deutlich labileren Monitoren von Odake oder Lepow. Der Monitor beweist, dass es nicht zwingend Gorilla Glass braucht, damit sich ein Bildschirm mit schmalen Rändern hochwertig anfühlt. Trotzdem ist das matte Panel natürlich sehr einfach zu beschädigen.

368 mm 225 mm 8.8 mm 770 g356 mm 226 mm 6 mm 700 g350 mm 224 mm 10 mm 853 g292 mm 201 mm 8.5 mm 781 g280.6 mm 214.9 mm 5.9 mm 633 g
Praktische magnetische Folio-Schutzhülle
Praktische magnetische Folio-Schutzhülle
Das matte Display zieht Fingerabdrücke geradezu magisch an
Das matte Display zieht Fingerabdrücke geradezu magisch an
Leider sind die Magneten ziemlich schwach und der Monitor damit nicht sonderlich stabil
Leider sind die Magneten ziemlich schwach und der Monitor damit nicht sonderlich stabil
Einger möglicher Winkel
Einger möglicher Winkel
Angesichts des Preises sehr dünn und schick
Angesichts des Preises sehr dünn und schick
Abgesehen von einem einzelnen USB-C-Ports gibt es keine Anschlüsse
Abgesehen von einem einzelnen USB-C-Ports gibt es keine Anschlüsse

Anschlüsse

Am gesamten Bildschirm findet sich gerade mal ein einziger USB-C-Port, der mit dem CF120-Hub verbunden werden muss. Schließt man den Bildschirm direkt an einen Thunderbolt-3-Port am Laptop an passiert gar nichts. Der externe Hub muss also immer und überall dabei sein.

Vorne: keine Anschlüsse
Vorne: keine Anschlüsse
Links: kombinierte Lautstärkeregelung und Ein/Ausschalter
Links: kombinierte Lautstärkeregelung und Ein/Ausschalter
Hinten: keine Anschlüsse
Hinten: keine Anschlüsse
Rechts: USB Typ-C
Rechts: USB Typ-C

Zubehör und Garantie

Neben dem Monitor befindet sich diverses Zubehör in der Schachtel: Ein kurzes USB-Typ-C-auf-Typ-C-Kabel, ein zweites längeres USB-Typ-C-auf-Typ-C-Kabel, eine Schutzfolie, ein einstellbarer Ständer aus Kunststoff, eine weiche magnetische Folio-Schützhülle und der zum Betrieb benötigte CF120-Video-Central-Hub. Der Hub ist außerdem mit zusätzlichen USB-Ports und Anschlüssen für Strom und Video ausgestattet. Ein HDMI-Kabel oder Netzteil sind nicht im Lieferumfang enthalten.

Der Hersteller bietet kurze 6-monatige anstelle der sonst üblichen 12-monatigen Garantie an.

Der leichte Hub beinhaltet 2x USB Typ-A, 2x USB Typ-C, HDMI in voller Größe und 3,5-mm-Audio
Der leichte Hub beinhaltet 2x USB Typ-A, 2x USB Typ-C, HDMI in voller Größe und 3,5-mm-Audio
Im Hub steckt ein Lüfter
Im Hub steckt ein Lüfter
Die beiliegende Anleitung verdeutlicht, wie kompliziert der Hub ist. Man muss zunächst ein kompatibles Netzteil anschließen (1), dann ein USB Typ-C zu Typ-C-Kabel vom Hub zum Monitor (2) und zuletzt HDMI vom Hub zur Quelle
Die beiliegende Anleitung verdeutlicht, wie kompliziert der Hub ist. Man muss zunächst ein kompatibles Netzteil anschließen (1), dann ein USB Typ-C zu Typ-C-Kabel vom Hub zum Monitor (2) und zuletzt HDMI vom Hub zur Quelle

Display

Die Qualität des Panels ist durchschnittlich. Dank der hohen Auflösung und daraus resultierenden hohen Pixeldichte sollte das Bild theoretisch sehr scharf sein, das matte Panel ist aber leicht körnig und das Bild somit nicht ganz so knackig wie bei so manchem 4K-UHD-Ultrabook-Panel, wie zum Beispiel dem des HP Spectre x360 15. Außerdem haben weder die Helligkeitsregelung noch die sonstigen Bedienelemente unseres Vorserienmodells funktioniert, wodurch das Display bei 200 cd/m2 feststeckte. Laut Hersteller schafft das Panel bis zu 300 cd/m2.

Sowohl Kontrastverhältnis als auch Reaktionszeiten fallen angesichts des niedrigen Preises gut aus. Ultrabooks mit 4K-UHD-Panels wie das Dell XPS 15 oder bereits erwähnte Spectre bieten einerseits zwar tiefere Schwarztöne aber andererseits auch längere Reaktionszeiten.

Eine Modelle haben aufgrund des eingebauten Touchscreens Edge-to-Edge-Glas
Eine Modelle haben aufgrund des eingebauten Touchscreens Edge-to-Edge-Glas
Die Seitenränder sind gerade mal 8 mm breit
Die Seitenränder sind gerade mal 8 mm breit
Leichtes ungleichmäßiges Backlight Bleeding entlang der Kanten und in den Ecken
Leichtes ungleichmäßiges Backlight Bleeding entlang der Kanten und in den Ecken
RGB Subpixel-Geometrie
RGB Subpixel-Geometrie
179
cd/m²
188.4
cd/m²
188
cd/m²
191.9
cd/m²
205.7
cd/m²
201.8
cd/m²
214.7
cd/m²
215.9
cd/m²
219.8
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 219.8 cd/m² Durchschnitt: 200.6 cd/m²
Ausleuchtung: 81 %
Kontrast: 762:1 (Schwarzwert: 0.27 cd/m²)
ΔE Color 5.61 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 4.1 | 0.64-98 Ø6.3
100% sRGB (Argyll 3D) 88% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.22
C-Force CF015C
15.6, 3840x2160
Lepow Type-C Portable Monitor X0025I0D4P
15.6, 1920x1080
Odake BladeX 4K UHD
15.6, 3840x2160
Dell XPS 15 9570 Core i9 UHD
LQ156D1, IPS, 15.6, 3840x2160
HP Spectre x360 15-df0126ng
AU Optronics AUO30EB, IPS, 15.6, 3840x2160
Response Times
9%
-7%
-39%
-45%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
32.4 (19.2, 13.2)
30.8 (16.8, 14)
5%
40 (20.4, 19.6)
-23%
52.4 (27.6, 24.8)
-62%
57 (26, 31)
-76%
Response Time Black / White *
27.2 (17.2, 10)
23.6 (12.4, 11.2)
13%
24.4 (12.8, 11.6)
10%
31.6 (18, 13.6)
-16%
31 (16, 15)
-14%
PWM Frequency
1000 (23)
1000 (25)
Bildschirm
-51%
22%
10%
12%
Helligkeit Bildmitte
205.7
193.9
-6%
371.9
81%
451.9
120%
330
60%
Brightness
201
192
-4%
366
82%
414
106%
310
54%
Brightness Distribution
81
88
9%
88
9%
81
0%
87
7%
Schwarzwert *
0.27
0.75
-178%
0.31
-15%
0.36
-33%
0.37
-37%
Kontrast
762
259
-66%
1200
57%
1255
65%
892
17%
DeltaE Colorchecker *
5.61
6.66
-19%
6.36
-13%
5.62
-0%
4.03
28%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
10.87
18.75
-72%
10.34
5%
19.1
-76%
6.74
38%
DeltaE Graustufen *
4.1
7.6
-85%
3.7
10%
6.9
-68%
4.49
-10%
Gamma
2.22 99%
2.04 108%
2.19 100%
2.2 100%
2.57 86%
CCT
5904 110%
8567 76%
6474 100%
6254 104%
6744 96%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
88
39.3
-55%
91.7
4%
71.8
-18%
61
-31%
Color Space (Percent of sRGB)
100
61.8
-38%
100
0%
98.5
-1%
94
-6%
Colorchecker DeltaE2000 calibrated *
3.83
5.89
2.69
1.96
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-21% / -41%
8% / 17%
-15% / 1%
-17% / 3%

* ... kleinere Werte sind besser

Laut Hersteller soll der sRGB-Farbraum vollständig abgedeckt werden, was wir durch unsere Messungen bestätigen können. Tatsächlich schafft der Bildschirm sogar eine fast vollständige AdobeRGB-Abdeckung. Der Bildschirm bietet also sattere und tiefere Farben als die meisten Ultrabook-Full-HD-Panels.

vs. sRGB
vs. sRGB
vs. AdobeRGB
vs. AdobeRGB

Weitergehende Messungen mit einem X-Rite-Spektrofotometer haben ergeben, dass die Grautöne zwar nur durchschnittlich abgebildet wurden, aber Farben im AdobeRGB-Spektrum dafür sehr akkurat waren. Die Farbtemperatur liegt beispielsweise nur ganz knapp über dem erwarteten Wert und beträgt 5.904 K. Kurioserweise ließ sich das Display mit dem i1Profiler nicht weiter kalibrieren.

Graustufen (sRGB)
Graustufen (sRGB)
Sättigung (sRGB)
Sättigung (sRGB)
ColorChecker (sRGB)
ColorChecker (sRGB)

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
27.2 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 17.2 ms steigend
↘ 10 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind mittelmäßig und dadurch für Spieler eventuell zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 56 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (25 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
32.4 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 19.2 ms steigend
↘ 13.2 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 22 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (39.7 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 51 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9409 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Die Blickwinkel fallen erwartungsgemäß sehr weit aus. Farben und Kontrast verschieben sich wie bei einem IPS-Panel üblich erst bei extremen und unrealistischen Winkeln.

Großzügige IPS-Blickwinkel
Großzügige IPS-Blickwinkel

Emissionen

Geräuschemissionen

Der C-Force-Hub hat einen eingebauten Lüfter, der immer läuft, sobald das Gerät angesteckt wird. Mit rund 41 dB(A) ist der Lüfter sehr laut und in ruhigen Umgebungen, wie einem Konferenzraum oder einem Büro, störend.

Temperatur

Der Adapter wird überraschend warm
Der Adapter wird überraschend warm

Entlang der unteren Kante sind die Oberflächentemperaturen am höchsten und erreichen 40 bis 50 °C. Im Alltag sollte dies aber kein Problem sein, da der Bildschirm anders als ein Tablet nicht in der Hand gehalten wird.

Oberflächentemperaturen (Vorderseite)
Oberflächentemperaturen (Vorderseite)
Oberflächentemperaturen (Rückseite)
Oberflächentemperaturen (Rückseite)
Error: "0" heat distribution data found for specs ID 311092 / head id (should be one or two!)

Energieverwaltung

Energiebedarf

Unsere Messungen ergaben einen Energiebedarf von rund 17,5 W plus/minus ein paar Watt je nach Helligkeit. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass ein USB-Port mit 5 V/2 A für den Betrieb nicht ausreicht und eine stärkere Stromquelle benötigt wird. Der Monitor von Lepow lässt sich dagegen problemlos an einem solchen 5-V/2-A-Port betreiben. Wir empfehlen ein Netzteil mit mindestens 25 W für den C-Force-4K-UHD-Monitor.

Pro

+ sehr dünnes und schickes Design
+ natives 4K-UHD-IPS-Panel
+ stabil und hochwertig
+ breites Farbspektrum

Contra

- Helligkeit und Bedienelemente am Bildschirm nicht funktionsfähig
- USB-Typ-A-Ports am Hub nicht funktionsfähig
- keine eingebaute Batterie oder Lautsprecher
- Netzteil nicht im Lieferumfang enthalten
- Hub ist nicht lautlos, Lüfter läuft immer
- spezielles Hub zum Betrieb benötigt

Fazit

Im Test: C-Force CF015C portabler Monitor. Testgerät zur Verfügung gestellt von C-Force
Im Test: C-Force CF015C portabler Monitor. Testgerät zur Verfügung gestellt von C-Force

C-Force hat noch einen langen Weg vor sich. Abgesehen von den defekten Helligkeitstasten und Bedienelementen hat uns auch der externe Hub gestört. Dieser muss immer mitgeführt werden und der Monitor benötigt zum Betrieb mindestens drei Kabel: Strom-, HDMI- und Hub-zu-Monitor-Kabel. Sonderlich mobil oder komfortabel ist das unserer Meinung nach ehrlich gesagt nicht.

Außerdem war in der Schachtel auch kein Netzteil zu finden, wodurch man sich selbst um ein passendes 20 bis 25-W-USB-Typ-C-Netzteil kümmern muss.

Wenn der Bildschirm aber einmal läuft, hat sich der ganze Aufwand dank tiefer Farben und hoher Auflösung tatsächlich gelohnt. Trotzdem bieten vergleichbare mobile Monitore, wie der Odake BladeX, ein helleres 4K-UHD-Panel und verzichten auf den nervigen Hub. Die Full-HD-Varianten des C-Force-Monitors können ohne den Hub betrieben werden und sollten somit deutlich mobiler und benutzerfreundlicher sein als das von uns getestete 4K-UHD-Modell.

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Autor: Allen Ngo, 20.08.2019 (Update: 22.08.2019)