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CPU-Verkäufe brechen ein: Deutsche Händler melden Rekordtief

Die Verkäufe von Dekstop-CPUs sind Berichten zufolge rückläufig, was teilweise auf die steigenden Preise zurückzuführen ist.
ⓘ Intel/Pixabay
Die Verkäufe von Dekstop-CPUs sind Berichten zufolge rückläufig, was teilweise auf die steigenden Preise zurückzuführen ist.
Laut den neuesten CPU-Verkaufsdaten aus Deutschland erreichten die Gesamtverkäufe in Kalenderwoche 13 des Jahres 2026 den niedrigsten Stand aller Zeiten. Der AMD Ryzen 7 9800X3D war dabei die meistverkaufte CPU beim Händler Mindfactory, während Intel keine passende Antwort darauf hatte.

Der DIY-PC-Markt durchläuft derzeit eine schwierige Phase, da gestiegene Komponentenpreise viele Verbraucher vom Kauf abhalten. Unter Berufung auf die CPU-Verkaufsdaten des deutschen Händlers Mindfactory für Kalenderwoche 13 des Jahres 2026 berichtet TechEpiphany, dass die Verkäufe von Desktop-CPUs auf ein neues Rekordtief gefallen sind.

Mit anderen Worten: Die Verbraucher haben ihre CPU-Upgrades größtenteils auf Eis gelegt. Das überrascht kaum, denn ähnlich wie Grafikkarten und Arbeitsspeicher sind auch CPUs in den vergangenen Monaten teurer geworden. Wer also eigentlich zusammen mit schnellerem oder größerem RAM und einer besseren GPU auf eine neue CPU umsteigen wollte, scheint daran inzwischen deutlich weniger Interesse zu haben.

Laut TechEpiphany lag AMD in Kalenderwoche 13 weiterhin klar vorn und kam auf einen Anteil von 89,09 Prozent aller verkauften CPUs, während Intel lediglich 10,91 Prozent erreichte. Intel hat vor Kurzem die Core-Ultra-200S-Plus-Prozessoren auf Basis von Arrow Lake Refresh vorgestellt, die durchaus überzeugend ausfallen. So bietet etwa der rund 220 Euro teure Core Ultra 5 250K Plus ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis mit sehr guter Performance in Anwendungen und Spielen.

Es dürfte spannend werden zu sehen, ob die vergleichsweise günstigen Intel Core Ultra 5 250K Plus und Core Ultra 9 270K Plus Intels Position in den kommenden Wochen verbessern können. Es spricht einiges dafür, dass sich die Lage etwas entspannen könnte, da die RAM-Preise zuletzt wieder nachgegeben haben.

Darüber hinaus berichtet TechEpiphany, dass sich AM4-Prozessoren zwar langsamer verkaufen, Kunden aber weiterhin zu älteren Modellen wie dem Ryzen 7 5700X oder dem Ryzen 5 5500 greifen. Diese CPUs sind nicht nur deutlich günstiger als die aktuellen Zen-5-Modelle, sondern lassen sich auch mit erheblich preiswerterem DDR4-Arbeitsspeicher betreiben.

Intels meistverkaufte CPU in Kalenderwoche 13 des Jahres 2026 war schließlich der Core Ultra 7 265K – allerdings mit nur 10 verkauften Einheiten. Die KF-Version des Chips startete einst zu einem Preis von rund 400 Euro, ist bei Amazon inzwischen aber schon für 249 Euro zu finden. Dennoch handelt es sich hierbei um den einzigen Arrow-Lake-Prozessor in der Liste. Die übrigen verkauften Intel-CPUs setzen sich aus älteren Core-i5- und Core-i3-Modellen der 12. Generation sowie Core-i5-, Core-i7- und Core-i9-SKUs der 14. Generation zusammen.

Unter dem Strich hat sich an der relativen Position von AMD- und Intel-Prozessoren nichts verändert. Team Red dominiert die CPU-Verkäufe bei Mindfactory weiterhin klar. Verändert hat sich allerdings die Gesamtzahl der verkauften CPUs, die nun Berichten zufolge niedriger ist als je zuvor. Das fällt zeitlich mit sinkenden GPU-Verkäufen zusammen und deutet auf eine deutliche Schwäche des gesamten DIY-PC-Markts hin.

Quelle(n)

TechEpiphany auf Xquelle des Teaserbildes: Intel, Pixabay, bearbeitet

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > CPU-Verkäufe brechen ein: Deutsche Händler melden Rekordtief
Autor: Fawad Murtaza, 31.03.2026 (Update: 31.03.2026)