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Chūō-Shinkansen: Japans Magnetbahn kann gebaut werden

Der Streckenverlauf des Chūō-Shinkansen und Erdbebengefahr aus dem Jahr 2013
ⓘ JR Central
Der Streckenverlauf des Chūō-Shinkansen und Erdbebengefahr aus dem Jahr 2013
Japans Hochgeschwindigkeits-Magnetbahn Chūō-Shinkansen hat eine wichtige Hürde genommen. Aufgrund von Umweltbedenken hatte sich der Bau rund um Shizuoka verzögert. Doch nun wurde eine Einigung bekannt gegeben.

Die wahrscheinlich erste Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahn im Fernverkehr kann jetzt gebaut werden. Wie der öffentlich rechtliche japanische Sender NHK World berichtet, wurde eine wichtige Hürde für den Linear Chūō-Shinkansen genommen. Rund um Shizuoka, auf halbem Weg zwischen Nagoya und Tōkyō-Shinagawa gab es nämlich über Jahre Streit bezüglich möglicher Umweltauswirkungen durch den aufwendigen Tunnelbau.

Der Chūō-Shinkansen fährt nämlich in großen Teilen durch einen Tunnel und voraussichtlich mit bis zu 500 km/h zwischen den beiden Städten. Doch beim Bau am Ōi-gawa wurde befürchtet, dass der Fluss zu viel Wasser verlieren wird. Der Streit sorgte dafür, dass die Eröffnung der neuen Hochgeschwindigkeitslinie nicht mehr im Jahr 2027 möglich sein würde.

Jetzt kann aber mit dem Bau begonnen werden, denn die verantwortliche Bahngesellschaft JR Central wird nun den Fluss Ōi stärker berücksichtigen. Allerdings bestehen weiter Vorbehalte in der Region. Es ist wohl davon auszugehen, dass JR Centrals Bautätigkeiten intensiv beobachtet werden.

Zehn Jahre Bauzeit

Der Bau rund um Shizuoka wird wohl mehr als zehn Jahre dauern, so NHK. Wenn alles gut geht, könnte Japans Magnetbahn also 2037 eröffnen. Aktuell ist es weltweit das einzige Projekt dieser Art. China ist allerdings aktiv dabei, die Transrapid-Technik zu verbessern, um sogar 600 km/h zu erreichen. Aktuell betreibt China den Transrapid nur im Nahverkehr (siehe unsere Testfahrt: Wie sich der Transrapid im Jahr 2025 fährt). China hat zudem weitere Nahverkehrsmagnetbahnen in der Praxis im Einsatz.

Nach derzeitigem Stand dürfte Japan aber bei schnellen Magnetbahnen vorn liegen. Der Abstand ist aber zur Rad-Schiene bald nicht mehr sehr hoch. China will das Konzept auf 400 km/h beschleunigen, voraussichtlich noch dieses Jahr.

Die Reisezeit mit dem Chūō-Shinkansen soll sich auf rund 40 Minuten reduzieren. In einem weiteren Ausbauschritt soll Ōsaka in der Kansai-Region erreicht werden. Dazu kommt ein Zwischenstopp in Nara, wo auch schon Werbung für den neuen Zug rund um die Station JR Nara zu sehen ist. Zwischen Tōkyō-Shinagawa und Ōsaka soll die beste Reisezeit 67 Minuten betragen. Wie in Japan üblich wird es aber auch Local-Chūō-Shinkansen geben, die öfter halten.

Zum Vergleich: Japans Nozomi-Shinkansen, der schnellste Typ, braucht für die Strecke rund 2:15 Stunden. Trotz dieses Shinkansen gibt es auf der Strecke übrigens auch regen Flugverkehr. Vor allem zwischen den Innenstadt-Flughäfen Haneda und Itami ist viel los. Hier sind dann auch recht viele Fluggäste unterwegs, die nicht umsteigen (Originärverkehr). Aber auch Relationen mit anderen Flughäfen zwischen den beiden Städten werden bedient.

Laut NHK World werden die Kosten für das aktuelle Projekt auf umgerechnet rund 60 Milliarden Euro geschätzt (68 Milliarden USD). Japan hofft so, auch auf der regulären Shinkansen-Strecke mehr Platz für langsame regionale Shinkansen schaffen zu können. Die Strecke ist schon länger am Limit des Möglichen. Teils fahren Shinkansen im Fünf-Minuten-Takt von der Hauptstadt ab (nur gen Ōsaka).

Werbung für Japans Magnetbahn in JR Nara im Mai 2026.
ⓘ Andreas Sebayang / Privat
Werbung für Japans Magnetbahn in JR Nara im Mai 2026.

Quelle(n)

NHK World

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-07 > Chūō-Shinkansen: Japans Magnetbahn kann gebaut werden
Autor: Andreas Sebayang, 11.07.2026 (Update: 11.07.2026)