
DJI hat es wieder getan: Saugroboter DJI Romo 2 im Test
Transparente Bodenreinigung.
Mit dem Romo 2 bringt DJI seinen Saug- und Wischroboter in die zweite Generation. Neben spannenden und nützlichen Verbesserungen verschärft der Hersteller aber den größten Streitpunkt: das besondere Design.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
DJI Romo P2 Test-Fazit: Sinnvolle Verbesserungen, aber...
Insgesamt hat der DJI Romo P2 im Test einen richtig guten Eindruck hinterlassen und im Vergleich zur ersten Generation sinnvolle Neuerungen und Verbesserungen erhalten. Er hat in der Praxis ordentlich gereinigt, flächendeckend navigiert und Hindernisse zuverlässig erfasst, ist zudem leiser als viele Konkurrenten. Dazu bietet die App viele Einstellungsmöglichkeiten, um das Verhalten an die Gegebenheiten und Wünsche anzupassen.
Ein paar wenige Kritikpunkte muss der Romo 2 im Test aber dennoch hinnehmen, neben seiner recht hohen UVP. Das vielleicht größte Problem ist für viele vermutlich das Design. Gerade der Romo P2 mit seinem komplett transparenten Look dürfte für viele eher schwierig in der Wohnumgebung vorstellbar sein. Auch der Romo A2 ist mit seinem weißen, runden Kunststoffgehäuse nicht gerade unauffällig. Hier "tarnen" sich viele andere Saugroboter-Stationen deutlich besser im Haushalt, zumal es keinen Nachfolger des Romo S im komplett weißen Design gibt.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für den DJI Romo P2 beträgt 1.299 Euro und für den DJI Romo A2 1.199 Euro (jeweils in der Wassertank-Version). Im Handel sind sie teils bereits für weniger erhältlich, beispielsweise direkt bei DJI oder bei Amazon.
Im vergangenen Jahr hatte DJI mit der Romo-Serie seinen ersten Saug- und Wischroboter veröffentlicht. Dieses Jahr ist nun mit dem Romo 2 der Nachfolger auf den Markt gekommen.
An dem spektakulären, aber durchaus gewöhnungsbedürftigen transparenten Design hat sich 2026 nichts geändert - ganz im Gegenteil: die Lage hat sich noch verschärft. Dennoch hat DJI ihm einige Verbesserungen spendiert. Welche das sind und er wieder mit den gleichen Stärken wie der hervorragenden Hinderniserkennung aufwartet, verrät unser DJI Romo 2 Test.
Datenblatt DJI Romo 2 & Unterschiede zum DJI Romo
| Eigenschaft/Modell | DJI Romo P2/A2 | DJI Romo P/A/S |
|---|---|---|
| Navigation | 3D-ToF-LiDAR | LiDAR |
| Hindernisvermeidung | Dual-Fischaugen-Bildsensoren | Dual-Fischaugen-Bildsensoren |
| Saugleistung | 36.000 Pa | 25.000 Pa |
| Anti-Haarverhedderung | ja | ja |
| Seitenbürste ausfahrbar | ja | ja |
| Wisch-Technologie | 2 Wischmopps | 2 Wischmopps |
| Wischmopp ausfahrbar/anhebbar/ablegbar | ja/ja/nein | ja/ja/nein |
| Hindernisüberwindung | 8,5 cm | - |
| Höhe des Roboters | 98 mm | 98 mm |
| Absaugstation | ja | ja |
| Wasser-/Schmutzwassertanks | 4 / 3,2 l | 4 / 3,2 l |
| Moppwäsche | 80°C | 60°C |
| Mopp-Trocknung | ja | ja |
| Reinigungsmittel | ja, 2/1 Tanks | ja, 2/1/1 Tanks |
| Sprachassistent | ja | ja |
| Live-Video | Ja | Ja |
| Matter | nein | nein |
| Besonderheit | transparentes Design (P2 & A2) | transparentes Design (P & A) |
| UVP | 1.299 Euro / 1.199 Euro | 1.899 Euro / 1.599 Euro / 1.299 Euro |
Ausstattung: Drei wesentliche Verbesserungen
Der DJI Romo war im vergangenen Jahr in gleich drei Varianten auf den Markt gekommen: der komplett transparente Romo P, der teils transparente Romo A sowie der komplett weiße Romo S, die jeweils 300 Euro UVP auseinanderlagen, sich technisch aber nur in wenigen Details unterschieden haben.
2026 hat DJI etwas ausgemistet und auch den Preis in realistischere Dimensionen eingenordet. Der komplett transparente DJI Romo P2 (den wir getestet haben) liegt nun bei 1.299 Euro UVP, während der DJI Romo A2 für 1.199 Euro UVP vorfährt. Hier ist nur die Oberseite des Saugroboters, nicht aber die komplette Station im transparenten Design, was ihn insgesamt etwas unauffälliger macht. Einen Romo S2 im komplett weißen Design gibt es aktuell nicht.
Treu geblieben ist DJI der Tatsache, dass bis auf das Design nur kleine Unterschiede zwischen den beiden Modellen vorhanden sind. Diese sind genau genommen in der Station zu finden. Der DJI Romo P2 wartet, wie letztes Jahr der DJI Romo P, neben der Reinigungslösung auch mit einem Spot für einen Boden-Geruchsentferner auf. Zudem hat der Romo P2 erneut eine UV-Lampe zur Desinfektion des Staubbeutels und eine Trockenfunktion für den Roboter-Staubbehälter, die dem Romo A2 fehlen.
Kommen wir zu den Neuerungen und Verbesserungen im Vergleich zur ersten Generation. Der DJI Romo 2 wartet mit 36.000 Pa Saugleistung auf, was fast 50 Prozent mehr ist als zuvor. Dazu gibt es einen um nun 7,8 cm weiter ausschwenkenden Wischarm, während nun auch eine der beiden Seitenbürsten für die Eckenreinigung ausfahren kann. Das hatte vergangenes Jahr noch gefehlt. Dazu kommen weitere Optimierungen bei der Sensorik, die Moppwäsche mit nun 80°C (zuvor 60°C) sowie die Möglichkeit, Hindernisse in zwei Stufen bis zu einer Höhe von 8,5 cm zu überwinden (eine Stufe maximal 4 cm).
Zum Abschluss dieses Abschnitts noch ein paar Worte zum Lieferumfang. Neben dem Saugroboter sowie der Station sind eine Rollbürste für Teppich und starke Verschmutzungen sowie eine Gummiwalzenbürste mit Anti-Tangle-Funktion für Langhaarträger und Haustierbesitzer (vorinstalliert) sowie je eine Flasche Reinigungslösung und Boden-Desodorierer im Karton. Die Reinigungsmittel sind leider nicht nachfüllbar.
Zudem lagen dem Testsample drei Stromkabel (eines mit EU-Stecker) bei, die allesamt schwarz sind. Bei einem weißen und transparenten Saugroboter hätten wir hier ein weißes oder zumindest hellgraues Kabel optisch passender gefunden. In der uns vorliegenden "Clean More Combo" ist zudem ein Ersatzteilpaket mit Gummiwalze, acht Wischpads, zwei Seitenbürsten und zwei Ersatzfiltern enthalten.
Einrichten & App: Zahlreiche Optionen
Die Einrichtung des DJI Romo 2 läuft gewohnt ab. Zunächst wird - installierte DJI Home App und einen angelegten Account vorausgesetzt - eine Verbindung via Bluetooth aufgebaut, um dann den Zugang zum WLAN-Netzwerk (2,4 und 5 GHz) zu ermöglichen. Danach wird noch ein lokal gespeichertes Passwort zum Schutz sensibler Daten angelegt - schon ist der Saug- und Wischroboter bereit für die Kartierung.
Bei dieser fährt der Romo 2 in üblicher Manier seine neue Umgebung ab und legt hierbei binnen weniger Minuten eine virtuelle Karte an. Die Raumaufteilung hat in unserer Testumgebung solide funktioniert, der Detailgrad ist hoch. Es können bei Bedarf zahlreiche Anpassungen vorgenommen werden. Hierzu zählen neben der Bearbeitung und Benennung von Räumen unter anderem das Anlegen von No-Go-Zonen, Haustierbereichen und Schwellen sowie das Festlegen des Verhaltens bei Teppichen. Anschließend kann es richtig losgehen.
Für die Reinigung stehen vier Modi zur Wahl: "Saugen und Wischen", "Erst saugen, dann wischen", "Saugen" und "Wischen". Je nach gewähltem Modi lassen sich die Saugstärke (drei Stufen), das Wasserdurchflussniveau (fünf Stufen), die Route (Schnell, Standard, Fein) und die Verwendung der zwei Reinigungsmittel einstellen. Dann wird der DJI Romo 2 an die Arbeit geschickt, wobei er neben der gesamten Karte auch einzelne Zimmer oder ausgewählte Bereiche reinigen kann.
In der Übersicht zeigt die DJI Home App einen gerade laufenden Reinigungsvorgang in Prozent, auf der Karte auch bereits gereinigten Bereichen an. Dazu offeriert die App viele verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, unter anderem für die Reinigung und Hinderniserkennung, das Verhalten der Station und mehr. Auch Live-Video über eine verschlüsselte Verbindung samt Passwortschutz stellt die DJI Home App bereit.
Navigation & Hinderniserkennung: Wieder richtig gut
Wie schon im vergangenen Jahr verzichtet DJI auch beim Romo 2 auf den klassischen Laserturm. Stattdessen wird mit 3D-ToF-LiDAR und dualen Fischaugen-Visionsensoren in der Front die Umgebung wahrgenommen. Das klappt insgesamt sehr gut, auch wenn die Navigation nicht immer ganz so effektiv und systematisch erscheint wie bei manch anderem Modell. Das ist aber Kritik auf sehr hohem Niveau. Letztendlich entscheidend ist, dass er alle erreichbaren Bereiche abfährt, was der DJI Romo P2 im Test getan hat.
Das Fehlen des Lasterturms hat in der Regel eine geringere Bauhöhe zur Folge. Hier hat DJI aber nicht das Maximum herausgeholt. Mit 9,8 cm ist der Romo 2 fast zwei Zentimeter höher als beispielsweise der Roborock Saros 20 (ca. 950 Euro bei Amazon). Das fällt dem Testkandidaten beim Reinigen unter auf Beinen stehenden Möbeln das eine oder andere Mal auf die Füße. Schafft er es hingegen unter einen Schrank oder durchfährt er andere dunkle Bereiche wie einen nicht beleuchteten Raum, helfen seine zwei LEDs, die hier wie eine Unterbodenbeleuchtung verbaut sind und nicht (wie üblich) im Bereich der Kameras sitzen.
Der DJI Romo P hatte in unserem Test im vergangenen Jahr mit seiner hervorragenden Hinderniserkennung geglänzt und selbst eine flach auf dem Boden liegende Spielkarte erkannt und umfahren. Hier steht die zweite Generation in nichts nach. Auch der DJI Romo 2 hat im Test zuverlässig alle Hindernisse wie Klemmbausteine, Schnürsenkel und Co erfolgreich gemieden. Einzig eine (zugegebenermaßen schwierig zu erkennenden) kleine Wasserpfütze auf anthrazitfarbenen Fliesen hat der Romo 2 nicht erkannt und entgegen den Einstellungen in der App dennoch gesaugt. Einen Fleck Milch hat er hingegen (wie vorgegeben) nur wischend aufgenommen.
Eine Neuerung ist die Kletterfunktion. In einer Stufe kann der DJI Romo 2 bis zu 4 cm, in zwei Stufen maximal 8,5 cm überwinden. Im Test hat der Saug- und Wischroboter eine Doppelstufe von knapp 5 cm Höhe erklommen. Das Vorgehen war nicht sonderlich galant (wie auch bei diversen anderen Saugrobotern nicht), am Ende aber erfolgreich. Bei robustem Boden ermöglicht die neue Kletterfähigkeit den Zugang zu für den Vorgänger unerreichbaren Bereichen, z. B. in Altbauwohnungen mit hohen Türschwellen.
Reinigungsleistung: Noch mehr Reichweite
Wie eingangs geschildert, hat DJI für die Reinigungsleistung vor allem zwei Verbesserungen vorgenommen. Der DJI Romo P2 weist nun eine noch höhere Saugleistung auf, was ihm vor allem bei der Reinigung von Teppichen zugutekommt. Hier hat der Saugroboter zuverlässig den allermeisten Testschmutz aus den Teppichfasern geholt, auch wenn das Ergebnis nicht ganz so perfekt ist wie bei dem einen oder anderen Testkandidaten in der Vergangenheit.
Die zweite Neuerung ist, dass einer der beiden Wischmopps nun noch weiter ausfahren kann. Statt diesen nur bis zum Gehäuserand zu bewegen, kann der Romo 2 den Mopp bis zu 4,5 cm darüber hinaus von sich strecken. Ähnliche Fähigkeiten haben wir zuletzt unter anderem beim Mova V70 und dem Dreame X60 gesehen und sorgt gemeinsam mit der ausfahrbaren Seitenbürste für eine gründlichere Reinigung unter Möbelüberhängen, in Nischen und anderen schwierig bis gar nicht zu erreichenden Stellen. Für unser Empfinden könnte der DJI Romo 2 diese neue Möglichkeit im Test noch etwas intensiver nutzen. Aber es ist eine nützliche Verbesserung, die für eine noch größere Abdeckung sorgt.
Die Wischtechnologie mit zwei rotierenden Wischmopps ist der stets von frischem Wasser umspülten Wischwalze unterlegen. Nimmt der Roboter feuchten bzw. klebrigen Schmutz auf, wird dieser bis zur nächsten Reinigung in der Station in gewissem Maß weiter verteilt. Zudem hinterlassen Saugroboter mit zwei Wischmopps häufig kreisrunde Spuren auf Fliesen und Co - so teils auch hier. Insgesamt hat die Wischfunktion des Romo P2 im Test aber trotz dieser Einschränkungen einen guten Eindruck hinterlassen und auch hartnäckigere Verschmutzungen zumeist ordentlich - wenn auch teils erst nach mehrfachem überfahren.
Zur Reinigungsleistung zählt auch die Arbeit der Station. Diese reinigt die Wischmopps mit bis zu 80°C heißem Wasser und hat im Test gute Arbeit geleistet. Zudem trocknet sie anschließend die Mopps binnen standardmäßig drei Stunden mit 60°C temperierter Luft, wobei sie leise rauscht. Neben der Absaugung ist zudem eine Trocknung und UV-Bestrahlung des Staubbeutels an Bord, um Gerüche zu verhindern. Die Anti-Tangle-Funktion der zweigeteilten Gummibürste hat im Test gut funktioniert. Allerdings hat sich die Absaugung bei langen Haaren teils etwas schwergetan - mit dem Ergebnis, dass diese bei der nächsten Reinigung aus der Absaugöffnung hängend als kleines Schwänzchen hinter dem Roboter hergezogen wurden.
Akkulaufzeit & Stromverbrauch: Sparsam und leise
DJI verbaut einen 5.000 mAh bzw. 72 Wh großen Akku im DJI Romo 2. Nach unseren Erkenntnissen kann er mit Standardeinstellungen gut 80 Quadratmeter mit einer Akkuladung reinigen, wobei dies natürlich auch abhängig von den räumlichen Gegebenheiten ist. Die Ladezeit gibt der Hersteller mit drei Stunden an, was sich auch mit unseren Testeindrücken deckt.
Für die Vergleichbarkeit des Energiebedarfs lassen wir die Saug- und Wischroboter im Test 50 Quadratmeter in einer typischen Wohnumgebung mit Standardeinstellungen reinigen. Hierfür hat der DJI Romo P2 ca. 80 Minuten gebraucht und dabei rund 55 Prozent seines Akkus benötigt. Der komplette Reinigungs- und Ladevorgang hat gut 240 Wh verbraucht. Gemeinsam mit dem Standbyverbrauch von unter 2 W pro Stunde ergibt sich somit rechnerisch ein überschaubarer monatlicher Stromverbrauch von gut 8 kWh, wenn täglich 50 Quadratmeter vom DJI Romo 2 gereinigt werden sollen.
Positiv ist im Test zudem aufgefallen, dass der DJI Romo P2 angenehm leise arbeitet. Bei eingestellter Standard-Saugstärke (zweite der drei Stufen) haben wir ihn aus ca. 1 m Entfernung mit nur rund 55 dB gemessen. Damit ist er natürlich gut hörbar, aber unauffälliger als manch andere Saugroboter im Test.
Vorgänger DJI Romo P nur 849 Euro
Der DJI ROMO P bringt die von DJI-Drohnen inspirierte Sensortechnologie des Spitzenmodells in die Haushaltsreinigung. Mit Hinderniserkennung auf Millimeterebene, intelligenten Algorithmen und einer starken Saugleistung von 25.000 Pa sorgt er für eine kraftvolle und mühelose Reinigung von Hartböden und Teppichen.
Zwei ausfahrbare Roboterarme gewährleisten eine vollständige Reinigung bis in Ecken und an Kanten. Die selbstreinigende Basisstation mit Hochdruck-Wasserstrahl ermöglicht bis zu 200 Tage wartungsfreien Betrieb. Transparente Elemente am Roboter und an der Basisstation geben den Blick auf die präzise Technik im Inneren frei.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.
































