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Lefant M5 Pro Test

Saugroboter mit Wischwalze zum günstigen Preis: Lefant M5 Pro im Test

Schnäppchen oder Enttäuschung?

Ein Saugroboter mit moderner Wischwalze für unter 700 Euro UVP? Genau dies bietet der Lefant M5 Pro. Ob er mit seinen zumeist deutlich teureren Wischrollen-Kollegen mithalten kann uns was er sonst noch zu bieten hat, verrät unser Test.
Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Smart Home Robot Vacuum

Lefant M5 Pro Testfazit: Wischwalze alleine reicht nicht

Eigentlich würden wir den Lefant M5 Pro gerne lieben. Eine in der Regel gründliche Wischwalze in einem Saugroboter für 700 Euro UVP ist eine Seltenheit. In der Praxis hat sich der Kandidat im Test dann aber doch zu viele Schwächen geleistet, um uns zu begeistern.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die größte Stärke des Lefant M5 Pro ist zweifelsohne sein Preis. 699 Euro UVP - im Sale häufig sogar noch deutlich weniger - ist eine Ansage für einen Saugroboter mit Wischwalze. Wer eine der Gelegenheiten nutzt und sich das Gerät für unter 500 Euro Angebotspreis schnappt, bekommt einen einfach gestrickten Helfer bei der Bodenreinigung, der freie Flächen solide reinigt und ordentlich wischt - wenn auch nicht bis zum Rand.

Hohe Ansprüche darf hier aber niemand stellen. Im Test hat der Lefant M5 Pro nicht nur Schwächen bei der Navigation und Hinderniserkennung, sondern auch bei der Reinigungsleistung sowie der App offenbart. Über das eine oder andere lässt sich bei diesem Preis zwar hinwegsehen.

Aber einige wenige andere Saugroboter mit Wischwalze bieten in dieser Preisklasse teils sogar noch mehr. Das gilt beispielsweise für den Mova S70 Roller, der im Test mit mehr Features gepunktet hat. Laut UVP nur 100 Euro teurer, aber im Test viel besser performt hat der Ecovacs Deebot T90 Pro Omni. Beide Kontrahenten fahren ebenfalls mit Walzenmopp vor, können diesen für randloses Wischen aber ausfahren.

Pro

+ günstige UVP
+ gute Wischleistung auf Flächen
+ Station mit Reinigungsmitteldosierung
+ geringer Stromverbrauch

Contra

- Schwächen bei Navigation und Hinderniserkennung
- breite ungereinigte Ränder
- teils geringer Funktionsumfang und schlechte Lokalisierung der App

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung für den Lefant M5 Pro liegt bei 699 Euro. Erhältlich ist er unter anderem bei Amazon, teils zum deutlich geringeren Preis.

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429,99 €
Lefant M5 Pro Roller Staubsauger Roboter,Anheben des Wischmopps,Vermeiden von Hindernissen,18000 Pa,2.4G/5GHz Wi-Fi, Absturzsicherung,No-Go-Zone, Aufsaugen von Tierhaaren, Grau

Lefant steht für Saugroboter mit einer recht einfachen Ausstattung, die sich preislich meist unter den Modellen der bekannten Wettbewerber positionieren. Mit dem Lefant M5 Pro bietet der Hersteller seit einiger Zeit ein Modell an, das mit einer modernen Wischwalze bestückt ist.

Diese Wischtechnologie steht in der Regel für sehr gute Leistung bei der Nassreinigung. Ob dies auch für diesen Kandidaten zutrifft und was der Saug- und Wischroboter sonst noch zu bieten hat, verrät unser Lefant M5 Pro Test.

Datenblatt Lefant M5 Pro

Eigenschaft/Modell Lefant M5 Pro
Navigation dToF Laser
Hinderniserk. PSD 2.0
Saugleistung 18.000 Pa
Anti-Haarverhedderung ja
Seitenbürste ausfahr-/anhebbar nein/nein
Wisch-Technologie Wischwalze
Ausfahr-/anheb-/ablegbar nein/ja (8 mm)/nein
Akkukapazität k.A.
Höhe des Roboters 100 mm
Hindernisüberw. k.A.
Absaugstation ja
Wasser-/Schmutzwassertank k.A. / k.A.
Moppwäsche 75°C
Mopp-Trocknung ja
Reinigungsmittel ja
Sprachassistent nein
Live-Video nein
Matter nein
Farbe Schwarz
UVP 699 Euro
erhältlich bei Amazon

Ausstattung: Wischwalze als Mittelklasse-Highlight

Bevor wir auf die Leistung des Lefant M5 Pro im Praxis-Test eingehen, wollen wir zunächst einen Blick auf die Ausstattung werfen. Was bekommt man für 699 Euro UVP?

Die Saugleistung liegt laut Datenblatt bei 18.000 Pa. Das ist rund die Hälfte der aktuellen Flaggschiffe von Dreame, Roborock und Co, die aber zumeist auch (fast) doppelt so viel kosten. Für ein preiswertes Mittelklasse-Modell ist es ein solider Wert, auch wenn einige Kontrahenten auch hier eine 2 oder 3 vor der fünfstelligen Zahl aufweisen.

Lefant M5 Pro im Test
Lefant M5 Pro im Test

Eine Seltenheit in der Preisklasse um 700 Euro ist hingegen die Wischwalze im Heck des Saugroboters. Diese fällt mit 20 cm zwar relativ kompakt aus und ist auch nicht ausfahrbar. Sie verspricht aber, so zumindest die Theorie, eine zumeist bessere Wischleistung als Saugroboter mit den zwei klassischen Wischmopps. Zumal die bei Teppichreinigung um 8 mm anhebbare Walze auch hier ständig von frischem Wasser umspült und Schmutzwasser befreit wird.

Front des Saugroboters mit LiDAR
Front des Saugroboters mit LiDAR
Heck mit Versorgungsanschlüssen
Unterseite des Lefant M5 Pro...
...mit Wischwalze...
...sowie Hauptbürste und nicht ausfahrbarer Seitenbürste.
Die zwei üblichen Wassertanks in der Station...
... fallen recht kompakt aus.
Staubbeutel
Einfach gehaltener Tank für Reinigungsmittel
Reinigung der Wischfunktion mit entnehmbarer Schale

Begrenzt sind auf dem Papier die Möglichkeiten für Navigation und Hinderniserkennung. Auf der Oberseite verbaut Lefant zwar einen dToF-Lasersensor. Der sitzt allerdings unter einer Art "Kapuze", was ihm die 360-Grad-Sicht verwehrt. Für die Hinderniserkennung ist lediglich ein 190 Grad breiter PSD-2.0-Sensor in der Front verbaut. Von Kameras, wie in nahezu allen modernen Saugrobotern zu finden, fehlt jede Spur. Klingt positiv für Datenschutz-Fans, ist technisch aber nicht auf der Höhe.

Geliefert wird der M5 Pro von Lefant mit der gewohnten Reinigungsstation. Diese ist mit 75°C-Heißwasser-Moppwäsche durchaus zeitgemäß, die anschließende Kaltlufttrocknung ist es weniger. Positiv fallen auf den ersten Blick die kompakten Abmessungen auf. Mit ca. 38 cm Höhe ist die Station deutlich flacher als bei vielen Wettbewerbern.

Erkauft wird dies aber durch mit rund 3 l Volumen deutlich kleineren Tanks für Frisch- und Schmutzwasser. Sprich: Sie müssen öfter gefüllt bzw. geleert werden. Auf Augenhöhe mit anderen Modellen ist der 3,2 l große Staubbeutel für die automatische Absaugung. Auch ein Behälter zum Einfüllen von Reinigungsmittel ist dabei, auch wenn dieser sehr einfach gestrickt ist.

Lieferumfang des Lefant M5 Pro
Lieferumfang des Lefant M5 Pro

Der Lieferumfang umfasst neben dem Roboter und der Station zwei Seitenbürsten (von denen eine gleich montiert werden muss), ein Ersatz-Rollenmopp, zwei zusätzliche Staubbeutel, Ersatzfilter sowie eine Flasche Reinigungsmittel und ein Reinigungswerkzeug.

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Damit lässt sich der Lefant M5 Pro Saugroboter mit Absaugstation, hohen 18.000 Pa Saugleistung und Anti-Tangle Bürste für Tierhaare zum absoluten Schnäppchenpreis bestellen.

Einrichten & App: Kein reiner Wischmodus

Der Verbindungsaufbau zwischen Saugroboter, App und WLAN-Netzwerk hat im Test problemlos funktioniert. Voraussetzung ist ein Account in der Lefant-App für iOS oder Android. Anschließend kann es dann auch schon losgehen mit dem Anlegen der virtuellen Karte der neuen Arbeitsumgebung des Lefant M5 Pro.

Die Erkennung von einzelnen Räumen hat ordentlich, aber nicht perfekt funktioniert. Bei der Kartenbearbeitung gibt es weniger Auswahl wie bei anderen Herstellern. Wichtige Dinge wie das Anlegen von virtuellen Sperrzonen sowie das Aufteilen und Benennen von Räumen sind aber gegeben.

Übersicht mit Live-Fortschritt
Übersicht mit Live-Fortschritt
Reinigungseinstellungen
Reinigungseinstellungen
Kartenverwaltung
Kartenverwaltung
Einstellungen
Einstellungen

Anschließend kann der Lefant M5 Pro dann das erste Mal an die Arbeit gehen. Hierfür stehen die Modi "Saugen" sowie "Saugen + Wischen" zur Verfügung. Es gibt also keinen reinen Wischmodus, worauf wir weiter unten noch genauer eingehen. Die Saugleistung sowie die Wischfeuchtigkeit lassen sich in je vier Stufen anpassen sowie auch benutzerdefiniert für jeden Raum festlegen. Weitere Möglichkeiten gibt es hier nicht.

Ein paar weitere Optionen für die individuelle Anpassung warten im Menü. Dort stehen neben Reinigungshistorie und zeitgesteuerter Reinigung unter anderem verschiedene Einstellungen für das Dock sowie das Verhalten bei Teppich zur Wahl. Die Anbindung an die Sprachassistenten Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Siri ist möglich. Die eigene Sprachausgabe des Roboters ist nur auf Englisch gegeben. Dazu passend gibt es einige Schwächen bei der deutschen Lokalisierung der Lefant App. Kurzum: Solide und nutzbar, aber es gibt definitiv bessere und ausgereiftere Saugroboter-Apps.

Navigation & Hinderniserkennung: Ohne Kamera

Wie eingangs erwähnt, ist dem Laser nur eine Sicht nach vorne vergönnt. Dies führt dazu, dass sich der Lefant M5 Pro gelegentlich um die eigene Achse dreht, um sich genau zu orientieren. Während dies nicht ideal, aber noch zu verkraften ist, haben uns im Test zwei Sachen noch mehr gestört.

Zum einen ist der Saugroboter teils etwas verwirrt umhergeirrt, hat teilweise den Weg zur Station für Reinigungsstopps des Wischmopps während des Arbeitsvorgangs nur schwer gefunden. Und zum anderen hat er in der Praxis leider auch nicht immer zuverlässig alle Räume während eines Reinigungsvorganges gereinigt, obwohl der Weg dorthin frei war. Ein Raum wurde bei der vollflächigen Reinigung häufiger ausgelassen, bei gezielter Reinigung des Zimmers hingegen problemlos gereinigt.

An Möbeln hat der Lefant M5 Pro im Test oft einen recht großen Sicherheitsabstand gelassen.
An Möbeln hat der Lefant M5 Pro im Test oft einen recht großen Sicherheitsabstand gelassen.
Viele Hindernisse haben den Saugroboter überfordert - selbst eine herumliegende Socke wurde verschoben.
Viele Hindernisse haben den Saugroboter überfordert - selbst eine herumliegende Socke wurde verschoben.

Überschaubar sind unsere Erwartungen bereits vor dem Test des Lefant M5 Pro hinsichtlich der Hinderniserkennung gewesen. Und hier wurden wir auch leider nicht eines Besseren belehrt. Der Saugroboter ist zwar mit einem 190 Grad breiten PSD-2.0-Sensor in der Front bestückt, hat aber keinerlei Kamera an Bord. Das verhindert nicht nur das Erkennen von Verschmutzungen wie Wasserflecken auf dem Boden. Sondern es macht auch zum einen die Navigation in schwierigem "Gelände" wie unter einem vor Stuhlbeinen wimmelten Bereich unter einem Esstisch, schwierig bis eingeschränkt. 

Und zum anderen limitiert es auch stark bei der Erkennung von Legosteinen, Kabeln und Co. Kurzum: Vor allem kleine und leichte Gegenstände werden gar nicht erkannt und zumeist über den Haufen gefahren und umhergeschleift. Selbst eine auf dem Boden liegende Socke hat der M5 Pro erst erkannt und umfahren, nachdem diese bereits einige Zentimeter über den Boden geschoben wurde. Das ist nicht mehr wirklich zeitgemäß - selbst nicht in dieser Preisklasse.

Reinigungsleistung: Solide, aber mit einigen Einschränkungen

18.000 Pa und Wischwalze klingt auf dem Papier nach einer soliden Reinigungsleistung. Die gibt es am Ende auch in der Praxis - zumindest auf glatten Böden. Gerade bei etwas höheren Teppichen müssen aber Abstriche gemacht werden. Hier hat der Lefant M5 Pro zwar den Großteil des verteilten Testschmutzes wie Hundehaare und feinen Sand aufgenommen, aber auch deutlich mehr zurückgelassen als viele andere (aber oft auch teurere) Testkandidaten. Die Anti-Tangle-Funktion gegen verwickelte Haare an der Bürste hat solide, aber nicht restlos funktioniert.

Die Wischleistung des Lefant M5 Pro war im Test...
Die Wischleistung des Lefant M5 Pro war im Test...
...insgesamt besser als die Saugleistung auf Teppich.
...insgesamt besser als die Saugleistung auf Teppich.

Die Wischfunktion soll das Highlight des recht preiswerten Saugroboters sein. Mit seiner Wischwalze hat er im Test auch ein ordentliches Ergebnis abgeliefert, unter anderem einen angetrockneten Ketchupfleck nach zweimaligem Überfahren nahezu komplett entfernt. Allerdings gibt es bei solch schmierigen Flecken ein Problem. Ohne Kamera erkennt der Saugroboter diese nicht automatisch. Und einen reinen Wischmodus gibt es in der App auch nicht. Das bedeutet, dass er immer saugend und mit der Seitenbürste fröhlich verteilend durch solche Verschmutzungen fährt.

Beim Wischen entsteht automatisch ein mindestens 7 cm ungewischter Rand.
Beim Wischen entsteht automatisch ein mindestens 7 cm ungewischter Rand.

Zudem fällt durch die durchaus gleichmäßigen Spuren der 20 cm breiten Wischwalze auf, dass der Lefant M5 Pro in unserer Testumgebung selbst freie Flächen nicht immer komplett flächendeckend gereinigt hat. An Rändern und in Ecken wird er zwangsweise noch nachlässiger. Weder die Seitenbürste noch die Wischrolle sind zur Seite ausfahrbar.

Dies führt, gemeinsam mit der nicht perfekten Navigationsfähigkeit des Lefant M5 Pro, ganz automatisch zu ungereinigten Bereichen entlang von Möbeln und Co. Während die Seitenbürste weit außen am Gerät positioniert ist und so zumindest randlos, aber nicht bis in Ecken hineinfegt, bleibt entlang von Fußleisten, Stuhlbeinen und Co immer ein (mindestens) 7 cm breiter Streifen nicht gewischt. Dazu kommen Einschränkungen bei der Reinigung unter Möbeln durch die Höhe von 10 cm.

Akku & Stromverbrauch: Sparsam, aber langsam

Bei unseren Saugroboter-Tests lassen wir stets rund 50 Quadratmeter mit mittlerer Saug- und Wischleistung reinigen. Für diese Aufgabe hat der Lefant M5 Pro im Test gut zwei Stunden gebraucht. Das ist im Vergleich zu vielen anderen Modellen sehr lang und liegt zum Teil an der nicht wirklich ausgereiften Navigation.

Der Lefant M5 Pro in seiner Station
Der Lefant M5 Pro in seiner Station

Der Akkustand zeigte nach der Aufgabe knapp unter 50 Prozent, was solide ist. Somit lassen sich bis zur üblichen Grenze von 15 Prozent Akkustand mit den Standardeinstellungen ca. 80 Quadratmeter bearbeiten. Negativ ist die lange Ladezeit aufgefallen, die für den kompletten Vorgang bei rund 5 Stunden lag.

Rechnen wir den beim Reinigungszyklus von 50 Quadratmeter benötigten Stromverbrauch samt anschließender Absaugung, Moppreinigung und -trocknung sowie dem geringen Standbyverbrauch bei täglicher Nutzung hoch, kommen wir auf einen monatlichen Stromverbrauch von unter 5 kWh, womit sich der Lefant M5 Pro als sparsamer Saugroboter präsentiert. Hinsichtlich der Betriebsgeräusche ist er im Test weder sonderlich positiv noch negativ aufgefallen.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Marcus Schwarten, 24.06.2026 (Update: 24.06.2026)