
Was taugt das Saugroboter-Schnäppchen mit Wischmopps und Station? Lefant M3 Max Test
Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Lefant M3 Max Test-Fazit: Solide Leistung zum (meist) günstigen Preis
Der Lefant M3 Max lebt vor allem von seinem Preis. Häufig ist der Saugroboter mit Wischfunktion und Reinigungsstation für nur rund 350 Euro im Handel erhältlich, was deutlich weniger ist als die UVP in Höhe von knapp 700 Euro.
Gemessen am Angebotspreis bietet der Lefant M3 Max eine ordentliche Leistung. Er macht nichts auf Spitzenniveau, reinigt aber ordentlich und ohne großes Aufsehen. Wer keine allzu hohen Ansprüche, überwiegend glatte Böden sowie in der Regel keinen Kleinkram auf dem Boden herumliegen hat, der bekommt einen Saug- und Wischroboter mit recht einfacher Ausstattung zum attraktiven Preis.
Die vollen 700 Euro gemäß UVP würden wir für den Lefant M3 Max aber in keinem Fall bezahlen. Da ist beispielsweise der besser ausgestattete Dreame L10s Ultra Gen 3 mit 599 Euro UVP die deutlich attraktivere und hochwertigere Wahl.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Lefant M3 Max beträgt 699,99 Euro. Im Handel ist er meist für deutlich weniger zu haben, da Lefant zum Beispiel häufig Coupon- und Rabattaktionen bei Amazon durchführt.
Inhaltsverzeichnis
- Lefant M3 Max Test-Fazit: Solide Leistung zum (meist) günstigen Preis
- Ausstattung: 20k Saugkraft und kompakte Station
- Einrichten und App: Luft nach oben
- Navigation und Hinderniserkennung: Erfordert Ordnung
- Reinigungsleistung: Solide auf glatten Böden
- Akkulaufzeit und Stromverbrauch: Sparsamer Saugroboter
Neben den großen Herstellern wie Roborock, Dreame, Mova und Ecovacs bieten auch viele weniger bekannte Hersteller Saugroboter an. Lefant ist einer von ihnen und positioniert sich mit seinen Modellen im erschwinglichen Preisbereich. Das aktuelle Top-Modell ist der Lefant M3 Max.
Aber was taugt das Saugroboter mit Wischfunktion? Und was erhält man für sein Geld? Ob dieses Modell ein guter Fang zum attraktiven Preis ist oder ob man lieber die Finger vom Lefant M3 Max lassen sollte, klärt unser Lefant M3 Max Testbericht.
Datenblatt Lefant M3 Max
| Eigenschaft/Modell | Lefant M3 Max |
|---|---|
| Navigation | LiDAR |
| Hindernisvermeidung | 190° PSD |
| Saugleistung | 20.000 Pa |
| Anti-Haarverhedderung | nein |
| Seitenbürste ausfahrbar/anhebbar | nein/nein |
| Wisch-Technologie | 2 Wischmopps |
| Ausfahrbar/anhebbar/ablegbar | nein/ja (9 mm)/nein |
| Höhe des Roboters | 9,7 cm |
| Absaugstation | ja |
| Wasser-/Schmutzwassertanks | 3,2 l / 3 l |
| Moppwäsche | ja |
| Heißwasser | ja |
| Mopp-Trocknung | ja |
| Reinigungsmittel | nein |
| Kletterfunktion | nein |
| Sprachassistent | nein |
| Live-Video | nein |
| Matter | nein |
| Farbe | Grau |
| UVP | 699 Euro |
| erhältlich bei | Amazon |
Ausstattung: 20k Saugkraft und kompakte Station
Der Lefant M3 Max wartet mit der üblichen LiDAR-Navigation in einem starren Laserturm auf. In der Front sitzt über die komplette Breite eine Hinderniserkennung, die allerdings komplett ohne Kamera auskommen muss. Die Saugleistung ist mit 20.000 Pa angegeben. Damit ist der Abstand zu aktuellen Flaggschiff-Modellen, die meist bei 25.000 bis 30.000 Pa liegen, auf dem Papier gar nicht mal so groß. Entscheidend ist allerdings, was davon in der Praxis auf dem Boden ankommt, worauf wir weiter unten in unserem Lefant M3 Max Test eingehen.
Auch die Wischfunktion ist relativ einfach gehalten, was in dieser Preisklasse nicht verwunderlich ist. Der M3 Max setzt auf zwei rotierende Wischmopps. Die sind weder ableg- noch ausfahrbar und können um 9 mm angehoben werden. Auch die kleine Seitenbürste ist nicht ausfahrbar.
Die fast wie ein quadratischer Würfel dastehende Basisstation in grauer Farbe wirkt mit seinem Hochglanzplastik etwas "billig", fällt mit ca. 36 cm Höhe aber kompakt aus. Sie umfasst eine Absaugfunktion in einen Staubbeutel sowie die Reinigung der Wischeinheit mit 45°C temperiertem Wasser und anschließender Trocknung per Luftstrom.
Die transparenten Wassertanks sitzen gut sichtbar auf der Oberseite, was optisch nicht so ansprechend ist wie bei vielen anderen Modellen. Zudem sind sie sehr flach geformt, was das Befüllen ohne Wasser zu verschwappen schwierig macht. Praktisch ist hingegen, dass der Boden der Station für eine einfachere Reinigung entnommen werden kann.
Lefant legt im Lieferumfang eine kleine Flasche Reinigungsmittel bei. Die muss aber manuell in den gut 3 l fassenden Frischwassertank gegeben werden. Eine automatische Reinigungsmitteldosierung ist für diesen Preis aber auch nicht erwartbar. Zudem liegen je ein Ersatzstaubbeutel, zwei zusätzliche Wischmopps und eine zweite Seitenbürste neben der obligatorischen Kurzanleitung bei.
Leistungsstarke Saugroboter zu attraktiven Preisen
Lefant steht für leistungsstarke Saugroboter, die moderne Funktionen mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis verbinden. Vom Einstiegsmodell bis zur M3-Serie bietet das Sortiment starke Saugleistung, App-Steuerung und praktische Lösungen für Tierhaare und den Alltag.
Besonders Modelle wie der M3 Max kombinieren automatische Wischfunktionen und smarte Navigation zu einem nahezu wartungsfreien Reinigungserlebnis. Wer aktuell nach einem neuen Saugroboter sucht, sollte auch auf laufende Angebote im Lefant-Portfolio achten – hier lassen sich Premium-Features oft zu deutlich reduzierten Preisen finden.
Einrichten und App: Luft nach oben
Die Einrichtung des Lefant M3 Max hat in unserem Test problemlos funktioniert. Der Verbindungsaufbau zwischen App, Roboter und heimischen WLAN war zügig erledigt, nachdem ein Account angelegt bzw. der Login erfolgt war.
Anschließend folgt die obligatorische Kartierungsfahrt, bei der der M3 Max auf Wunsch auch gleich reinigen kann. Wir haben uns für die klassische schnelle Kartierung entschieden, die mit rund 10 Minuten allerdings etwas länger gedauert hat als bei vielen Wettbewerbern. Das ist aber zu verkraften. Schließlich ist dies nur einmal erforderlich.
Für die Bearbeitung der virtuellen Karte(n) stehen deutlich weniger Optionen zur Wahl als bei Roborock, Dreame und Co. Das Zusammenführen und Teilen sowie Benennen von Räumen ist möglich, ebenfalls das Anlegen von Sperrzonen. Somit sind die wichtigsten Dinge vorhanden. Zudem kann die Reinigungsreihenfolge individuell festgelegt werden.
Auch bei der Reinigung bietet die Lefant App eine ordentliche, aber keine üppige Auswahl. Der Roboter kann nur Saugen sowie Saugen und Wischen, aber nicht nur Wischen. Die Saugstärke ist in vier Stufen einstellbar. Die Wischfeuchtigkeit lässt sich nur über die Länge der einzelnen Intervalle, bis es wieder zum Nachfeuchten der Wischmopps an die Station geht, festlegen. Praktisch: Unter "Custom" lässt sich die Einstellung für jeden Raum individuell festlegen.
Auch bei den Einstellungen sind die Möglichkeiten begrenzt, unter anderem für das Verhalten bei Teppich. Die Sprachausgabe ist derzeit nur in Englisch möglich. Einen eigenen Sprachassistenten gibt es nicht. Der Saugroboter kann aber mit Amazon Alexa und Google Assistant gekoppelt werden. Zudem gibt es in der optisch ansprechend gestalteten App ein paar nicht ganz geglückte Lokalisierungen in die deutsche Sprache. Insgesamt klappt die Nutzung der Lefant App. Sie kann aber nicht mit denen der Platzhirsche mithalten.
Navigation und Hinderniserkennung: Erfordert Ordnung
Wie die meisten anderen Saugroboter, setzt Lefant im M3 Max ebenfalls auf das etablierte LiDAR. Dies ermöglichte im Test eine im Großen und Ganzen systematische Navigation durch unsere Testumgebung, wobei die eingeschlagenen Pfade nicht immer ganz nachvollziehbar waren.
Wichtig ist letztendlich, dass er alle Bereiche erreicht, was weitestgehend der Fall war. Allerdings war das Anfahren von Engstellen im Test nicht zu 100 Prozent zuverlässig. Zudem hat der Roboter entlang von Möbeln einen für unseren Geschmack etwas zu großen Sicherheitsabstand gelassen. Das führt gemeinsam mit dem nicht ausfahrbaren Wischmopps zu einem schmalen nicht gereinigten Streifen entlang von Möbeln, Fußleisten und Co.
Außerdem agiert der Saugroboter sehr langsam und vorsichtig. Das macht sich am Ende auch in der Reinigungszeit bemerkbar, die über der vieler (teurerer) Wettbewerber lag. Einmal hat er im Testzeitraum den (für den Test extra etwas beengt gewählten) Weg zurück zur Ladestation nicht gefunden und um Hilfe gerufen.
Abgespeckt fällt auch die Hinderniserkennung aus. Lefant verzichtet aus Kostengründen komplett auf Kameras, was einige Kaufinteressenten hinsichtlich Datenschutzbedenken ansprechen dürfte. Die Möglichkeiten in der Praxis mit dem 190 Grad Hindernis-Sensor in der Front sind aber deutlich limitiert.
So hat der M3 Max im Test zwar größere Hindernisse wie Möbel und Co zumeist zuverlässig erkannt. Bei dünneren Hindernissen wie Stuhlbeinen wurde es teils aber schon schwierig, sodass hier erst der Bumper das Vorhandensein erkannte. Von unseren kleinen Test-Hindernissen wie Kabel, Schnürsenkel und Klemmbausteinen ganz zu schweigen. So hat er unter anderem einen Schnürsenkel komplett eingesaugt, was am Ende zur Unterbrechung des Reinigungsvorgangs führte. Wobei hier auch schon deutlich teurere Saugroboter ebenfalls an ihre Grenzen gestoßen sind.
Ebenfalls negativ im Test aufgefallen ist, dass der Saugroboter mehrmals auf flache Hindernisse hinaufgefahren ist. Das könnte beispielsweise bei Schwingstühlen ein Problem sein und langfristig zu Beschädigungen führen. Eine ausgewiesene Kletterfunktion hat der M3 Max nicht, wäre in dieser Preisklasse aber auch zu viel verlangt.
Reinigungsleistung: Solide auf glatten Böden
Der Lefant M3 Max hat auf dem Papier 20.000 Pa Saugleistung. Glatte Böden saugt der Roboter damit ordentlich. Auch auf kurzflorigem Teppich war das Ergebnis okay. Sobald der Flor aber länger wird, reichte die Saugperformance des Lefant M3 Max im Test trotz automatischer Teppicherkennung und Saugkraftanhebung aber nicht mehr aus, um beispielsweise Sand komplett aus dem Flor zu ziehen. Während der Reinigung fällt der Lefant M3 Max hinsichtlich der Lautstärke im Vergleich zu anderen Saugrobotern nicht unangenehm auf, ist beim Absaugen mit rund 80 dB (aus 1 m Entfernung gemessen) aber ziemlich laut.
Die Wischfunktion des Lefant M3 Max hat im Test ebenfalls einen soliden Eindruck hinterlassen, muss aber ohne eigenen Wassertank im Roboter auskommen. Das hat zur Folge, dass er direkt nach dem Stationsstopp feuchter wischt und dann mit der Zeit immer trockener wird. Insgesamt ist die Wischleistung für leichte und nicht schmierige Verschmutzungen ausreichend, sorgt aber nicht für durchweg strahlend saubere Böden. Gerade bei hartnäckigem Dreck ist eher ein Modell mit Wischwalze ratsam, beispielsweise der Mova Z60 Ultra Roller (ca. 900 Euro bei Amazon). Die kosten aber deutlich mehr als dieser Testkandidat.
Zudem ist zu bedenken, dass die beiden Wischmopps nur um 9 mm anhebbar und nicht ablegbar sind. Das ist in dieser Preisklasse vollkommen normal, langt aber nur gerade so, um kurzflorige Teppiche nicht zu beschmutzen. Bei Bodenbelägen mit längerem Flor stößt das Modell auch hier schnell an seine Grenzen, sodass diese am besten ausgespart werden sollten. Hier wären mehr Optionen in der App wünschenswert, beispielsweise erst Teppiche mit noch trockenen Mopps saugen und dann den Rest saugen und wischen.
Akkulaufzeit und Stromverbrauch: Sparsamer Saugroboter
Nach der Reinigung von ca. 50 Quadratmetern mit der dritten Saugstufe (von vier) und 10-Minuten-Intervallen beim Wischen ist der Lefant M3 Max im Test mit rund 30 Prozent Restladung im Akku zurück zur Station gekehrt. Somit ist die Reinigungsfläche pro Akkuladung bei diesen Einstellungen auf gut 60 Quadratmeter begrenzt. Wird die Leistung heruntergeschraubt, ist mehr Fläche pro Akkuladung möglich. Dann leidet aber natürlich auch die Reinigungsleistung.
Der Ladevorgang von 30 auf 100 Prozent hat rund 3,5 Stunden gedauert. Viel Fläche in kurzer Zeit reinigen ist also nicht gerade die Stärke dieses Modells, sodass er eher für kleinere Haushalte geeignet ist.
Dafür präsentiert es sich beim Energieverbrauch sehr sparsam. Nehmen wir an, dass der Lefant M3 Max die oben genannte Aufgabe einmal pro Tag erledigt, ergibt sich inklusive Aufbereitung in der Station und nur 1,5 W Standbyverbrauch auf einen Monat hochgerechnet ein Stromverbrauch von nur gut 4 kWh. In diesem Punkt ist die abgespeckte Ausstattung beispielsweise ohne Heißlufttrockung der Wischmopps natürlich vorteilhaft.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.


























