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Dell: 2-in-1 Geräte sind in, reine Tablets out - kein Android mehr

Dell: 2-in-1 Geräte sind in, reine Tablets out - kein Android mehr
Dell: 2-in-1 Geräte sind in, reine Tablets out - kein Android mehr
Dell glaubt nicht mehr an die reinen Slate Tablets. Darum will sich das amerikanische Unternehmen in Zukunft stärker auf den Convertible Bereich konzentrieren.

Es war im Jahr 2010, da stellte Steve Jobs, der 2011 verstorbene Ex-Apple Chef, nicht weniger als eine Revolution vor. Das erste iPad solle die "Post PC" Ära endlich einläuten, eine Zeit, in der dem vorher dominierenden Konzern Microsoft die Vorherrschaft im Personal Computing Markt entrissen werden kann.

Nun, die "Post PC" Ära ist in einer Art und Weise eingetreten, aber mit Sicherheit nicht so wie Steve Jobs es sich damals vorgestellt hatte. Statt den Slate Tablets, wie es das iPad eines war, haben vor allem Smartphones, die mit der Zeit immer größer wurden und zu sogenannten "Phablets" mutierten, Microsofts Vorherrschaft beendet. Die Slate Tablets, das eigentlich angedachte Killerprodukt, fristen heute dagegen ein recht kümmerliches Dasein. Das liegt vor allem daran, dass ihnen nicht ohne Grund der Ruf anhängt mehr ein Entertainment Produkt als ein Arbeitsgerät zu sein, was sie in Anbetracht der Fülle an sonstigen Entertainment Geräten zum Luxus werden lässt. Zudem sind die Ersatzzyklen bei Tablets lang, die Konsumenten kaufen kaum Neugeräte da die alten Modelle auch ihren Dienst verrichten.

Die Krise der Slate Tablets, von der auch Apple nicht verschont bleibt, wurde auch durch das vermehrte Aufkommen von Convertibles und Detachables wie den Microsoft Surface oder Lenovo Yoga Produkten und deren zahlreichen Nachahmern ausgelöst. Sogar Apple versucht hastig auf diesen Zug aufzuspringen, namentlich mit dem iPad Pro.

Dell, der drittgrößte PC Hersteller, stimmt nun ebenfalls in den Abgesang auf die Slate Tablets ein. In einem Blog Post erläutert das Unternehmen, warum man sich von den Slate Tablets ab- und den Convertibles/2-in-1 Geräten zuwendet.

Negative Marktaussichten für Slate Tablets

Dell zitiert hier Gartner und IDC, die großen Marktforschungsunternehmen der Branche. Laut Gartner würden nur 17 % der Konsumenten den Kauf eines Slate Tablets innerhalb eines Jahres planen. Und laut IDC habe der Slate Tablet Markt im letzten Quartal seinen größten Absturz hingelegt, mit einem Rückgang im Jahresvergleich um 21,1 %. Dell räumt zwar ein, dass es immer einige Konsumenten und Nischen im Business Bereich geben wird, die Tablets kaufen werden. Allerdings ist das Unternehmen ganz klar der Meinung: Das einst so groß eingeschätzte Potential des Tablet Marktes ist erschöpft. Deshalb wird sich Dell weiträumig aus dem Slate Tablet Markt zurückziehen, und unter anderem keinerlei Android Tablets mehr anbieten.

Produktivität und Flexibilität - die Vorteile von Convertibles

Statt seine Ressourcen also in den Tablet Markt zu stecken wird sich Dell noch stärker auf den Convertible Markt konzentrieren. Dabei spielt für das Unternehmen vor allem der Geschäftskundenbereich eine sehr wichtige Rolle - in diesem Umfeld ist Dell am Stärksten. So kann man mit einem Gerät, dass in erster Hinsicht ein Laptop ist, wesentlich produktiver sein - man hat aber natürlich gleichzeitig die Flexibilität es auch als Tablet zu nutzen, wenn man dieses Feature benötigt. Für Unternehmen haben 2-in-1 Geräte auch den Vorteil, dass sie einen besseren Kosten-Nutzen Faktor bieten. Schließlich muss ein Mitarbeiter so nur ein Gerät mit sich führen, und das Unternehmen muss nur ein Gerät kaufen.

Unter dem Strich unterstreicht Dell hier sein Vertrauen in den PC als Plattform. Man glaubt daran, dass sich der PC Markt wieder erholen kann und wird. Man scheut auch nicht davor zurück einige gehässige Sätze in Richtung Apple zu schicken, denn "CIOs und IT Admis hätten viel mehr in Betracht zu ziehen als nur das Wörtchen "Pro" und das Design....". Für Dell ist der PC schlicht unersetzbar, zumindest haben Tablets dieses einst verheißene Versprechen nicht erfüllt.

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Autor: Benjamin Herzig,  1.07.2016 (Update:  1.07.2016)
Benjamin Herzig
Benjamin Herzig - Editor
Ab 2010 habe ich mich mehr und mehr mit Technologie beschäftigt, insbesondere Notebooks haben es mir seitdem angetan. Klar, dass ich sehr schnell auf die detaillierten Tests von Notebookcheck stieß. Mit der Zeit habe ich mehr und mehr über Notebooks gelernt und angefangen, in Foren und Blog-Seiten kleine Reviews zu Notebooks zu schreiben. Um während des Studiums Geld dazu zu verdienen habe ich mein Hobby dann zum Beruf gemacht und stieß 2016 zum Team von Notebookcheck hinzu, mein persönliches Interesse liegt insbesondere bei Business-Notebooks.