Deutsche Bahn: Bahnbonus-Lounge-Zugang wird digitalisiert und vereinfacht

Wer einen Status bei der Deutschen Bahn hat, kommt zukünftig in den meisten Fällen schneller in die Lounges des Eisenbahnverkehrsunternehmens. Denn die Deutsche Bahn ermöglicht ab dem 17. August 2026 einen schnelleren Zugang durch Verknüpfung von Daten.
Bisher mussten Fahrgäste beim Betreten der Lounges nämlich noch eine zweistufige Kontrolle durchführen. Die wurde seinerzeit eingeführt, da die Deutsche Bahn von Statuskunden vor einigen auch ein gültiges Fernverkehrsticket verlangte. Das System war davor nur für den reinen Status vorgesehen. Dementsprechend wird heute erst der Status aus der App per Aztec-Code von einem Lesegerät geprüft. Anschließend muss das Fernverkehrsticket dann dem Personal vorgezeigt werden, da der Aztec-Code der Tickets von den Lesegeräten nicht interpretiert werden kann.
In Zukunft, also ab dem 17. August 2026, reicht es, wenn der Fahrgast nur noch den ersten Aztec-Code aus seiner Bahnbonus-App zeigt. Denn möglicherweise passende Fahrkarten werden nun im Hintergrund mit dem Status verknüpft. Das Vorzeigen kann dann in der Regel entfallen, da das System sofort sieht, ob der Fahrgast ein passendes Ticket zum Status hat.
Interessanterweise behauptet die Deutsche Bahn in ihrer App, dass ein QR-Code aus der App gezeigt werden soll. Wir gehen aber nicht davon aus, dass am 17. August die Deutsche Bahn ihr Code-System austauschen wird. QR-Codes haben zwar mehr Möglichkeiten als Aztec-Codes, aber notwendig dürfte das für den Status nicht sein.
Vorteile soll das auch beim Datenschutz haben. Denn das Personal der Lounges kann dann nicht mehr sehen, wo es hingeht. Stattdessen zeigt das System nur an, ob es eine aktuell passende Fahrkarte gibt oder nicht.
Hin und wieder wird es aber trotzdem Ticketkontrollen geben. Das ist etwa der Fall, wenn es keinen Status gibt, denn manche Tickets gewähren den Zugang auch ohne Status. Auch nicht im Kundenkonto hinterlegte Fahrkarten fallen darunter, weil sie etwa spontan am Automaten gekauft wurden. Dazu kommen Partnerbahnen in der Railteam-Allianz. Hier hat die Deutsche Bahn keinen Zugriff auf die Daten.
Quelle(n)
Bahnbonus-App






