Schwedisches Unternehmen Aira bringt neuen Batteriespeicher auf den deutschen Markt

Erneuerbare Energieträger sind auf dem Vormarsch. Das führt nicht nur zu neuen Dynamiken im Strommarkt, sondern auch zu einer großen Nachfrage bei Photovoltaik und Co. Von dieser möchte nun wohl auch das schwedische Unternehmen Aira profitieren, welches kürzlich einen eigenen Batteriespeicher und Wechselrichter auf den Markt gebracht hat.
Spezifikationen
Der Stromspeicher ist mit einer Kapazität von 6,7 bis 20 kWh erhältlich. Dafür können zwei bis sechs Speichermodule mit einer Kapazität von je 3,35 kWh in Serie geschaltet werden. Der Hersteller setzt auf die weit verbreitete und als sehr sicher geltende Lithium-Eisenphosphat-Chemie und bietet eine Garantie für 10 Jahre im "All-Inclusive-Plan".
Sowohl das Design als auch die Spezifikationen und Abmessungen legen nahe, dass Aira zumindest teilweise auf dieselben OEM-Komponenten wie der österreichische Wechselrichterhersteller Fronius setzt. Dieser hat mit Reserva und Reserva Pro ebenfalls eigene Batteriespeicher im Programm, welche optisch und technisch dem neu vorgestellten Produkt von Aira sehr stark ähneln.
Zusätzlich zum Batteriespeicher hat Aira auch einen eigenen Wechselrichter vorgestellt. Dieser ist ausschließlich mit dem Aira Power Store kompatibel, kann also nicht mit Batteriespeichern anderer Hersteller genutzt werden.
Preis und Verfügbarkeit
In Bezug auf den konkreten Einzelpreis für die Komponenten hält sich das Unternehmen sehr bedeckt. Man gibt jedoch an, dass bei Abschluss eines monatlichen Zahlungsplans (Laufzeit 25 Jahre bei 6,74 % Zinsen) der Einbau des kompletten Produktportfolios - bestehend aus einer 6-kW-Wärmepumpe mit Warmwasser- und Pufferspeicher, einem 7-kWh-Batteriespeicher sowie einem 15-kW-Wechselrichter - auf rund 240 Euro monatlich käme (Förderungen bereits abgezogen). Über die gesamte Laufzeit summiert sich das System inklusive Zinsen damit auf den stolzen Preis von 72.000 Euro.
Zum Vergleich: Der Batteriespeicher Fronius Reserva mit 6,3 kWh ist im Geizhals-Preisvergleich ab rund 2.500 Euro erhältlich. Zwar hinkt der direkte Vergleich mit einem auf 25 Jahre finanzierten Komplettsystem inklusive Heizung, doch wer sich seine Photovoltaik- und Wärmepumpen-Komponenten selbst zusammenstellt und einzeln kauft, kann mit recht großer Sicherheit ordentlich Geld sparen. Gleichzeitig kommt man so aber auch nicht in den Komfort, dass alle Geräte aus einer Hand stammen und von Anfang an reibungslos miteinander kommunizieren.











