Während wir die Displays bei den Consumer- sowie Gaming-Laptops regelmäßig loben, bleibt die Situation bei den Business-Modellen deutlich schwieriger. Während es immer mal wieder Highlights wie das 120-Hz-Panel des ThinkPad E14 gibt, kommen bei den Basiskonfigurationen oftmals sehr schwache IPS-Displays zum Einsatz. Hierbei muss man natürlich beachten, dass die Anforderungen an Business-Geräte in der Regel anders sind als bei Consumer-Geräten, denn hier geht es nicht um die beste Bildqualität bei Videos oder Spielen, sondern um vernünftige Bildschirme zum Arbeiten. Zudem werden viele Geräte oftmals an Dockingstationen und damit großen externen Bildschirmen betrieben, wo der Bildschirm des Notebooks dann entweder deaktiviert bleibt oder lediglich als Zweit- bzw. Drittdisplay genutzt wird. Da sich diese Modelle nach wie vor verkaufen und auch eigentlich alle Hersteller diese im Programm haben, ist dagegen grundsätzlich auch nichts gegen einzuwenden.
Problematischer wird diese Situation dann aber, wenn man solche Displays bei den vermeintlichen Premium-Business-Laptops antrifft, wie es auch beim ThinkPad T16 Gen 5 der Fall ist, das wir in der Basiskonfiguration für mehr als 1.600 Euro ausführlich getestet haben. Während die Helligkeit des Full-HD-Panels vollkommen in Ordnung geht, deckt es aber lediglich rund 60 % des kleinen sRGB-Farbraumes ab, weshalb die Farben sehr blass wirken und die Bildqualität grundsätzlich nicht besonders gut ausfällt. Wenn man sich für das größere 16-Zoll-Modell entscheidet, kann man zudem annehmen, dass man öfter am integrierten Bildschirm arbeitet, denn einen Leistungsvorteil zum kleineren ThinkPad T14 gibt es nicht, da schließlich die gleichen Komponenten (exakt gleiches Mainboard inklusive Kühlung) zum Einsatz kommen.
Selbst wenn man mehr Geld ausgibt, bleibt die Display-Wahl problematisch, denn optional stehen lediglich zwei Touchscreen-Varianten zur Verfügung. Diese decken zwar den vollen sRGB-Farbraum ab und bieten daher kräftigere Farben, doch der Touch-Layer kann sich ebenfalls negativ auf die Bildqualität auswirken und vom optionalen Privacy-Bildschirm können wir sowie nur abraten, da die Bildqualität hier einfach massiv leidet. Hier hätten wir uns einfach ein gutes IPS-Panel mit etwas höherer Auflösung, voller sRGB-Abdeckung und 120 Hz gewünscht, womit man das Gesamtpaket spürbar verbessern könnte. Solange die großen Firmenkunden jedoch weiterhin die Basis-Panels kaufen, wird sich an dieser Situation auch wohl kaum etwas verändern, vor allem nicht in der aktuell angespannten Preislage aufgrund der Speicherkrise. Alle weiteren Informationen zum neuen ThinkPad T16 Gen 5 AMD stehen in unserem ausführlichen Testbericht zur Verfügung und derzeit ist die Testkonfiguration für 1.414 Euro bei OK2.de verfügbar.





