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Eines der besten Tablet in Preis-Leistung, aber dieser Fehler nervt im Alltag

Xiaomi Pad 9 im Test
ⓘ Notebookcheck (Marcus Herbrich)
Xiaomi Pad 9 im Test
Das Xiaomi Pad 9 überzeugt in unserem Test mit einem klasse Gesamtpacket. Doch Xiaomi verzichtet beim Mittelklasse-Tablet weiterhin auf einen Fingerabdrucksensor und erlaubt Käufern stattdessen nur eine unsichere 2D-Gesichtserkennung. Was auf dem Datenblatt wie eine reine Sparmaßnahme aussieht, entpuppt sich im täglichen Gebrauch schnell als Störfaktor.

Unser Testbericht zum Xiaomi Pad 9 bescheinigt dem neuen Mittelklasse-Tablet eine starke Gesamtbewertung (Preise starten ab 467 Euro). Obwohl wir in unseren Messungen kaum Unterschiede zum Xiaomi Pad 8 ausmachen können, hat Xiaomi wieder ein Tablet in der Mittelklasse auf dem Markt gebracht, dass in seiner Preisklasse kaum ein Konkurrenz-Tablet fürchten muss. Eigentlich wäre hier nur eine Honor MagicPad 4 zu nennen, welche dank des richtig guten OLED-Panel noch einmal besser, allerdings auch ein gutes Stückchen teurer ist. 

Das Xiaomi Pad 9 kommt mit einem hellen und scharfen Display ohne PWM-Flimmern und bietet dank Qualcomm Snapdragon 8s Gen 4 eine richtig gute Performance und lange Akkulaufzeit im Alltag. 

Eines der besten Android-Tablet in der Mittelklasse hätte Fingerabdrucksensor noch besser gemacht

Doch im Alltag zeigt sich auch eine Schwäche, die uns in der täglichen Benutzung häufig stört: Xiaomi verzichtet, wie bereits beim Vorgänger, auf einen Fingerabdrucksensor. Auf dem Papier wirkt dies bei einem Tablet vielleicht wie ein kleines Detail. In der Praxis fällt der fehlende Sensor jedoch auch für ein Xiaomi Pad 9 ins Gewicht. 

Wer eine unsichere 2D-Gesichtserkennung nicht benutzen möchte, muss für das Entsperren des Mittelklasse-Tablets stets einen PIN oder ein Passwort eingeben. Zumal die Gesichtserkennung über die Frontkamera zwar bequem ist, im Test aber nicht immer zuverlässig funktioniert. Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen oder wenn das Tablet auf dem Schreibtisch liegt, wird eine PIN-Eingabe nötig. Besonders für Nutzer, die im Alltag ihr Tablet oft entsperren, wie unterwegs im Uni-Alltag, summieren sich diese kleinen Unterbrechungen. 

Der Verzicht auf den Fingerabdrucksensor ist ebenfalls mit Blick auf sensible Apps ärgerlich. Die einfache Kamera-Erkennung ist so unsicher, dass diese für sensible Anwendungen wie Banking-Apps oder Passwort-Manager gar nicht erst zugelassen wird. 

In einer Zeit, in der selbst Einsteiger-Smartphones für unter 150 Euro einen zuverlässigen Fingerabdrucksensor im Power-Button besitzen, ist das Fehlen bei einem Mittelklasse-Tablet aus unserer Sicht schlicht nicht zeitgemäß. Wer jedoch besonderen Wert auf Komfort und schnelle Authentifizierung legt, kann sich unseren Testbericht zum Pro-Max-Modell ansehen. 

Xiaomi Pad 9 im Test
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Autor: Marcus Herbrich,  6.11.2026 (Update:  4.11.2026)