Qualcomm hat seit dem Snapdragon Wear 5100 im Juli 2022 keinen neuen Smartwatch-Prozessor mehr vorgestellt, denn beim Snapdragon W5 Gen 1 hat sich abgesehen von der Bezeichnung nichts geändert. Dasselbe gilt auch für den "neuen" Snapdragon W5 Gen 2, zumindest fast. Denn Qualcomm übernimmt den größten Teil der Ausstattung direkt vom Snapdragon W5 Gen 1.
Dazu gehören vor allem der Prozessor mit seinen vier ARM Cortex-A53 Effizienz-Kernen, der Adreno 702 Grafikchip mit Taktfrequenzen bis 1 GHz, der PMW5100 Power Management Chip und sogar der 22 nm Qualcomm QCC5100 Always-on-Co-Prozessor, der weiterhin nur beim Snapdragon W5+ Gen 2 zu finden ist, nicht aber beim regulären Snapdragon W5 Gen 2. Auch der U55 Machine-Learning-Chip ist neu und dem Plus-Modell vorbehalten. Dieser soll eine 50 Prozent akkuratere GPS-Positionierung ermöglichen.
Snapdragon W5 Gen 2 überträgt 2 kbit/s per Satellit
Qualcomm hat das Modem überarbeitet, wodurch dieses 20 Prozent kleiner und etwas effizienter wurde. Die mit Abstand größte Neuerung ist aber, dass der Snapdragon W5 Gen 2 über Satelliten kommunizieren kann, sodass beispielsweise Notrufe auch dann abgesetzt werden können, wenn kein Mobilfunk- oder WLAN-Netzwerk verfügbar ist. Dazu verlässt sich Qualcomm auf NB-NTN, also auf eine Skylo Schmalband-Verbindung, die nur eine sehr geringe Bandbreite von maximal 2 kbit/s erreicht.
Aus diesem Grund ist die Satelliten-Verbindung auf Textnachrichten beschränkt, wobei die Bandbreite ausreicht, um Notrufe inklusive GPS-Koordinaten zu übertragen. Der Snapdragon W5 Gen 2 unterstützt wie gehabt LTE, Wi-Fi und Bluetooth 5.3. Da Google ansonsten kaum Änderungen vornimmt, dürften sich die Performance und die Akkulaufzeit von Wear OS Smartwatches im Vergleich zum Snapdragon W5 Gen 1 nicht ändern, der Samsung Exynos W1000 der Galaxy Watch8 (ca. 369 Euro auf Amazon) bleibt wesentlich schneller.
Quelle(n)
Qualcomm



























