GTA 6 sollte viel größer werden: Jason Schreier enthüllt neue Details und exklusive Fotos

GTA-Fans haben in den vergangenen Tagen vor allem auf eines hingefiebert: den exklusiven GTA 6-Report von Bloomberg-Journalist Jason Schreier, der bei Rockstar North in Edinburgh, Schottland, zu Besuch war. Heute um 12 Uhr MESZ ging der Artikel online. Dieser enthält auch einige interessante Bilder, die bereits auf Reddit diskutiert werden – und die sehen wir uns zuerst an. Danach werfen wir einen Blick auf die zusammengefassten Neuigkeiten, die Schreier für uns bereithält.
Ein Blick ins Innere von Rockstar North, von Jason Schreier.
von u/Pistoluislero in GTA6
Bei Fans kommen diese seltenen Einblicke in das GTA 6-Studio gut an. „Das ist, als würde man das Pentagon von innen sehen“, schreibt Reddit-Nutzer u/WeaponizedAcoustic. Das ist ein durchaus treffender Vergleich, denn normalerweise hält sich Rockstar mit Einblicken hinter die Kulissen eher bedeckt. Für Spekulationen sorgen die Bilder ebenfalls: Auf einem Foto sind Bücher über Surfen und Ibiza zu sehen, in denen manche Fans bereits mögliche Hinweise auf Inhalte von GTA 6 vermuten.
„Project Americas“: GTA 6 sollte eigentlich viel größer werden
Wie groß GTA 6 wird, wissen wir aus Rekonstruktionen der Map zumindest schon ungefähr: größer als GTA 5, aber offenbar deutlich kleiner als ursprünglich geplant. Wie Jason Schreier berichtet, wollte Rockstar unter dem Codenamen „Project Americas“ eigentlich eine riesige Spielwelt erschaffen, die sich über weite Teile Nord- und Südamerikas erstrecken sollte. Daraus wurde letztlich nichts. Stattdessen konzentrierte sich Rockstar auf Vice City und die umliegenden Gebiete. Warum genau diese Pläne verworfen wurden, geht aus dem Bericht nicht eindeutig hervor. Angesichts der enormen technischen Herausforderungen, vor denen Rockstar ohnehin stand, dürften diese Pläne aber schlechtweg zu ambitioniert gewesen sein.
Entwicklungsprobleme, Überstunden und Hoffnung auf schnellere Nachfolger
Jason Schreiers GTA 6-Report ist praktisch ein Making of zu Rockstars Open-World-Spiel und enthält einige interessant Einblicke in die Entwicklungszeit – und wie wir angesichts der mehrfachen Verschiebungen bereits wissen, ist diese alle andere als reibungslos verlaufen. Laut Schreier durchlief Rockstar zwischenzeitlich sogar eine regelrechte Krisenphase. Vor allem die Frage, wie realistisch das Spiel werden sollte, sorgte intern offenbar für Unstimmigkeiten.
Hinzu kamen organisatorische Schwierigkeiten und technische Herausforderungen – insbesondere bei der Umsetzung der komplexen Spielsysteme und der zahlreichen NPCs. Zeitweise reichten die Produktionskapazitäten dafür nicht aus, weshalb Rockstar eine neue Abteilung in Los Angeles aufbaute. Die Covid-19-Pandie stellte Rockster zwischenzeitlich vor weitere Herausforderungen. Möglicherweise war es die Summe dieser Hürden, die Rockstar leztlich davon abbrachte, „Project Americas“ in dieser Form umzusetzen.
Auch die Arbeitsbedingungen kommen in Schreiers Bericht zur Sprache. Zwar hat Rockstar Maßnahmen gegen übermäßige Überstunden ergriffen, ganz verschwunden ist das sogenannte Crunch-Problem aber offenbar nicht. Zudem müssen Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen weiterhin an fünf Tagen pro Woche ins Büro. Nach dem Release von GTA 6 soll diese Regelung aber erneut auf den Prüfstand kommen. Eine Rückkehr zu einem klassischen Hybridmodell hält die Unternehmensführung allerdings für unwahrscheinlich.
Immerhin gibt es auch gute Nachrichten für die Zukunft: Die für GTA 6 entwickelte Technik soll Rockstar dabei helfen, kommende Spiele deutlich schneller auf die Beine zu stellen. Die Entwickler hoffen, dass das nächste Projekt nicht wieder acht Jahre in Anspruch nehmen wird. Ob sich dadurch tatsächlich kürzere Entwicklungszeiten ergeben, bleibt abzuwarten.
Quelle(n)
Bildquelle: Rockstar Games









