Notebookcheck

Huawei Mate 30 Pro: Der unperfekte Kamera-Primus

Mit dem Mate 30 Pro will Huawei auch die mobile Videografie revolutionieren und spendiert dem Smartphone einen der größten Kamera-Sensoren, die je in einem Handy verbaut wurden – und dies wohlbemerkt zusätzlich zum kleineren Hauptsensor. Aber dennoch ist das Mate 30 Pro nicht immer die beste Wahl.
Daniel Schmidt 👁,

Im Test des Huawei Mate 30 Pro zeigt die neue Quad-Kamera eindrucksvoll ihr Können und macht nun auch in puncto Videografie die Nacht zum Tag. Es ist beeindruckend wie viel Licht der neue Sensor selbst in sehr dunklen Situationen noch einfängt. Dies gelingt dem Smartphone mit einem neuen Sensor, welcher 1/1,54 Zoll misst und damit noch etwas größer ist als der eigentliche Hauptsensor (1/1,7 Zoll), welchen wir bereits aus dem P30 Pro kennen. Dabei liefern beide Sensoren üppige 40 Megapixel und nutzen Pixel-Binning-Technologie, um eine höhere Lichtempfindlichkeit zu ermöglichen. Der neue Sensor dient darüber hinaus auch als Ultraweitwinkel für die Fotografie, was vor allem auch Panoramafotos bei Nacht zugutekommt und die Konkurrenz ziemlich alt aussehen lässt. 

Was soll dann also noch schief gehen? Dies muss die beste Smartphone-Kamera sein! Dazu gibt es ein entschiedenes: Jein! Die hohe Lichtempfindlichkeit der Kameras ist bei schwachem Umgebungslicht ein wahrer Segen, doch dafür neigt das Mate 30 Pro bei Gegenlicht am Tag gerne mal zu einer leichten Überbelichtung oder Motive können etwas zu blass ausfallen. Auch die Farbdarstellung empfinden wir als verbesserungswürdig, jedoch muss dazu gesagt werden, dass dies auf dem Display meist gar nicht so sehr ins Auge fällt, sondern erst, wenn ein Abzug vom Foto gemacht oder der Film auf einem Fernseher wiedergegeben wird. Aber deswegen ist noch lange nicht alles schlecht, denn wem es so nicht gefällt, der kann auch auf den manuellen Modus zurückgreifen, welcher ebenfalls für Videos zur Verfügung steht, und den Weißabgleich selber wählen. Ebenso lässt sich ein zu starkes Aufhellen bei schlechten Lichtverhältnis nach unten regulieren, was der Aufnahme nicht nur eine natürlichere Optik verleiht, sondern auch den Details zugutekommt. 

Hinzu kommen die starken Zoomeigenschaften des Mate 30 Pro. Neben dem dreifachen optischen Zoom, gibt es einen 5-fachen Hybrid und einen bis zu 30-fachen Digitalzoom, nur bei Videoaufnahmen ist schon bei zehnfacher Vergrößerung Schluss. 

Das Huawei Mate 30 Pro mag nicht in allen Disziplinen das beste Kamera-Smartphone sein, doch es ist das mit Abstand flexibelste und aufgrund seiner vielen Optionen mit einem neugierigen Nutzer durchaus in der Lage, die eigenen Schwächen zu kompensieren.

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2019-12 > Huawei Mate 30 Pro: Der unperfekte Kamera-Primus
Autor: Daniel Schmidt, 19.12.2019 (Update: 16.12.2019)
Daniel Schmidt
Daniel Schmidt - Managing Editor Mobile - @Tellheim
Bereits als kleiner Zwerg fesselte mich mein Commodore 16 und entfachte meinen Enthusiasmus für Computer. Mit meinem ersten Modem surfte ich im Btx und später auch im World Wide Web. Die neuesten Techniktrends haben mich von jeher gefesselt und das gilt vor allem auch für mobile Geräte, wie Smartphones und Tablets. Für Notebookcheck bin ich seit 2013 am Ball und freue mich auf die Neuerungen, die noch kommen und wir für Sie auf Herz und Nieren testen werden.