Hubble liefert neue Hinweise zum Ursprung des rätselhaften kosmischen Katzenschweifs

Die Struktur liegt etwa 63 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Maler und erstreckt sich über ungefähr das Tausendfache der Entfernung zwischen Erde und Sonne. Sie geht von der Trümmerscheibe um Beta Pictoris aus. Der Stern bildet das Zentrum eines Planetensystems, das jünger ist als unser Sonnensystem.
Ein Team um den Planetenforscher Arin Avsar von der University of Arizona hat die Struktur mit dem Hubble-Weltraumteleskop untersucht und neue Beobachtungen mit mehr als 14 Jahre alten Aufnahmen kombiniert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sie durch den Zusammenstoß zweier Himmelskörper entstanden ist, die Pluto ähneln.
In jungen Planetensystemen herrschen häufig chaotische Verhältnisse. Gas- und Staubscheiben umgeben die Zentralsterne, während zahlreiche Himmelskörper miteinander kollidieren. Die Hubble-Beobachtungen legen außerdem nahe, dass die Struktur aus extrem porösen, mikrometergroßen Staubkörnern besteht. Kevin Wagner, Mitautor der Studie, erklärt:
Möglicherweise waren die Geschwindigkeiten bei den Zusammenstößen so hoch, dass die Kohlenstoffkörner verdampft und in den gasförmigen Zustand übergegangen sind. Beim Abkühlen könnten sie anschließend wieder kondensiert sein und dadurch ihre poröse Struktur erhalten haben.

Mit dem Hubble-Teleskop haben Wissenschaftler in einer neuen Konfiguration auch eine Verformung im Staubhalo um Beta Pictoris entdeckt. Als Ursache gilt der Planet Beta Pic b, ein Gasriese in diesem System mit etwa der zehnfachen Masse des Jupiter.
Quelle(n)
The Astrophysical Journal Letters
Bild: NASA Hubble Space Telescope - Unsplash / NASA, ESA, CSA, STScI, Ralf Crawford (STScI)











