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HyperDrive Gen2: Neue USB-C-Docks versprechen doppelte Performance und Power, kurzfristig günstiger

Drei HyperDrive Gen2 USB-C-Docks mit 6, 12 oder 18 Ports sind ab sofort via Kickstarter günstiger erhältlich.
Drei HyperDrive Gen2 USB-C-Docks mit 6, 12 oder 18 Ports sind ab sofort via Kickstarter günstiger erhältlich.
Es ist ein Krampf mit USB-C-Docks! Als Thunderbolt 3-Hubs sündteuer und wählerisch, als günstige USB-Varianten dagegen weit verbreitet aber für steigende Anforderungen kaum geeignet. Eine neue Generation an USB 3.1-Docks soll nun das beste aus beiden Welten vereinen und lässt sich via Kickstarter sogar günstiger mitfinanzieren. Ein guter Deal?
Alexander Fagot,
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Aktuell hinken die meisten USB-C-Hubs bei Performance und Features den teureren Thunderbolt 3-Brüdern hinterher, kosten aber auch deutlich weniger, dazwischen gibt es wenig. Wer externe 4K-Monitore mit 60 Frames pro Sekunde ansteuern oder Daten mit 10 GB/s zu einer externen USB 3.1-SSD transferieren will muss auf die meisten USB-Hubs am Markt verzichten und direkt verkabeln oder zu Thunderbolt 3 greifen - meistens so ab 300 Euro aufwärts.

In diesem Jahr könnten USB-C Hubs und Docks aber an Attraktivität gewinnen - beispielsweise die bereits auf der CES 2020 vorgeführte zweite Generation der HyperDrive Hubs. Drei Modelle mit 6, 12 der 18 Ports sollen im Sommer erhältlich sein und zwar zu US-Preisen zwischen 100 und 200 US-Dollar. Im Rahmen der Kickstarter-Kampagne, die ab sofort bis Anfang März finanzielle Unterstützung für die Massenproduktion einsammelt, gibt es die drei HyperDrive Gen2-Hubs um bis zu 50 Prozent günstiger (Early Bird-Preise, danach 30 Prozent)

Alles doppelt so schnell

HyperDrive verspricht viel und zwar konkret eine 4K60fps-Monitor-Verbindung mit HDR-Unterstützung via HDMI (oder optional Displayport in den beiden größeren Hubs), dazu einen 300 MB/s schnellen UHS-II SD-Kartenslot und 10 GB/s schnelle USB-A-Ports (USB 3.1 Gen2). Komplettiert werden die Hubs mit 100 Watt USB-C Power Delivery, dem Notebook, MacBook oder Tablet sollen damit noch 85 Watt zur Verfügung stehen. Das ganze wird mit allen Apple MacBooks mit USB-C sowie Thunderbolt 3-Ports, dem iPad Pro mit USB-C Port und natürlich allen PCs mit USB-C 3.1 Gen2 funktionieren.

Die beiden größeren Hubs setzen zudem auf weitere USB-A-Ports, Gigabit Ethernet sowie DisplayPort und zusätzliche HDMI-Anschlüsse, die 18 Port-Variante auch auf VGA, USB-C-Port sowie digitale Audio Ein/Ausgänge (einen 3,5 mm Audioport haben alle). Während die beiden kleineren HyperDrive Gen2-Hubs auf fix montierte USB-C-Kabel setzen und offenbar mit 100 Watt USB-Netzteilen versorgt werden, setzt das 18 Port-Modell auf einen DC-Anschluss und ein separates Verbindungskabel zum PC.

Fragen über Fragen

Leider wirft die Kickstarter-Kampagne zumindest zum aktuellen Zeitpunkt noch einige essentielle Fragen auf, die HyperDrive bis dato nicht beantwortet hat. Beispielsweise ist unklar, wie viele 4K60-Displays in den beiden größeren Hubs parallel ansteuerbar sind, immerhin setzt USB 3.1 Gen2 mit seinem AltDisplayMode hier enge Grenzen. So bieten einige USB 3.1-Hubs am Markt zwar bereits 4K60, können dann aber nur mehr mit USB 2.0-Geschwindigkeit auf die angeschlossenen Datenträger zugreifen, HyperDrive verspricht aber beides parallel. Wir vermuten, dass das hier über den DP 1.3 HBR3-Modus gelöst ist, dafür gibt es aktuell aber noch keine Bestätigung seitens des Herstellers. 

Wer sich die günstigen Early Bird-Preise nicht entgehen lassen will aber noch Fragen an die Entwickler hat, kann erstmal seine Unterstützung zusagen und diese vor Ablauf der Kampagne wieder zurückziehen wenn ihm die Antworten nicht passen. Die geplanten Liefertermine sind März bis Mai dieses Jahres, je nach Dock-Variante. Zu beachten ist weiters, dass Crowdfunding-Projekte sehr oft unter Verspätungen leiden, manchmal sind auch Ausfälle möglich, wobei das bei einem durchaus etablierten Hersteller wie Hyper by Sanho Corporation eher selten vorkommt. Las but not least ist bei Import (versandt wird aus HongKong) mit Steuern und Zollgebühren zu rechnen und in punkto Garantie/Support wird man wohl ebenfalls Abstriche gegenüber einem regulären Kauf im europäischen Handel machen müssen.

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Autor: Alexander Fagot,  3.02.2020 (Update:  3.02.2020)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.