Mit der Insolvenz von Ample verliert der Markt für Elektroautos einen weiteren Akteur im Bereich der Ladeinfrastruktur. Ample galt lange Zeit als innovative Hoffnung für den schnellen Akkuwechsel bei Elektroautomobilen.
Die wichtigen Fakten übersichtlich präsentiert:
- Ample meldet Insolvenz beim Southern District of Texas an
- Das Unternehmen spezialisierte sich auf modulare Batterietausch-Stationen und wollte damit die Ladeinfrastruktur verbessern
- Trotz weitreichender Partnerschaften (darunter Stellantis und Mitsubishi) reichen die liquiden Mittel nicht zur Finanzierung aus
Zu den Ursachen der Insolvenz
Hauptgründe für die Insolvenz liegen in den hohen Kosten, die für den Aufbau und Betrieb der Batterie-Wechselstationen notwendig waren. Laut Unternehmensangaben (via Electrek) stand ein Vermögen zwischen 10 und 50 Millionen US-Dollar, Verbindlichkeiten von 50 bis 100 Millionen US-Dollar gegenüber. Aufgrund dieser Tatsache und des starken Wettbewerbs mit herkömmlichen Systemen, die das Laden per Kabel ermöglichen, konnte sich das System nicht durchsetzen. Ferner fehlten ausreichend standardisierte Akkus.
Hinweise auf eine drohende Zahlungsunfähigkeit im Vorfeld
Laut anonymen Hinweisen, die Electrek zugespielt worden sind, scheiterten in der Vergangenheit mehrere Finanzierungsrunden. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Ample eine Klage aufgrund des Verstoßes gegen den amerikanischen WARN-Act gegenübersieht. Das Unternehmen hatte es versäumt, Mitarbeiter und Behörden rechtzeitig (60 Tage vor Eintreten der Zahlungsschwierigkeiten) zu informieren. Stattdessen entließ das Start-up vor Kurzem große Teile der Belegschaft.
Wie es mit der Technologie weitergeht, steht noch in den Sternen und wird sich in den kommenden Verhandlungen klären. Möglicherweise könnte einer der großen Kapitalgeber (Shell, Stellantis oder Mitsubishi) die Technologie aufgreifen.









