Die langjährige Dominanz von Intel auf dem Server-Prozessormarkt nimmt immer schneller ab, da AMD sein schnelles Wachstum mit den EPYC-CPUs fortsetzt, während ARM-basierte Lösungen bei Unternehmenskunden an Zugkraft gewinnen. Jüngste Daten von führenden Marktforschungsunternehmen bestätigen, dass AMD im Schlussquartal 2024 nicht nur beim Umsatz mit Server-Prozessoren an Intel vorbeizog, sondern den Abstand in den kommenden Jahren weiter verringern wird.
Derzeit hält AMD etwa 33% des Server-CPU-Marktes, und diese Zahl wächst weiter. Im Gegensatz dazu ist der Anteil von Intel auf etwa 62% gefallen. Dies ist eine dramatische Veränderung gegenüber 2017, als Intel fast den gesamten Markt kontrollierte und AMD- und ARM-Prozessoren praktisch nicht existierten.
Der Erfolg von AMD begann mit seiner Zen-Architektur. Der Marktanteil stieg schnell von etwa 10% im Jahr 2020 auf über 20% in den Jahren 2021 und 2022, während Intel mit erheblichen Verzögerungen und Problemen bei der Einführung des Sapphire Rapids zu kämpfen hatte.
Experten von IDC und Mercury Research gehen davon aus, dass sich dieser Trend beschleunigen wird. 2025 soll der Marktanteil von AMD auf 36% steigen, während sich der Anteil von Intel weiter auf etwa 55% reduzieren könnte. ARM-basierte Serverprozessoren, die zwar immer noch unter 10 % liegen, beginnen ebenfalls spürbare Fortschritte zu machen und erobern nach und nach Marktanteile.
Bis 2027 könnte AMD einen Marktanteil von 40 % erreichen, während Intel voraussichtlich unter die symbolische Schwelle von 50 % fallen wird. ARM-Prozessoren werden wahrscheinlich ihren stetigen Aufstieg fortsetzen und möglicherweise zwischen 10% und 12% erreichen. Analysten sagen voraus, dass AMD und Intel bis 2028 gleichauf liegen könnten - ein bedeutender Wendepunkt in der Branche.
Es ist wichtig zu wissen, dass sich diese Veränderungen hauptsächlich auf den Umsatz und nicht auf die Anzahl der verkauften Prozessoren beziehen. AMD war besonders erfolgreich beim Verkauf von High-End- und Premium-Produkten, während Intel nach wie vor das Volumen mit günstigeren Server-CPUs dominiert.
Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieser Trend in naher Zukunft umkehren wird. AMDs starke Roadmap und laufende Innovationen stärken seinen Wettbewerbsvorteil, während Intels Bemühungen - einschließlich der Einführung der Xeon 6-Serie - sich noch nicht positiv auf die Marktdaten ausgewirkt haben.
Quelle(n)
Jukan Choi über Hardwareluxx










