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Kartendienst Openrailwaymap stellt Schmalspur, Normalspur und Breitspur dar

Spanien ist ein traditionelles Breitspurland (gelb). Die Hochgeschwindigkeitsstrecken sind jedoch in Normalspur ausgeführt. (Bild:  © OpenStreetMap contributors)
Spanien ist ein traditionelles Breitspurland (gelb). Die Hochgeschwindigkeitsstrecken sind jedoch in Normalspur ausgeführt. (Bild: © OpenStreetMap contributors)
Die Openrailwaymap hat eine neue Beta-Funktion bekommen. Ab sofort lassen sich auch die Spurweiten von Eisenbahnstrecken darstellen. Dadurch lässt sich erkennen, wo Züge umgespurt werden müssen. Aber auch Dreischienengleise werden abgebildet.

Der vor allem für die Eisenbahn interessante Kartendienst Openrailwaymap hat nun eine Kartenansicht, die die unterschiedlichen Spurweiten von Eisenbahnen nach Farben aufgeschlüsselt darstellen kann. Die Funktion ist noch als Betafunktion deklariert. Es kann daher zu Darstellungsproblemen kommen.

Bei einer kurzen Überprüfung durch Notebookcheck.com zeigt sich trotzdem bereits eine hohe Datenqualität. Die uns bekannten Unterschiede bei Eisenbahnstrecken waren in einer Stichprobe alle korrekt dargestellt. Die Daten selbst werden von Openstreetmap bereitgestellt.

Die in Mitteleuropa vorherrschende Normalspur (1.435 mm Abstand zwischen den Schieneninnenkanten) stellt die Karte in Schwarz dar. Breitspuren, wie etwa in Spanien werden in Richtung Gelb und Rot dargestellt. Schmalspurbahnen haben eine bläuliche Farbe. Diese Spurweite ist etwa in Japan weit verbreitet. Aber auch in deutschsprachigen Ländern gibt es sie.

Von Innsbruck fährt etwa die Stubaitalbahn auf einer Meterspur in die Berge. In Darmstadt ist das Straßenbahnsystem ebenfalls auf einer Meterspur aufgebaut. Wer etwas herangezoomt, wird auch die exakte Spurweite in Millimetern ansehen können. Das ist vor allem für Breit- und Schmalspuren relevant, da diese keine festgelegten Breiten haben.

Dreischienengleise kann die Karte ebenfalls darstellen. Das ist etwa notwendig, wenn unterschiedliche Spurweiten auf demselben Gleis unterwegs sind. In Japan ist etwa der Seikan-Tunnel zwischen Hokkaidō und Honshū ein Beispiel dafür. Hier werden Schmalspur für Güterverkehr und Normalspur für Shinkansen gemeinsam durch den Tunnel geführt, ohne dass es dafür extra Röhren gibt. Dies wird mit einer gestrichelten Linie dargestellt.

Openrailwaymap übernimmt nur das sehr spezialisierte Rendering der Daten. Weitere Anzeigemöglichkeiten gibt es zur Infrastruktur, der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, dem Zugsicherungssystem sowie zur Elektrifizierung. Die Elektrifizierungsdaten sind wie die Spurweitenanzeige noch in der Betaphase.

Die Daten sind zwar in Openstreetmap gespeichert, werden allerdings über das Rendering im Allgemeinen nicht angezeigt. Spezialisierte Karten sind eine der Stärken des Openstreetmap-Projekts. Die Konkurrenten von Google, Apple und Microsoft können hier oft nicht mithalten.

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Autor: Andreas Sebayang,  7.03.2022 (Update:  8.03.2022)