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Österreichische Bundesbahnen setzen auf 3D-Drucker für Ersatzteile und Ausbildung

Eine Steckdosenabdeckung im 3D-Druck. (Bild: ÖBB Posch)
Eine Steckdosenabdeckung im 3D-Druck. (Bild: ÖBB Posch)
Der additive Druck bringt insbesondere bei Reparatur und Wartung große Vorteile. Bei der Bahn und jahrzehntealtem Equipment wird so das Ersatzteilproblem gelöst. Die ÖBB konnten schon über 16.000 Ersatzteile drucken.

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben bereits 16.600 Ersatzteile per additivem Druck gefertigt, wie das Unternehmen bekanntgab. Gedruckt werden die Teile unter anderem in den Werkstätten in Linz und in Wien. Weitere 3D-Labore sind in Planung. Zusätzlich wird bei Bedarf auch bei Partnern gedruckt.

Die 3D-Drucker werden insbesondere auch im Lehrbetrieb eingesetzt. In den Lehrwerkstätten des Konzerns gibt es entsprechende Geräte, damit das noch auszubildende Personal von Anfang an mit der Technik vertraut gemacht wird.

Für Eisenbahnverkehrsunternehmen ist die Technik besonders interessant, denn Waggons, Triebzüge und Loks sind oft viele Jahrzehnte im Dienst. Eine Ersatzteilversorgung über den Hersteller – so er denn noch existiert – ist dann nicht immer gegeben. Der 3D-Druck löst dieses Problem oftmals, vor allem, wenn nur einzelne Teile benötigt werden. Hersteller verkaufen solche Teile laut ÖBB mitunter nur in großer Anzahl. 

So ist dies auch bei den ÖBB. Bisher wurden 215 Anwendungsfälle in der Zugwartung erkannt. 20 davon betreffen sogar die modernen Railjet-Garnituren, die im Hochgeschwindigkeitsverkehr unterwegs sind. Mit dem 3D-Druck wird der Material-, Ressourcen- und Lagerbedarf optimiert, so das Unternehmen.  Eingeführt wurde die Technik vor rund drei Jahren, auch mit dem Ziel anderen Eisenbahnunternehmen zu helfen. Denn die Problematik mit alten, aber weiterhin gut nutzbaren Fahrzeugen betrifft die gesamte Industrie.

Als besonderes Beispiel nennen die ÖBB eine Steckdosenabdeckung im Eingangsbereich der Railjet-Türen. Durch die eigene Produktion und anschließende Lackierung sparen die ÖBB nach Unternehmensangaben 80 Prozent der Kosten.

 

 

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Autor: Andreas Sebayang, 25.04.2022 (Update: 25.04.2022)