Konkurrenz für Whoop und Fitbit Air: Apple soll an Fitnesstracker arbeiten

Apple entwickelt Berichten zufolge einen Fitness-Tracker ohne Display, der mit minimalistischen Wearables wie dem Whoop Band und Googles kürzlich eingeführtem Fitbit Air konkurrieren soll. Laut einem Bericht von Bloomberg befindet sich das Gerät in einer frühen Entwicklungsphase und dürfte frühestens 2028 erscheinen. Anstelle des herkömmlichen Glasdisplays der Apple Watch setzt der Tracker auf ein flexibles Stoffarmband mit einem Rechenmodul, das zahlreiche Sensoren enthält.
Durch den Verzicht auf typische Smartwatch-Funktionen wie Benachrichtigungen, Mediensteuerung und Apps soll sich das Gerät vollständig auf die kontinuierliche biometrische Erfassung ohne Ablenkungen konzentrieren. Das Projekt wird Berichten zufolge persönlich vom geschäftsführenden Verwaltungsratsvorsitzenden Tim Cook und Servicechef Eddy Cue vorangetrieben, der Ende vergangenen Jahres die Leitung von Apples Gesundheitssparte übernommen hat.
Apple nimmt zwar weiterhin eine dominante Stellung auf dem Smartwatch-Markt ein, das schnelle Wachstum spezialisierter Gesundheitstracker hat das Unternehmen jedoch dazu veranlasst, seine Wearable-Strategie zu überprüfen. Konkurrenten wie Whoop, das derzeit mit rund 8,7 Milliarden Euro bewertet wird, und Oura haben Millionen Nutzer gewonnen, die ihre Erholung und Gesundheit ohne die ständige Interaktion mit einem Display überwachen möchten.
Als Reaktion auf diese Entwicklung drängt Cue die internen Gesundheitsteams von Apple zur Entwicklung einfacherer und übersichtlicherer Benutzeroberflächen. Einige dieser Ansätze hat das Unternehmen bereits in sein bestehendes Ökosystem integriert. Neuere Updates für die Health-App und die aktuellen Apple-Watch-Modelle bieten an Whoop angelehnte Messwerte wie tägliche Readiness-Werte, Schätzungen des biologischen Alters und eine verbesserte kontinuierliche Herzfrequenzmessung.
Mitglieder des Vision-Hardwareteams unterstützen die ersten Entwicklungsarbeiten an dem Armband ohne Display, was auf umfassendere Pläne zur Erweiterung von Apples Wearable-Lineups hindeutet. Trotz des Interesses der Führungsebene befindet sich das Projekt noch in einer frühen Prototypenphase. Ob das Gerät tatsächlich auf den Markt kommt, hat Apple noch nicht entschieden.










