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Kurztest: Kabellose In-Ear-Kopfhörer von Taotronics für unter 50 Euro

Kurztest des günstigen Taotronics Soundliberty 53
Kurztest des günstigen Taotronics Soundliberty 53
Die Preisspanne bei kabellosen In-Ear-Kopfhörern bewegt sich bis in den dreistelligen Euro-Bereich. Die bekannten Apple AirPods der zweiten Generation siedeln sich knapp unterhalb der 200 Euro-Marke an, doch viele Modelle anderer Hersteller am Markt sind bereits um unter 50 Euro zu finden. Wir unterziehen die In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer von Taotronics aus dem unteren Preissegment einem Kurztest.

Wir haben für diesen Kurztest In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer Soundliberty 53 (TT-BH053) von Taotronics zur Verfügung gestellt bekommen. In der Verpackung befindet sich neben den beiden In-Ear-Kopfhörern mit Bluetooth 5.0 eine schwarze ovalförmige Aufbewahrungsbox, vier Paar Ohrpolster, ein kurzes Ladekabel (USB-Typ-A zu Micro-USB), eine Kurzanleitung und eine vollständige Bedienungsanleitung. Die Verarbeitungsqualität der Kopfhörer kann als sehr gut bezeichnet werden, nur das Scharnier der oberen Abdeckung der Box macht vor allem im geöffneten Zustand einen etwas instabilen Eindruck. 

Aufbewahrungsbox dient als Aufladestation

Die Aufbewahrungsbox dient gleichzeitig auch als Ladestation und Stromversorgung für die Kopfhöhrer. Aufgeladen wir mit dem mitgelieferten Micro-USB-Kabel. Vier kleine LEDs an der Vorderseite zeigen beim Entnehmen und Einlegen der In-Ears den aktuellen Ladestand an. Beim Herausnehmen der Kopfhörer schalten sich diese automatisch ein, dies wird jeweils durch eine kleine blaue LED angezeigt. Die beiden Kopfhörer können sowohl im Paar-Modus, als auch im Einzelmodus verwendet werden. Das wird vom Gerät selbst erkannt, wenn eines der In-Ears in der Box verbleibt. Welches Ohr dabei auch immer im Einzelbetrieb bevorzugt verwendet wird, spielt keine Rolle, denn in beiden In-Ears ist ein Mikrofon verbaut.

LEDs zeigen die Bereitschaft und den Ladezustand an
LEDs zeigen die Bereitschaft und den Ladezustand an
Die Aufbewahrungsbox ist ebenfalls kompakt
Die Aufbewahrungsbox ist ebenfalls kompakt

Der in der Aufbewahrungsbox eingebaute Akku soll insgesamt für 40 Stunden Betrieb Power liefern können, die Kopfhörer selbst halten 5 Stunden durch. Im Praxisbetrieb sind wir mit einer Lautstärkeeinstellung von ca. 60-70% knapp an diese Zeitmarke herangekommen. 

Bluetooth-Pairing: schnell und stabil

Das erstmalige Bluetooth-Pairing klappt im Test mit mehreren Smartphones problemlos in Sekunden. Eine Damenstimme flüstert in den linken Kopfhörer “Connected” und die Verbindung ist erfolgreich hergestellt. Angezeigt wird am Handy dabei auch der Ladestand der Akkus der Kopfhörer. Der Sitz der 5,1 Gramm leichten In-Ears ist übrigens sehr angenehm und auch für kleinere Gehörgänge geeignet. Man hat hier dabei nicht das Gefühl, dass die In-Ears rausfallen könnten.

Die Kopfhörer halten jeweils ca. 5 Stunden durch, die Box hat Energie für weitere 36 Stunden
Die Kopfhörer halten jeweils ca. 5 Stunden durch, die Box hat Energie für weitere 36 Stunden
6mm-Treiber verstecken sich hinter einem feinmaschigen Stoffnetz
6mm-Treiber verstecken sich hinter einem feinmaschigen Stoffnetz

Touchbedienung mit dreimal tippen

Sitzen die Kopfhörer einmal im Ohr, können Sie durch Touch-Bedienung gesteuert werden. Ein Tippen mit dem Finger auf den linken Kopfhörer verringert, auf den rechten erhöht die Lautstärke. Eine schnelle doppelte Berührung wechselt zwischen Play/Stopp, ein dreifaches Tippen spult vor, beziehungsweise zurück. Ein 2 Sekunden langes Berühren aktiviert den Sprachassistenten. Ist die Bedienung noch ungewohnt, kann man sich hier schon mal leicht vertippen. Die Steuerung ist aber jedenfalls sehr zuverlässig, sobald man sich daran gewöhnt hat. Übrigens muss man keine Sorge bei nassen Händen haben, die Soundliberty 53 sind IPX7 geschützt und somit wäre auch ein zeitweiliges Untertauchen möglich. 

Etwas mit Funktionen überladene Touch-Control-Bedienung
Etwas mit Funktionen überladene Touch-Control-Bedienung
Wasser macht den IPX7-geschützten In-Ears nichts aus
Wasser macht den IPX7-geschützten In-Ears nichts aus

Guter Sound, aber Mikro könnte besser sein

Das Klangbild der Kopfhörer ist äußerst ausgewogen. Hoch- und Mitteltöne werden nicht zu sehr hervorgehoben und ein wahrnehmbarer, angenehmer Bass runden den Sound der 6-mm-Dynamiklautsprecher des TT-BH053 ab, sodass auch der Musikgenuss nicht zu kurz kommt. Bei Telefonaten ist der Gesprächspartner deutlich hörbar und verständlich. Nur dürfte anscheinend bei einigen Gesprächen die Rauschreduzierung nicht immer überzeugen, denn für die Gegenseite war die Qualität der Stimme manchmal nur mittelmäßig. 

Guter Sound mit dezentem Bass...
Guter Sound mit dezentem Bass...
...das Mikrofon könnte aber besser sein
...das Mikrofon könnte aber besser sein

Alles in allem überzeugt aber Soundliberty 53 sowohl im Design, Tragekomfort, Handhabung und Soundqualität. Nur das Mikrofon könnte bei lauter Umgebung bessere Resultate bringen. 

Die Taotronics In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer TT-BH053 sind derzeit für rund 40 Euro auf Amazon zu finden.

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Autor: Daniel Puschina, 23.10.2019 (Update: 23.10.2019)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.