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Lenovo ZUK Z2 Pro: Als Importgerät ab sofort erhältlich.

Das von Lenovo im April angekündigte ZUK Z2 Pro ist nun lieferbar.
Das von Lenovo im April angekündigte ZUK Z2 Pro ist nun lieferbar.
Das ZUK Z2 Pro von Lenovo spielt in der gleichen Liga wie das OnePlus 3 und das ZTE Axon 7 und ist nun, vorerst nur als Importgerät, verfügbar. Alle in Europa wichtigen LTE-Frequenzen werden unterstützt.

In letzter Zeit sorgte OnePlus mit seinem OnePlus 3 und danach auch ZTE mit dem Axon 7 für Schlagzeilen als preisgünstige Alternative zur etablierten Smartphone-Oberliga wie Samsung, LG oder Huawei. Bereits im April hat auch Lenovo mit dem ZUK Z2 Pro seine Version der Smartphone-Spitzenklasse vorgestellt, die jetzt auch endlich lieferbar ist. Bislang allerdings im Gegensatz zu den erwähnten Konkurrenten nicht offiziell in Europa, man muss also schon etwas Abenteuerlust mitbringen und den Selbstimport nicht scheuen. Zudem ist zum derzeitigen Zeitpunkt, das muss ganz klar gesagt werden, die Systemsprache der Lenovo ZUI 2.0-Oberfläche nicht in deutsch verfügbar. Wer des Englischen mächtig ist, kann allerdings ein durchaus hochwertiges Gerät im Preisbereich unter 500 Euro erstehen, derzeit ist das ZUK Z2 Pro bei einigen einschlägigen Importhändlern in der weißen Version mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher ab 430 Euro (ohne Steuern oder Versand) erhältlich. 

Das Übliche

Das Lenovo ZUK Z2 Pro bringt alle üblichen High-End-Features eines diesjährigen Spitzenmodells mit und hat darüber hinaus einige interessante Zusatzfeatures mit an Bord, eine Übersicht finden sie in unserem Newsbeitrag zur Veröffentlichung des Z2 Pro im April des Jahres. Snapdragon 820-SOC, 6 GB RAM und 128 GB schneller UFS 2.0 Speicher, der allerdings wie beim OnePlus 3 nicht per Micro-SD-Karten erweiterbar ist, markieren schon das Feld, auf dem sich Lenovo bewegt. Das 5,2 Zoll-Super AMOLED-Display bietet zwar nur Full-HD-Auflösung, soll aber durch hohe Helligkeit und guten Kontrast sowie Farbtreue überzeugen. Die rückwärtige 13 MP-Kamera dürfte mit 1,34 μm großen Pixeln, OIS&EIS und einer F/1.8 Blende auch in etwas dünkleren Bildbereichen gute Qualität abliefern. Der 3.100 mAh große Akku ist Quick Charge 3.0 kompatibel und wird über USB Type-C geladen, laut Specsheet wird USB 3.1 unterstützt. Alle technischen Daten zum Z2 Pro sind im Spezifikationsblatt detailliert zusammengefasst.

Das Besondere

Wo Lenovo mit dem ZUK Z2 besonders aus der Masse der aktuellen China-Smartphones hervor sticht, ist die überaus großzügige Ausstattung mit Sensoren. Zwar fehlt leider NFC und IR, dafür bringt Lenovo eine ganze Latte an Gesundheits- und Fitness-Sensoren im ZUK Z2 Pro unter. Neben den üblichen Kandidaten wie Fingerabdruck, GPS, Kompass und Gyroskop sind inbesondere ein Herzfrequenz-Sensor mit Blut-Sauerstoffmessung, UV-Sensor, Höhen- und Beschleunigungs-Sensoren zu nennen. Wie gut, das in der Praxis funktioniert, müssen natürlich Tests zeigen. Für alle Fitness- und Outdoor-Fans könnte das Gerät aber aufgrund der integrierten Sensoren besonders interessant sein. 

Wie seine Kollegen OnePlus 3 und Axon 7 unterstützt das ZUK Z2 Pro alle in Europa und Asien üblichen LTE-Bänder. Mit 12 gelisteten Bändern kann es zwar keinen Rekord brechen und bleibt weit hinter aktuellen Samsung, Huawei und Apple-Smartphones der Spitzenklasse zurück, wird aber in Europa und Asien keine Probleme mit dem LTE-Datenfunk verursachen. Auch die von China-Importgeräten selten unterstützten Bänder 8 und 20 sind mit dabei, das unterscheidet, unter anderem das Pro-Modell auch von seinem deutlich günstigeren Bruder ZUK Z2 (ohne Pro), welches in der chinesischen Version Band 20 nicht benutzen kann.

Ob die beworbene Datensynchronisation mit Apple's iCloud wirklich gut und zuverlässig funktioniert, kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht bestätigt werden, der Hersteller wirbt jedenfalls auf seiner Homepage mit einfacher Migration zwischen iPhone und ZUK Z2 Pro.

Google Services

Lenovo liefert die chinesische Version des ZUK Z2 ohne Integration der Google Services aus, das bedeutet auch der Google Play Store ist nicht vorinstalliert, was auch ein erster chinesischer Tester bestätigt. Zumindest der Händler GizChina dürfte jedoch die Google Services nachinstallieren, ein Unboxing-Video bestätigt diese Information. Frühe Käufer sollten diesbezüglich jedenfalls vor dem Kauf beim Händler nachfragen. Wir haben beide Videos unten verlinkt um einen ersten Eindruck zu vermitteln.

Fazit

Im Vergleich zu OnePlus 3 und Axon 7 bietet Lenovo mit dem Z2 Pro insbesondere im Sensorbereich deutlich mehr, zudem bringt es mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher auch das derzeitige Maximum an Speicher mit, der allerdings im Gegensatz zum Axon 7 nicht per Micro-SD-Karten erweiterbar ist. Die Display-Auflösung liegt wie beim OnePlus 3 bei 1.920 x 1.080 Pixel, für VR-Anwendungen wäre das Axon 7 mit QHD-Auflösung also besser geeignet. 

Konkurrenz belebt das Geschäft, sagt man. Ob Lenovo mit dem ZUK Z2 Pro auch offiziell in Europa auftreten wird, ist bislang noch nicht entschieden. Zumindest das ZUK Z1 war hierzulande sehr wohl erhältlich, gerüchteweise dürfte das auch auf den Nachfolger zutreffen, hoffentlich nicht nur auf das Standard-, sondern auch das Pro-Modell. Das Z2 Pro muss bislang noch selbst von Importhändlern wie GizChina oder Oppomart importiert werden, auch wenn ein Eintrag auf Geizhals bereits andeutet, dass Händler auch hierzulande das Gerät demnächst anbieten könnten.

Wer den Selbstimport scheut, sollte noch etwas zuwarten, ob Lenovo das Gerät auch hierzulande anbieten wird, denn bei Importware könnten auch rechtliche Fallstricke warten. In Europa eingeführte Waren müssen nämlich die CE-Kennzeichnung tragen beziehungsweise eine entsprechende Konformitätserklärung beilegen. Insbesondere China-Ware trägt oft leicht abgewandelte Schriftzüge, die für China-Export stehen, hier sollte, vor dem Kauf der jeweilige Import-Händler in die Pflicht genommen und dazu befragt werden.

Update: 10.50 Hinweis zur CE-Kennzeichnung hinzufügt, danke an unseren Leser Kimmi für den Hinweis.

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Autor: Alexander Fagot,  7.07.2016 (Update:  7.07.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.