MacBook Neo ist Apples Trumpf gegen die DRAM-Krise, laut Verkaufs-Prognose

Die jüngste Analyse von TrendForce erwartet, dass der weltweite Laptop-Markt im Jahr 2026 insgesamt um 9,2 Prozent schrumpfen wird, wobei die Nachfrage noch weiter sinken könnte, je nachdem, wie sich die Preise entwickeln. Der Grund für den schwächelnden Markt ist wenig überraschend die DRAM-Krise. Nachdem die Kosten für Arbeitsspeicher, SSDs und Akkus seit Monaten drastisch steigen, werden auch Laptops zwangsläufig teurer.
Die meisten Laptop-Hersteller sollen auf diese Entwicklung zurückhaltend reagieren, und ihr Produkt-Portfolio auf die wichtigsten Modelle eindampfen und nur geringe Lagerbestände aufbauen. Apple geht dagegen einen anderen Weg. Mit dem MacBook Neo hat der iPhone-Hersteller am Mittwoch erstmals seit dem Jahr 2015 eine neue MacBook-Produktreihe eingeführt. Mit einem Preis von 699 Euro ist das Notebook wesentlich günstiger als etwa das MacBook Air (ca. 899 Euro auf Amazon).

Gerade in Relation zu den tendenziell steigenden Preisen von Mittelklasse-Laptops erzielt das MacBook Neo ein durchaus attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis, wie auch unser Vergleich mit drei möglichen Alternativen zeigt. TrendForce geht davon aus, dass Apple im Jahr 2026 vier bis fünf Millionen MacBook Neo absetzen kann. Dadurch soll Apple dieses Jahr 7,7 Prozent mehr MacBooks verkaufen als noch im Vorjahr, trotz schrumpfendem Markt, und somit einen Marktanteil von 13,2 Prozent erreichen.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Konsumenten nicht davor zurückschrecken, einen Laptop mit nur 8 GB Arbeitsspeicher zu kaufen. Unterdessen hat Apple gegenüber 9to5Mac bestätigt, dass das MacBook Neo doch mit dem neuen Apple Studio Display (XDR) kompatibel ist, allerdings mit einer gravierenden Einschränkung – die Monitore können nur mit 4K-Auflösung mit 60 Hz betrieben werden, wenn diese ans MacBook Neo angeschlossen werden.











