Max Mini: Apple streicht Upgrade-Möglichkeit, die Käufer hunderte Euro sparen ließ

Bei Apples Mac-mini-Modellen mit M1 und M2 war der NAND-Speicher direkt auf das Logic Board gelötet, sodass Besitzer praktisch keine Möglichkeit hatten, ihn nach dem Kauf aufzurüsten. Mit dem M4 Mac mini änderte sich das im Jahr 2024, denn Apple verbaute den Speicher auf einem austauschbaren Modul. Der Wechsel war zwar nicht so einfach wie bei einer herkömmlichen M.2-SSD, doch kompatible Module boten Besitzern schließlich eine günstigere Möglichkeit, den internen Speicher zu erweitern. Bei den neuen Mac-mini-Modellen mit M6 und M5 Pro hat Apple diese Änderung nun wieder rückgängig gemacht.
Expand Mac mini, ein Unternehmen, das nachrüstbare Speichermodule für den M4 und M4 Pro Mac mini anbietet, hat beide neuen Modelle geöffnet, um zu prüfen, ob sie sich auf die gleiche Weise aufrüsten lassen. Dabei hat sich herausgestellt, dass die NAND-Chips direkt auf das Logic Board gelötet sind und sich in keinem der beiden Geräte ein Steckplatz für Speichermodule befindet. Bestehende M4-Module sind damit nicht kompatibel und das Unternehmen hält nachträgliche Speicher-Upgrades bei den neuen Modellen derzeit für unwahrscheinlich. Besitzer eines M4 oder M4 Pro sind davon nicht betroffen und können weiterhin kompatible Module verwenden.
Der Wegfall des Steckplatzes könnte zusätzlichen Speicher für Käufer deutlich teurer machen. Expand Mac mini verkauft für das M4-Modell ein 1-TB-Modul für 300 US-Dollar (263 Euro) und eine 2-TB-Version für 420 US-Dollar (368 Euro). Apple verlangt dagegen 550 Euro Aufpreis, um den M6 Mac mini mit 1 TB statt 256 GB Speicher zu konfigurieren. Der Wechsel auf 2 TB kostet 1.100 Euro Aufpreis. Käufer müssen sich daher bereits bei der Bestellung für ausreichend internen Speicher entscheiden oder später auf eine externe SSD zurückgreifen.
Während der Mac mini wieder auf verlöteten Speicher setzt, verfolgt Apple beim neuen Mac Studio einen anderen Ansatz. Apples Reparaturhandbuch für die Modelle mit M5 Max und M5 Ultra zeigt, dass deren Speichermodule weiterhin austauschbar sind. Je nach Konfiguration kommen entweder ein oder zwei Module zum Einsatz. Bei Modellen mit zwei Modulen muss für jeden Anschluss das jeweils passende Modul verwendet werden. Schnell erreichbar sind die Module allerdings nicht, denn zunächst müssen die Bodenabdeckung, das Netzteil und der interne Rahmen entfernt werden.
Trotz des austauschbaren Designs ist ein Speicher-Upgrade beim Mac Studio nicht garantiert. Apple verwendet spezielle Flash-Module anstelle herkömmlicher M.2-SSDs. Nach einem Austausch wird außerdem ein weiterer Mac mit der neuesten macOS-Version benötigt, um das Gerät wiederherzustellen. Apples Dokumentation erklärt zwar, wie defekte Module ausgetauscht werden können, macht aber keine Angaben dazu, ob sich ein Set mit höherer Kapazität als Upgrade installieren lässt. Vorerst behält der Mac Studio damit austauschbaren Speicher für Reparaturen, während Apple beim neuen Mac mini die mit der M4-Generation eingeführte günstigere Upgrade-Möglichkeit wieder streicht.















