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Microsoft: Ältere Windows-Versionen updaten wird einfacher

Bisher folgten jeder Windows 7-Neuinstallation hunderte Einzelupdates.
Bisher folgten jeder Windows 7-Neuinstallation hunderte Einzelupdates.
Eine Art Windows 7-Service-Pack 2 und zusammengefasste Update-Pakete für Windows 7 und 8.1 sollen zukünftig die Nerven der Anwender schonen. Der Microsoft Update-Katalog wird endlich mit alternativen Browsern bedienbar.

Bisher hatte man nicht den Eindruck, dass Microsoft noch viel an treue Nutzer früherer Windows-Versionen denkt. Im Gegenteil, man drängte sie, teilweise mit umstrittenen Methoden, zum Upgrade auf Windows 10 und quälte sie mit einer Update-Orgie aus hunderten Einzelupdates nach jeder Neuinstallation, besonders unter Windows 7. Auch die Tatsache, dass der Microsoft Update-Katalog die einzige offizielle Anlaufstelle für den manuellen Download der Updates geworden ist und dieser nur mit dem Internet Explorer bedienbar war, löste Unverständnis unter den Anwendern aus.

Nun sollen alle diese Probleme angegangen werden. Microsoft kündigte drei Schritte an, um in Zukunft die "Qualität und Zuverlässigkeit" der Update-Verteilung zu verbessern, wie Microsoft in seinem Technet-Blog für IT-Profis schrieb:

  1. Das lästigste Problem war wohl die Nachinstallation hunderter Updates nach einer Windows 7-Neuinstallation. Dies soll ab sofort einfacher werden. Im Microsoft Update-Katalog ist ab sofort ein Update-Paket erhältlich, welches sämtliche Sicherheits- und Nicht-Sicherheits-Updates seit Service-Pack 1 bis April 2016 enthält. Das Paket steht für Windows 7 SP1 sowie Windows Server 2008 R2 zum Download bereit und kann als eine Art Service Pack 2 bezeichnet werden. Microsoft nennt es dagegen "Windows 7 SP1 Convenience Rollup". Dieses Rollup kann auch direkt in Windows 7 SP1 Installationsmedien integriert werden, somit können zukünftige Windows 7 Neuinstallationen deutlich schneller und komfortabler ablaufen.

  2. Auch zukünftige Updates werden komfortabler für den Anwender und Windows-Administrator: Sowohl Windows 7 als auch Windows 8.1, sowie die entsprechenden Server-Varianten, werden nicht sicherheitsrelevante Updates zukünftig als kumulatives Update-Paket erhalten. Das ist bei Windows 10 schon Usus und verringert zukünftig auch unter den älteren, noch unterstützten Windows-Versionen die Anzahl der Einzel-Updates drastisch. Eine zukünftige Neuinstallation wird also nur mehr ein Feature-Update und die benötige Anzahl an Sicherheits-Updates nachinstallieren. Dies gilt für den Microsoft Update-Katalog als auch die entsprechenden Verteilungs-Server wie WSUS und SCCM.

  3. Schlussendlich soll auch der Microsoft Update-Katalog endlich modernisiert werden: Das baldige Aus für den Zwang zum Internet Explorer soll es Anwendern leichter machen, den Update-Katalog auch ohne Installation zusätzlicher Active X-Plugins zu bedienen und den Internet Explorer friedlich in seinem Grab ruhen zu lassen.

In Summe werden diese Verbesserungen doch dem einen oder anderen helfen, seine älteren Windows-Versionen zeit- und nervenschonender zu warten. Ein definitives "Thumbs-Up" von uns für diese längst überfälligen Maßnahmen!

Kein Zwang zum Internet Explorer mehr im Microsoft Update-Katalog
Kein Zwang zum Internet Explorer mehr im Microsoft Update-Katalog
Das Windows 7 SP1 Convenience Rollup ist da!
Das Windows 7 SP1 Convenience Rollup ist da!

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Autor: Alexander Fagot, 18.05.2016 (Update: 18.05.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.