Microsoft Autopatch führt neuen Bericht zum sicheren Start gegen Boot-Schleifen ein

Microsoft hat einen Secure-Boot-Statusbericht für Windows Autopatch veröffentlicht, um Abstürze von Unternehmens-PCs im Vorfeld eines kritischen Firmware-Updates zu verhindern. Im Fokus stehen auslaufende UEFI-Zertifizierungsstellenschlüssel von Drittanbietern. Erhalten Unternehmensgeräte die neuen Windows UEFI CA 2023-Zertifikate nicht rechtzeitig vor dem Stichtag im Juni, drohen Startprobleme oder BitLocker-Wiederherstellungsschleifen.
Statt lediglich zu prüfen, ob eine Richtlinie ein Gerät erreicht hat, nutzt Autopatch nun Live-Hardware-Telemetrie, um die tatsächliche Update-Bereitschaft zu bewerten. Administratoren erhalten dadurch einen realistischeren Überblick darüber, wie ihre Systeme die anstehende Firmware-Migration bewältigen, bevor Microsoft die automatische Durchsetzung aktiviert.
Überwachung des Konfidenzniveaus in Intune
Der neue Bericht im Microsoft Intune Admin Center gruppiert verwaltete Geräte automatisch anhand von Echtzeit-Systemdaten. Dabei werden Endpunkte in fünf Statuskategorien eingeteilt: „Hohes Vertrauen“, „Unter Beobachtung“, „Keine Daten verfügbar“, „Vorübergehend pausiert“ und „Nicht unterstützt“.
Diese Klassifizierung ermöglicht eine gezielte und störungsarme Update-Verteilung. Systeme mit hohem Vertrauen erhalten die neuen Zertifikate automatisch über die regulären Windows-Update-Kanäle. Wird ein Gerät als „Vorübergehend pausiert“ eingestuft, liegt in der Regel ein bekannter Hardware- oder OEM-Firmwarekonflikt vor. In solchen Fällen wird der Rollout ausgesetzt, bis ein stabiles BIOS-Update verfügbar ist.
Zugriff auf Bericht und Ereignisprotokolle
Administratoren können die entsprechenden Metriken im Intune Admin Center unter dem Bereich „Windows-Qualitätsupdates“ einsehen. Dort wurde eine eigene Spalte für den Zertifikatsstatus ergänzt, die Geräte als „Aktuell“, „Nicht aktuell“ oder „Nicht zutreffend“ kennzeichnet. Nach einem Neustart kann es bis zu 12 Stunden dauern, bis die Clientdiagnosedaten im Cloud-Dashboard aktualisiert werden.
Für eine lokale Überprüfung können Techniker das Windows-Systemereignisprotokoll aufrufen. Die Ereignis-ID 1808 bestätigt, dass die neuen Zertifikate erfolgreich auf die Firmware angewendet wurden. Schlägt die Bereitstellung fehl oder wird blockiert, erscheint stattdessen die Ereignis-ID 1801.
Durch die frühzeitige Analyse dieser Ereignisse können IT-Teams potenzielle Kompatibilitätsprobleme identifizieren und erforderliche OEM-Firmware-Updates einspielen, bevor die Frist im Juni zu flächendeckenden Systemausfällen führt.











