Microsoft: Xbox-Sparte soll drei weitere Entlassungswellen planen

Xbox-Chefin Asha Sharma bereitet Berichten zufolge drei weitere Entlassungsrunden für Oktober, November und Januar vor. Damit würde die Umstrukturierung fortgesetzt, von der bereits Tausende Beschäftigte betroffen sind und die Microsofts Spielestudios verändert hat.
Im Juli hat Sharma angekündigt, im Geschäftsjahr 2027 von Microsoft im Rahmen eines organisatorischen "Resets" insgesamt 3.200 Stellen zu streichen. Davon sollten 1.600 unmittelbar entfallen. Im September hat Microsoft rund 260 weitere Mitarbeiter entlassen. Wie viele Beschäftigte die kommenden Entlassungsrunden betreffen und ob diese Stellen vollständig in der bereits angekündigten Gesamtzahl enthalten sind, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Seit ihrem Amtsantritt im Februar 2026 baut Sharma Xbox um. Ihrer Einschätzung nach benötigt die Sparte eine klarere strategische Ausrichtung und bessere Finanzergebnisse. Zu den bisherigen Maßnahmen gehören Entlassungen und die Neuorganisation von Studios. Double Fine und Compulsion Games haben die Erlaubnis erhalten, wieder unabhängig zu werden. Ninja Theory, das Entwicklerstudio hinter den Senua-Spielen, droht dagegen möglicherweise die Schließung. Zudem räumt Microsoft etablierten Spielereihen und Projekten mit klareren kommerziellen Erfolgsaussichten Vorrang ein.
Die Umstrukturierung erfolgt unter dem Druck, die Profitabilität von Xbox zu verbessern. Gleichzeitig belasten steigende Hardwarekosten und die gemischten Ergebnisse der jüngsten Expansion das Geschäft. In einer früheren internen Mitteilung hat Sharma den Zustand der Sparte als ungesund bezeichnet. Bisherige Investitionen und Strategien hätten nicht das erhoffte Wachstum gebracht.
Für die Xbox-Belegschaft bedeuten die möglichen drei weiteren Entlassungsrunden zusätzliche Unsicherheit während des laufenden Umbaus. Die gemeldeten Pläne können sich allerdings noch ändern. Microsoft hat die Einzelheiten bislang nicht öffentlich bestätigt.









