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Xbox: Investoren sollen Übernahme für bis zu 150 Milliarden Dollar geprüft haben

Private-Equity-Firmen prüften Berichten zufolge eine mögliche Xbox-Übernahme im Wert von 100 bis 150 Milliarden US-Dollar.
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Private-Equity-Firmen prüften Berichten zufolge eine mögliche Xbox-Übernahme im Wert von 100 bis 150 Milliarden US-Dollar.
Eine Gruppe von Finanzinvestoren soll erwogen haben, Microsofts Gaming-Sparte Xbox für 100 bis 150 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Die Gespräche führten allerdings nicht zu offiziellen Verhandlungen mit Microsoft. Der Konzern betont weiterhin, dass Xbox nicht zum Verkauf steht.

Microsofts Gaming-Sparte Xbox soll das Interesse mehrerer Private-Equity-Gesellschaften geweckt haben, die eine Übernahme für bis zu 150 Milliarden US-Dollar in Betracht zogen. Die Gespräche waren allerdings nur von kurzer Dauer und führten nicht zu offiziellen Verhandlungen mit Microsoft. Die Meldung erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem zunehmend über die Zukunft von Xbox spekuliert wird. Unter der neuen Führung befindet sich die Gaming-Sparte in einem umfassenden Umbau, bei dem offenbar drei weitere Entlassungswellen geplant sind.

Wie The Information unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, haben mehrere Finanzinvestoren in den vergangenen Monaten eine mögliche Übernahme von Microsofts Gaming-Geschäft geprüft. Die diskutierte Bewertung soll zwischen 100 und 150 Milliarden US-Dollar gelegen haben. Die Überlegungen befanden sich jedoch noch in einem frühen Stadium und führten zu keinem konkreten Übernahmeangebot. Welche Unternehmen beteiligt waren, ist nicht bekannt.

Zur Einordnung: Die obere Grenze der diskutierten Xbox-Bewertung entspricht beinahe dem Dreifachen der 55 Milliarden US-Dollar, die für die Übernahme von Electronic Arts gezahlt wurden. Diese Transaktion, an der unter anderem der saudi-arabische Staatsfonds Public Investment Fund, Silver Lake und Affinity Partners beteiligt waren, wurde im August 2026 abgeschlossen. Eine Übernahme von Xbox wäre allerdings deutlich komplizierter. Schließlich besitzt Microsoft neben dem Konsolengeschäft und dem Abo-Dienst Game Pass auch zahlreiche bedeutende Spielemarken, darunter Call of Duty, Minecraft, Diablo und The Elder Scrolls. Welche Geschäftsbereiche und Marken in der diskutierten Bewertung enthalten gewesen wären, ist bislang unklar

Interessant ist der Zeitpunkt der Meldung auch deshalb, weil Xbox-Chefin Asha Sharma einen möglichen Verkauf der Gaming-Sparte erst vor wenigen Wochen ausdrücklich ausgeschlossen hatte. In einem Interview mit der New York Times erklärte Sharma im September unmissverständlich, dass Xbox nicht zum Verkauf stehe. Gleichzeitig räumte sie jedoch ein, dass Microsoft alternative Partnerschaften und Geschäftsmodelle in Betracht ziehen würde, um die wirtschaftliche Entwicklung zu verbessern.

Eine weitere Recherche von Fortune, die am selben Tag wie der Bericht von The Information veröffentlicht wurde, liefert zusätzliche Hintergründe. Demnach gehen mehrere aktuelle und ehemalige Microsoft-Mitarbeiter davon aus, dass Xbox auf einen möglichen Verkauf, eine Ausgliederung oder den Einstieg externer Investoren vorbereitet werden könnte. Einige Mitarbeiter sollen zudem von einer internen Präsentation gewusst haben, in der entsprechende Szenarien untersucht wurden. Microsofts Vertriebschef Judson Althoff wies die Spekulationen allerdings zurück. Seiner Ansicht nach würde das Unternehmen kaum eine seiner besten Führungskräfte mit der Leitung eines Geschäftsbereichs betrauen, den es anschließend verkaufen wolle.

Microsofts Gaming-Sparte hatte in den vergangenen Jahren mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, insbesondere im Konsolengeschäft. Laut dem Geschäftsbericht für das Fiskaljahr 2026 erzielte Xbox einen Umsatz von 21,79 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich fiel das Minus im Hardwaregeschäft aus, wo die Umsätze um 29 Prozent zurückgingen. Auch das Geschäft mit Spielen und Dienstleistungen entwickelte sich rückläufig und verzeichnete ein Minus von fünf Prozent.

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass Microsoft tatsächlich ein Übernahmeangebot in Betracht gezogen hat. Das angebliche Interesse der Finanzinvestoren deutet allerdings darauf hin, dass externe Geldgeber trotz der jüngsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten weiterhin einen erheblichen Wert in Xbox sehen. Ob der laufende Konzernumbau letztlich zu einer veränderten Eigentümerstruktur führen könnte, bleibt abzuwarten.

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Autor: Anil Ganti, 21.10.2026 (Update: 21.10.2026)