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Microsoft rät Xbox-Besitzern zum Verkauf nicht genutzter Series X Konsolen

Best Buy Banner mit Xbox-Konsolen
ⓘ Best Buy, Microsoft
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Microsoft will Spieler zumindest in den USA dazu bewegen, ungenutzte Xbox-Konsolen gegen Best-Buy-Gutscheine einzutauschen. Das Unternehmen hat die Preise der Series X/S mehrfach erhöht und zugleich Schwierigkeiten, genügend Geräte zu produzieren. Ein stärkerer Fokus auf den Verkauf generalüberholter Konsolen könnte preisbewusste Kunden für das Xbox-Ökosystem gewinnen.

Microsoft hat sich erneut zu Xbox-Konsolen bekannt, fordert Spieler auf seinem Heimatmarkt in den USA nun aber zugleich zum Verkauf ihrer Geräte auf. Nintendeal hat in sozialen Medien eine E-Mail geteilt, die sich an Besitzer einer ungenutzten Xbox Series X oder S richtet. Der amerikanische Elektronik-Händler Best Buy bietet für die Konsolen Gutscheine im Wert von bis 350 Dollar an. Das Angebot fällt in eine Zeit, in der viele Märkte von Preiserhöhungen und Lieferengpässen betroffen sind.

Die Nachricht richtet sich an Nutzer, die ihre Xbox nicht mehr verwenden oder auf einen PC beziehungsweise ein anderes Gerät umgestiegen sind. Den höchsten Eintauschwert dürften Modelle mit besonders viel Speicher und einem Laufwerk erzielen.

Ein faires Angebot?

Die umgerechnet 335 Euro liegen deutlich unter dem US-Preis der Xbox Series X mit Laufwerk. In anderen Ländern sind die Preise häufig noch höher, während Microsoft Schwierigkeiten hat, genügend Konsolen zu produzieren. Dennoch liegt der Eintauschwert auf dem Niveau der Angebote von Konkurrenten wie GameStop oder sogar darüber.

Fans diskutieren darüber, welche Strategie Microsoft mit dem Eintauschangebot verfolgt. Möglicherweise hat das Unternehmen mit Best Buy eine lukrative Vereinbarung ausgehandelt. Wahrscheinlich will Microsoft aber auch dafür sorgen, dass Händler mehr gebrauchte Xbox-Konsolen anbieten können.

Bei der Ankündigung der jüngsten Preiserhöhungen im Juni hat Microsoft erläutert, wie das Unternehmen außerdem auf die Komponentenknappheit reagieren will. Zu den Optionen gehören zinsfreie Finanzierungen und Angebote für einen späteren Kauf auf Rechnung. In diesem Zusammenhang ist vor allem eine weitere Aussage relevant: Man arbeite "mit Handelspartnern an neuen Programmen, um gebrauchte Konsolen zu niedrigeren Preisen anzubieten".

Neue Spieler gewinnen

Auch mit den Plänen für Project Helix bleibt Microsoft auf Einnahmen aus dem Spielegeschäft und Game-Pass-Abonnements angewiesen. Die Zahl der verkauften Xbox Series X/S Konsolen liegt allerdings deutlich hinter der PS5 zurück, was das Absatzpotenzial begrenzt. Über den Gebrauchtmarkt lassen sich neue Kunden erreichen, die sich Konsolen zu den steigenden unverbindlichen Preisempfehlungen sonst nicht leisten könnten.

Der Ansatz könnte als Übergangslösung funktionieren, bis die Kosten für RAM und SSDs hoffentlich wieder sinken. Dennoch wird CEO Asha Sharma weitere Ideen brauchen, um Käufer für Project Helix zu gewinnen. Sie hat eine Familie von Geräten der nächsten Generation angedeutet, die möglicherweise auch günstigere OEM-Hardware mit reduzierter Ausstattung umfasst. Außerdem hat sie versprochen, Arbeits- und Massenspeicher effizienter zu nutzen. Wie das gelingen soll, ist bislang unklar.

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Autor: Adam Corsetti, 20.10.2026 (Update: 20.10.2026)