Neuer Chipsatz in Galaxy S26-Alternative setzt auf lokale künstliche Intelligenz

MediaTek bringt mit dem Dimensity 8550 einen Refresh des Dimensity 8500 auf den Markt, welches wir in unserem Test des Reno16 Pro erstmals unter die Lupe nehmen konnten. Doch unsere Werte im Testbericht zeigen eine gewisse Ernüchterung für die anvisierte UVP der Oppo-Oberklasse von fast 900 Euro (u.a. erhältlich bei Amazon.de).
Abseits der KI-Optimierungen bleibt der Dimensity 8550 nahezu unverändert zum 8500er-Modell. Das heißt, beide Plattformen werden im 4-Nanometer-Verfahren (TSMC N4P) gefertigt und nutzen jeweils acht Performance-Kerne der ARM Cortex-A725- Architektur mit bis zu bis 3,4 GHz in der Spitze.
Bei den CPU-Benchmarks besitzt das Reno16 Pro keinen Zuwachs an Leistung gegenüber Smartphones mit dem Vorjahres-SoC. Vielmehr sind die deutlich günstigeren Mittelklasse-Handys in unserem Vergleich der Geekbench-Werte schneller.
Auch bei der Grafikleistung zeigen unsere Messwerte keine Vorteile. Die verbaute Mali-G720 MP8 im Dimensity 8550 agiert auf dem Niveau der besten Dimensity 8500-Smartphones.
| Geekbench 6.7 | |
| Multi-Core | |
| Motorola Edge 70 Pro | |
| Xiaomi 17T | |
| Xiaomi Poco X8 Pro | |
| Oppo Reno16 Pro | |
| Single-Core | |
| Xiaomi 17T | |
| Motorola Edge 70 Pro | |
| Xiaomi Poco X8 Pro | |
| Oppo Reno16 Pro | |
| GFXBench | |
| 3840x2160 4K Aztec Ruins High Tier Offscreen | |
| Xiaomi 17T | |
| Oppo Reno16 Pro | |
| Xiaomi Poco X8 Pro | |
| 2560x1440 Aztec Ruins High Tier Offscreen | |
| Oppo Reno16 Pro | |
| Xiaomi 17T | |
| Xiaomi Poco X8 Pro | |
| 1920x1080 Aztec Ruins Normal Tier Offscreen | |
| Xiaomi 17T | |
| Oppo Reno16 Pro | |
| Xiaomi Poco X8 Pro | |
| Geekbench AI | |
| Quantized NPU 1.7 | |
| Oppo Reno16 Pro | |
| Motorola Edge 70 Pro | |
| Xiaomi Poco X8 Pro | |
| Xiaomi 17T | |
| Half Precision NPU 1.7 | |
| Oppo Reno16 Pro | |
| Motorola Edge 70 Pro | |
| Xiaomi Poco X8 Pro | |
| Xiaomi 17T | |
| Single Precision NPU 1.7 | |
| Oppo Reno16 Pro | |
| Xiaomi 17T | |
| Motorola Edge 70 Pro | |
| Xiaomi Poco X8 Pro | |
Reno16 Pro hat dank Dimensity 8550 Gemini Nano V3‑Support und On‑Device‑Generative‑AI
Der entscheidende Unterschied zwischen dem Dimensity 8550 und dem Dimensity 8500 liegt in der erweiterten NPU 880 mit LLM Booster und Gemini Nano V3‑Support sowie einem Beschleuniger für die On-Device-KI. Der Dimensity 8500 besitzt zwar ebenfalls eine NPU 880, jedoch ohne diese erweiterten KI‑Funktionen. Für die Benchmark-Werte in unserem Test wirkt sich dies auch positiv aus. Hier liegt das Reno16 Pro im Schnitt über 15 Prozent gegenüber den Smartphones mit dem Dimensity 8500 zu.
Für Nutzer bedeutet dies, dass in klassischen Aufgaben eines Smartphones, wie Gaming oder Foto‑Bearbeitung, keine Unterschiede vorhanden sind und beim Oberklasse-Phone eine ähnliche Leistung geboten wird, wie bei einem Poco X8 Pro. Hier sind mehr die thermischen Limits der Smartphones der entscheidende Faktor. Und gerade in diesem Punkt besitzt das Oppo-Handy im Test Schwächen.
Spannend wird es jedoch bei KI‑Aufgaben und für Personen, die Wert auf On‑Device‑AI legen. Allerdings sollten Interessenten eines Reno16 Pro bedenken, dass die hardwareseitigen Voraussetzungen für Googles-KI-Features von Gemini Nano V3 zwingend mindestens 12 GB RAM vorschreiben. Die Basis des Oppo-Handys mit lediglich 8 GB LPDDR5x-RAM wird die neuen KI-Funktionen, trotz des neuen Chipsatzes, deshalb nicht nutzen können. Dies sollte vor einem.Kauf berücksichtigt werden.
Quelle(n)
Test Oppo Reno16 Pro








