Neuer SBC kommt mit 32GB RAM und starkem Core Ultra X7 358H

Aaeon hat den PICO-PTH4 vorgestellt, wie LinuxGizmos berichtet. Der kompakte Einplatinenrechner im Pico-ITX-Format setzt auf Intels Panther-Lake-Prozessoren der Core-Ultra-Serie 3 und ist mit bis zu 32GB LPDDR5X-RAM erhältlich.
Zur Wahl stehen der Core Ultra 5 325 und der Core Ultra 7 355 mit jeweils acht Kernen, der Core Ultra 5 338H mit zwölf Kernen und der Core Ultra X7 358H mit 16 Kernen.
Der Core Ultra X7 358H ist mit Abstand das schnellste Modell. In synthetischen Multi-Core-Benchmarks liegt er 71 Prozent vor dem Core Ultra 5 325 der Einstiegsvariante. Die Cinebench-Ergebnisse der Prozessoren sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
| Prozessor | Single-Core-Score | Multi-Core-Score |
|---|---|---|
| Core Ultra X7 358H | 504 | 4164 |
| Core Ultra 5 338H | 501 | 3840 |
| Core Ultra 7 355 | 477 | 2636 |
| Core Ultra 5 325 | 455 | 2430 |
Die Prozessoren verfügen außerdem über leistungsfähige NPUs. Die Core-Ultra-5-Modelle erreichen in der Spitze 47 TOPS. Beim Core Ultra 7 sind es 49 TOPS, beim Core Ultra X7 50 TOPS.
Auch die integrierten Grafikeinheiten bieten eine ordentliche Leistung. Besonders schnell ist die Arc B390 im Spitzenmodell Core Ultra X7. Sie erreicht ungefähr das Leistungsniveau einer Nvidia GeForce RTX 2070 Max-Q.
Die Arc B390 ist mehr als doppelt so schnell wie die integrierte AMD Radeon 890M. Damit dürfte die schnellste Variante des PICO-PTH4 auch etwas anspruchsvollere GPU-Aufgaben problemlos bewältigen.
Anschlüsse und Schnittstellen
- 2x USB 3.2 Gen 2 Typ A und
- 2x USB-2.0-Header (intern)
- 2x 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse mit Intel I226, davon einer mit PXE-Boot
- HDMI 2.1
- 2x serielle Schnittstellen (RS-232/422/485)
- 4-Bit-GPIO
- Support für I²C und SMBus
Weitere technische Daten und Preise
Für Massenspeicher und Erweiterungen stehen ein M.2-2280-Steckplatz mit PCIe 5.0 x4, ein M.2-2230-Steckplatz mit PCIe 4.0 x1 und ein FPC-Anschluss mit PCIe 3.0 x4 zur Verfügung. Der SBC misst nur 100 x 72 mm. Der angegebene Betriebstemperaturbereich reicht offenbar von minus 20 bis plus 70 Grad Celsius. Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) gibt Aaeon mit ungewöhnlich präzisen 1.300.259 Stunden an.
Die Variante mit Core Ultra 5 325 kostet umgerechnet 1.150 Euro, die mit Core Ultra 7 355 umgerechnet 1.300 Euro. Beide sind nur mit 16GB RAM erhältlich. Die Ausführung mit Core Ultra X7 358H kostet umgerechnet 2.750 Euro und ist mit den bereits erwähnten 32GB RAM ausgestattet.
Für die Variante mit Core Ultra 5 338H ist bislang kein Preis bekannt. Für Hobbyprojekte mit kleinerem Budget kommt etwa der ARM-basierte Radxa Rock 4D infrage.
Quelle(n)
Aaeon via LinuxGizmos









