Neues Elektro-Lufttaxi mit 1.000 km Reichweite debütiert neben weiteren Fluggeräten in Wuhan

Vier wegweisende, elektrisch betriebene und senkrecht startende sowie landende Fluggeräte (eVTOL) standen am 24. Februar vor dem Hongshan-Auditorium in Wuhan (Provinz Hubei) im Rampenlicht. Diese Präsentation während des ersten Provinztreffens nach dem Frühlingsfest signalisiert eine deutliche Beschleunigung der „Low-Altitude Economy“ des Landes.
Der eVTOL-Sektor wandelt sich rasant vom theoretischen Konzept zur kommerziellen Realität und ist dabei stark in die bestehenden Lieferketten für neue Energiefahrzeuge (NEV) integriert. Da Branchenführer das Jahr 2026 als entscheidendes Jahr für die Massenproduktion ansehen, liefern sich einheimische Entwickler ein Wettrennen um die Zertifizierung und den Start des kommerziellen Passagierbetriebs.
Die ausgestellten Fluggeräte unterstreichen die starke Luftfahrttradition der Provinz Hubei, die im Jahr 2025 einen Umsatz von 27,9 Milliarden Yuan (etwa 3,58 Milliarden Euro) in der Luftfahrtbranche generierte. Zu den Innovationen gehört der E-Hawk, ein Fahrzeug der Tonnenklasse mit vollverkleideten Rotoren, das vier Passagiere im städtischen Kurzstreckenverkehr befördern kann.
Um das Problem der Reichweitenangst zu lösen, präsentierte Wuhan Xunqi Technology den V1000. Dieser nutzt ein Hybrid-Kipprotor-System, um eine Flugreichweite von über 1.000 Kilometern zu erzielen. Das Modell hat bereits die offizielle Entwurfsabnahme durch die chinesische Zivilluftfahrtbehörde erhalten.
Shi Yun Aviation wiederum stellte den SW-one vor, ein Fluggerät, das über ein herkömmliches Lenkrad gesteuert wird und für den privaten Wassersport sowie für künftige Tourismusanwendungen konzipiert ist. Jenseits von Pendler- und Freizeitmodellen leistet die Branche Pionierarbeit bei kritischen Notfalleinsätzen.
Fusheng General Aviation präsentierte mit dem Sparrow-X2 eine fliegende Intensivstation, die Platz für eine Trage und medizinische Überwachungsgeräte bietet. Das rein elektrische Fluggerät senkt die Kosten für Rettungseinsätze auf etwa 2.200 Yuan (etwa 270 Euro) pro Stunde und ist damit erheblich günstiger als herkömmliche Hubschrauber.
Mit 547 einschlägigen Unternehmen im Land und einem sprunghaften Anstieg bei Patentanmeldungen in der Luftfahrt nutzt der heimische Sektor massive Kapitalinvestitionen, um eine weltweit dominante Position in der Mobilität der nächsten Generation einzunehmen.









