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Neues Vertu Aster P: Viel Preis für mittelmäßige Hardware

Unter dem Metalldeckel befindet sich die Signatur des Mitarbeiters.
Unter dem Metalldeckel befindet sich die Signatur des Mitarbeiters.
Das Vertu Aster P bietet Hardware-Spezifikation aus dem Vorjahr - dafür beginnen die Preise im 4-stelligen Bereich und gehen bis unendlich. Hier wird nicht allzu viel Wert auf die eingebaute Technik gelegt, sondern nur auf den Namen und verwendete Edelmaterialien.

Vertu ist zurück. Luxus-Handys für die Superreichen. Ironischerweise hat die Firma aber 2017 ihre Produktionsstätte aufgrund finanzieller Probleme für einige Zeit schließen und 200 Angestellte entlassen müssen. Davor haben sich einige abenteuerreiche Eigentümerwechsel abgespielt. Von Nokia 1998 gegründet, 2012 verkauft an den schwedischen Finanzinvestor EQT VI, drei Jahre später ging die Reise weiter nach Hong Kong zu Godin Holdings. Mittlerweile befindet sich Vertu im Besitz eines türkischen Unternehmens, das in Zypern ihren Sitz hat.

Nun bringt Vertu im Jahr 2018 mit dem "Aster P" einen Nachfolger vom "Aster" heraus. Als Betriebssystem läuft Android 8.1, doch wie man bei Luxus-Handys des Öfteren schon erlebt hat, ist auch diesmal die verbaute Hardware nur mittelmäßig. Denn ein Snapdragon 660 mit 6 GB RAM und 128 GB internem Speicher alleine rechtfertigen keine 4- bis 5-stelligen Preise beginnend bei circa umgerechnet 4.000 Euro, endend bei circa 12.000 Euro. Das Display besitzt eine Größe von 4,97 Zoll mit 1.920 x 1.080 Pixeln, der eingebaute Akku liefert eine Kapazität von 3200 mAh.

Hier wird mehr Wert auf Design, echtes Krokodil- oder Echsenleder und Handarbeit gelegt. Auf der Rückseite besitzt das Aster P, wie schon das "Signature Touch" einen metallene Klappe, die gleichzeitig auch als Zugang zur Simkarte und micro-SD-Karte dient, mit der Signatur des Mitarbeiters, der das Handy im Werk handgefertigt hat. Derzeit ist das Handy nur in China bestellbar, ob ein Verkaufsstart auch für Europa geplant ist, ist fraglich.

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Autor: Daniel Puschina, 20.10.2018 (Update: 20.10.2018)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.